Immer wieder beginnen Runden des Online-Kurses zum Selbstmanagement nach dem Insea-Konzept. Darüber hatten wir mal hier berichtet.
An sechs Terminen lernen Betroffene, Angehörige und Freunde, mit einer chronischen Erkrankung oder anderen Beeinträchtigungen besser und selbstbestimmter zurechtzukommen. Der Kurs soll sie unterstützen, die Lebensqualität bei chronischer Krankheit zu verbessern, den Alltag und die Medikamenteneinnahme gut zu organisieren, sich ausgewogen zu ernähren und körperlich aktiv zu sein.
Die Teilnahme ist kostenlos und für Menschen aus ganz Deutschland möglich – ein Livestream macht's möglich.
Zur Übersicht und Anmeldung geht es hier entlang.
Am 21. August 2026 startet ein Online-Kurs, der immer freitags um 9.30 Uhr beginnt, aber bereits ausgebucht ist.
Am 24. August 2026 startet ein Online-Kurs, der immer montags um 9 Uhr beginnt, aber bereits ausgebucht ist.
Am 2. September 2026 startet ein Online-Kurs, der immer mittwochs um 17.30 Uhr beginnt, aber bereits ausgebucht ist.
Am 8. September 2026 startet ein Online-Kurs, der immer dienstags um 18 Uhr beginnt.
Am 30. Oktober 2026 startet ein Online-Kurs, der immer montags um Uhr beginnt.
Am 2. November 2026 startet ein Online-Kurs, der immer montags um 17 Uhr beginnt.
Am 5. November 2026 startet ein Online-Kurs, der immer donnerstags um 10 Uhr beginnt.
Für alle Teilnehmer gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie technische Hilfestellung. Und: Alle erhalten ein Kurspaket, das kurz vor Kursbeginn per Post zugestellt wird.
In diesem Video wird der Kurs erklärt:
24. August 2026 08:00
Hallo,
am 01.02.08 habe ich die Diagnose erhalten, die mich total aus der Bahn geworfen hat.
Ich bin jetzt 33 und auch seit 2004 ständig beim Orthopäden, wegen eines Bandscheibenleidens. Abgewechselt wurden die fast schmerzfreien Zeiten von Physiotherapie und Spritzen. Daneben wurde ich immer wieder wegen wechselnden Beschwerden im Knie, Schulter und Halswirbel behandelt, die entweder meiner generellen Ungelenkigkeit oder der hohen Stressbelastung durch Job und Fernstudium zugerechnet wurden. Nachdem ich dann aber auch über Schmerzen und Steifheit im rechten Mittelfinger klagte, wurde ich an einen Internisten/Rheumatologen überwiesen, der dann auch gleich mal den Verdacht auch Schuppenflechtenarthistis äußerte. Ich dachte erstmal: "kann nicht sein - ich habe doch gar keine Schuppenflechte" (Ich habe zwar ab und zu ein paar Hautprobleme, aber die sind nicht sehr stark und wurden doch von meinen Hautarzt eher in den Bereich Ekzeme eingeordnet.) Also dann mal ab zur Skelett-Szintigraphie: "die wird schon bestätigen, dass ich keine Arthistis habe."
...und da saß ich dann am Freitag nach 5 Stunden und 2maligen Röntgen bei der Auswertung und musste mir jede Menge Fremdworte an den Kopf werfen lassen. Ich verstand so gut wie nix, außer Verdacht auf Psoriaris Arthritis und Morbus Bechterew. Und das bekam ich dann natürlich auch schriftlich. Aber keine Aussagen dazu, was das nun genau bedeutet und was man dagegen machen kann. Das Resultat war also, zwei unabhängige Verdachtsdiagnosen auf Psoriaris Arthritis. Ich ging danach zwar arbeiten, aber war mehr damit beschäftigt nach dieser Diagnose im Internet zu suchen, womit meine Angst vor der Krankheit immer größer wurde. Ich las dort von unheilbarer Krankheit, Schüben, unbeweglichen und zerstörten Gelenken, Operationen und ungewissen Krankheitsverlauf. Es folgten Phasen der Depressionen, begleitet von der ständigen Frage "Warum passiert mir sowas?"...und am Abend sagt mir meine Mom, dass mein Vater auch Schuppenflechte hatte.
...das Wochenende war somit gelaufen. Mein Freund konnte mich nicht trösten und ich sah in meinen Augen nur absolute Unverständnis bei Ihm. Es war ein Wochenende mit Alkohol und jeder Menge Depressionen. Dazu kamen dann noch stärker werdende Schmerzen in den Fingern, Zehen und Sprunggelenken.
In der letzten Woche habe ich dann ich dann langsam gelernt meine Krankheit akzeptieren zu müssen, versuchen das Beste daraus zu machen und die fast schmerzfreien Phasen bestmöglichst zu nutzen.
...Am letzten Donnerstag, hatte mir mein Hautarzt dann auch gesagt, dass er schon 2006 den Verdacht auf Schuppenflechte gestellt hatte. Und gestern war ich dann auch wieder beim Internisten. Der hat mich jetzt auf Azulfidine gesetzt und mir zusätzlich Zodin (Omega3) verschrieben.
Am meisten Angst macht mir, dass ich nicht weiß wie es jetzt weitergeht, wann ein Schub kommt? Ob meine Haut weiterhin Ruhe gibt oder das Problem künftig auch noch dazu kommt. Wie lange kann ich noch Sport machen, Laufen, Wandern und Fitnesstraining? Mein Fernstudium werden ich wohl hinschmeissen und lieber die Zeit nutzen, die Sachen zu machen, die mir echten Spass bringen und versuchen jeden Tag zu geniessen. Aber zum heulen ist mir trotzdem noch zumute!!!
Wie habt Ihr gelernt damit umzugehen? Werden die Schübe immer schlimmer oder bleiben sie auch mal gleich? Wenn es mit 33 bei mir losgeht, wo stehe ich dann mit 40, 50 oder 60? Welche Erfahrungen gibt es hinsichtlich einer Ernährungsumstellung? Wie sind die Erfahrungen hinsichtlich Stresssituationen und dem Verlauf der Krankheit bzw. der Schübe? Welchen Sport wirkt eher unterstützend und welcher nicht? Wer hat bereits Erfahrungen mit einem Sellenklempner?
Liebe Grüße
bugs.b