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Hallo mtieinander,

ich bin seit fünf Jahren von einer Schuppenflechte auf dem Kopf betroffen. Es soll ja typisch sein, dass sowas mit Ende 20 ausbricht, insbesondere beim Mann.

Was ich schon alles hinter mir hatte:

  • etliche normale Anti-Schuppen-Shampoos
  • Birkenhaarwasser
  • Klettenwurzelöl
  • Urea-Shampoo
  • Totes-Meersalzshampoo
  • Linola-Shampoo

Ich probierte auch harte Sachen wie Selsun. Ducray Kertyol P.S.O. brachte kurzzeitig etwas. Ich war auch schon beim Hautarzt, der mir nach einem flüchtigen Blick Kortison verschrieb. Brachte kurzzeitig tatsächlich was.

Ich war nun aus beruflichen Gründen für fünf Wochen in den USA. Dort macht ich mich schlau und schaute dann auch gezielt nach Shampoos. Es kann ja sein, dass es in den USA wirksame Präparate gibt, die bei uns verboten sind.

Und tatsächlich habe ich was gefunden:

Head & Shoulders in einer blauen Flasche (was es bei uns nicht gibt). Mit Selendisulfid, aber geringer konzentriert als bei Selsun. Das kann man täglich anwenden und ich wende es täglich an. Ich kombiniere es dann auch mit einem Urea-Shampoo. Schon in den USA spürte ich eine Verbesserung. Es rieselte weniger runter, es juckte auch weniger. Es hat aber drei Wochen gedauert, dass die Kopfhaut nicht mehr gerötet ist. Seitdem stehe ich gerne häufig vor Spiegel und betrachte meine Haaransätze. Das macht mich glücklich.

Es rieselt auch nicht mehr so stark. Nur mal zum Vergleich: Bevor ich  nun diese Lösung fand, habe ich mir bestimmt zwei Esslöffel Schuppen täglich von der Kopfhaut gekratzt und zwei weitere Esslöffel fielen so herunter. Der Bereich um meinem Schreibtisch war ein Trümmerfeld. Mein Kopfkissen war jeden Tag voller Schuppen. Besonders peinlich: Schuppen die auf der Brille hängen blieben und einen immer an das Problem wenige Zentimeter höher erinnerten. Und das habe ich nicht mehr. :)

Ich habe aber auch Fragen:

1. Hat jemand das H&S in der blauen Flasche schon mal in Deutschland gesehen? Ist es vielleicht bei uns apothekenpflichtig?

2. Es gibt eine Spirale des Juckens und Kratzens, sodass sich der Zustand der Kopfhaut immer weiter verschlimmert. Gibt es auch eine Erholungsspirale, d.h. bin ich guter Hoffnung, dass sich die Kopfhaut nun so gut erhohlt, dass ich auch einige Tage ohne diese Shampoos auskommen kann und dass es mir auch leichter fällt, dem Juckreiz nicht nachzugeben?

Wer noch nichts gefunden hat, kann ja mal meine Prozedur ausprobieren. Vielleicht ist das Ducray kertyol P.S.O genausogut, nur was ich daran nicht leiden kann, ist die Waschprozedur. Ich möchte ein Shampoo haben, das ich täglich anwenden kann und das in einfacher Prozedur ohne ohne 2 x 5 Minuten einwirken zu lassen. Das halte über längere Zeit ohnehin nicht durch.

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Hallo PistrolPete

Leider diese Prozedur wohl jeder schon hinter uns um raus zufinden was einem gut tut oder nicht.

Bei jeden ist das auch anders.Der eine verträgt dies der andere das. Um das rauszufinden braucht man wohl eine Menge Geduld.Es ist gut das du etwas für dich Gefunden halt das dir hilft.

Von dem H&S Shampoo in der blauen Flasche ist mir nichts bekannt.

Hoffe es werden sich noch welche melden die etwas dazu berichten können.

Wünsche dir weiter hin viel Erfolg

Gruss Donna

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Am 7.3.2015 um 10:17 schrieb PistolPete:

Head & Shoulders in einer blauen Flasche (was es bei uns nicht gibt). Mit Selendisulfid, aber geringer konzentriert als bei Selsun.

Hallo, Pete,

frag doch mal bei H&S nach. Die haben Experten, die dir bei der Frage, ob es Unterschiede zu den Produkten in USA und Deutschland gibt, weiterhelfen könnten.

Liebe Grüße

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zu Punkt 2 - der Spirale von Jucken und Kratzen. Es gibt den sogenannten Köbner-Effekt od. auch Köbner-Phänomen genannt. Durch Verletztungen können PSO-Herde entstehen oder sich ausbreiten.

Davon war ich in meinen schlimmsten Tagen selbst betroffen. Ein Kratzer durch Schnittarbeiten an Rosen und ich hatte eine neue Stelle. Glücklicherweise ist das bei mir nicht mehr der Fall.

Gruß

Reinhard

PS: Ich habe früher jahrelang Polorist Fettcreme auf meine Kopfhaut geschmiert und mit einer Plastiktüte auf dem Kopf geschlafen. Klingt zwar lächerlich, aber was tut man nicht alles, wenn es hilft!

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Ja, die Website mit der blauen H&S habe ich auch schon gefunden. Da es auf der deutschen Seite von H&S diese Version nicht gibt, muss ich davon ausgehen, dass man sie in Deutschland nicht kaufen kann. Selendisulfid-Shampoos habe ich schon hinter mir. Geholfen haben sie anfangs ein bisschen. Problem ist, dass diese einfach zu hoch dosiert sind, dass man sie nicht täglich anwenden kann. Ich bin mir sicher, dass die tägliche Anwendung der Schlüssel bei mir war, in Kombination mit dem Urea-Shampoo. Auch die empfohlene Prozedur, fünf Minuten einwirken zu lassen, ausspülen und den Spaß wiederholen, ist mir einfach zu lästig.

 

Wegen zweier Auswärtsspiele am Wochenende konnte ich zwei Tage lang nicht das H&S anwenden. Die Haut ist Gott sei Dank noch nicht rot und es schuppt auch noch nicht wie verrückt. Das freut mich. Weniger freut es mich, dass ich mich ab und zu beim Kratzen erwische.

 

Kennt jemand "Selsun blue"? Ich habe Selsun mit 2,5 %, aber nicht das "blue": http://www.amazon.de/Selsun-Blue-Naturals-Schuppenshampoo-Feuchtigkeitspendend/dp/B001TSNM34/ref=sr_1_8?ie=UTF8&qid=1425932565&sr=8-8&keywords=selsun

 

Das hat auch nur 1 %. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Flaschen blau sind, weil es der Gesetzgeber so verlangt. Unser Gesetzgeber ist mal wieder viel zu rigide. Alles, was hilft, ist entweder verboten und gibt's nur auf Rezept. Vielleicht fliege ich in diesem Jahr noch einmal in die USA und dann decke ich mich richtig ein.  :) 

 

Es gibt auch folgende Rezension dort:

 

"Bestes Antischuppen-Schampoo mit lang anhaltender Wirkung! Habe Selsun blue mal vor 15 Jahren in den USA bekommen und lasse es mir seitdem immer wieder von Bekannten mitbringen (bis ich es jetzt auf Amazon gefunden habe!). Zwei, drei Anwendungen und man hat wieder für ein paar Wochen Ruhe. Die teueren "Apothekenpräperate" haben mir nicht ansatzweise so gut geholfen - geschweige denn die Schuppenschampoos aus Drogerie und Co."

 

Das kommt mir irgendwie bekannt vor. :)

 

Versandhandel ist mir einfach zu teuer. Ich habe für Ducray kertyol P.S.O. schon recht viel Geld ausgeben müssen (für mich das zweitbeste Shampoo). Da wird man ja arm bei.

 

 

Jetzt bin ich mir sogar unsicher, ob es überhaupt eine Psoriasis ist. Das sagte mir die Hautärztin. Selendisulfid wirkt aber eher beim Seborrhoischen Ekzem.

 

Ich fand auch die Hautärztin unerträglich. Drei Minuten hat sie sich mein Problem angeschaut und mir gesagt, es sei eine Schuppenflechte. Sie verschrieb mir Kortison und drückte mir ein Probierfläschen von Eucerin mit Urea in den Hand. Ich sagte, dass ich das bereits kenne... Sie sagte, das könne ich gar nicht kennen, weil es ja ganz neu wäre. Tatsächlich hat die Kombination aus Kortison und dem Urea-Shampoo gut geholfen, nur konnte ich das Euceryn mit Urea gar nicht mehr nachkaufen: Es war schon mindestens ein Jahr zuvor vom Markt genommen worden. Deswegen ist mir diese Hautärztin ziemlich suspekt. Und in die Apotheke wollte ich dann auch nicht mehr. Ich frage ganz konkret nach einem Urea-Shampoo und die Apothekerin sagte, sie hätte sowas nicht, Urea wäre auf Dauer gar nicht gut, sie schwafelte etwas von "Ganzheitlichkeit" und drückte mir eine Produkteprobe von Weleda in die Hand.

 

 

Ich schreibe mich gerade in Rage...

 

Ich bin mir sicher, dass man viel erreichen könnte, wenn man Arzneimittel freigiebt. Es kann nicht sein, dass jemand, der eine Diagnose haben möchte, sich das Wartezimmer mit zig chronisch Kranken teilen muss, die nur ein neues Rezept brauchen. Ich war zweimal bei der besagten Hautärztin und ich empfand es genau so: alles Dauergäste, die namentlich begrüßt wurden. Sogar Kinder werden dorthin verschleppt und jeder war mal Kind und jeder weiß, dass Kinder eine halbe Stunde Wartezeit anders wahrnehmen als ein Erwachsener. Die erleiden dort Höllenqualen im Wartezimmer und fangen an zu weinen.

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Interessant!! Der 6er PLZ- Bereich ist grade mal mit mickrigen 4 Apotheken vertreten. So wenig wie

in keinem anderen Bereich....

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dino_crisis

Interessant!! Der 6er PLZ- Bereich ist grade mal mit mickrigen 4 Apotheken vertreten. So wenig wie

in keinem anderen Bereich....

Den 8er Bereich kann man genauso vergessen! Ppppffff...! :-(

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dino_crisis

 

Jetzt bin ich mir sogar unsicher, ob es überhaupt eine Psoriasis ist. Das sagte mir die Hautärztin. Selendisulfid wirkt aber eher beim Seborrhoischen Ekzem.

Ich habe auch gelesen dass man Selendisulfid-Shampoos bei Schuppenflechte NICHT verwenden soll / darf. Steht teilweise auf den Websites der Hersteller dieser Shampoos.

Hab's aber selber noch nicht probiert, daher will ich auch nicht urteilen, aber gerade deshalb traue ich mich auch nicht es zu probieren...

Gibt es noch andere, die damit positive Erfahrungen gemacht haben?

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Hallo PistolPete,

um dir zu antworten, habe ich mich mal schnell hier registriert. Ich leide zwar nicht an Schuppenflechte, jedoch am Seborrhoisches Ekzem und habe schon einige Schuppen-Shampoos verschlissen. Das blaue H&S gab es hierzulande bis vor einigen Jahren in der Apotheke. Leider wurde dieses in Deutschland aus dem Programm genommen. Aber du kannst dich freuen, es gibt noch ein paar Shampoos die 1% Selendisulfid enthalten. Gut sind:

- Elvital Anti-Schuppen "Selenium S Aktiv"

- Vichy Dercos Schuppen Shampoo (gibt es einmal für fettiges und für trockenes Haar)

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Beide Shampoos sind von L'oreal und im Grunde sehr ähnlich. Das Shampoo von Vichy enthält zusätzlich zum Selendisulfid noch Salicylsäure. Das Elvital Shampoo bekommst du in jedem DM für nicht mal 2 Euro. Das von Vichy gibt es nur in der Apotheke für ca. 10 Euro. Ich hoffe, ich konnte dir helfen.  :)

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Am 9.3.2015 um 21:53 schrieb PistolPete:

Jetzt bin ich mir sogar unsicher, ob es überhaupt eine Psoriasis ist. Das sagte mir die Hautärztin. Selendisulfid wirkt aber eher beim Seborrhoischen Ekzem.

Hm, sind es eher trockene oder fettige Schuppen? Das Seborrhoischen Ekzem entsteht durch einen Hefepilz der sich vom Hauttalg ernährt. Dieser Pilz scheidet dann Ölsäure aus, auf die einige Menschen mit Schuppen, Entzündungen und Juckreiz reagieren. Stoffe wie Pirocton Olamin, Climbazol, Zink Pyrithion, Ketoconazol (z.B. im Ketozolin Shampoo), Selendisulfid etc. bekämpfen diesen Pilz. Studien haben gezeigt, dass Ketoconazol und Selendisulfid dabei am besten/stärksten wirken. Dies könnte erklären, warum dir "herkömmliche" Schuppen-Shampoos nicht wirklich geholfen haben. Neigst du zu fettigem Haar oder hast vielleicht auch eine schnell fettende Haut im Gesicht? Ansonsten kann ich dir nur raten den Hautarzt zu wechseln bzw. eine Zweitmeinung einzuholen. Dieser könnte eine Hautprobe entnehmen, um eine mögliche Diagnose zu sichern. Und, nein, ich arbeite nicht für die Pharma-/Kosmetikindustrie, falls hier jemand fragt.  :cool: 

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  • 1 month later...
PistolPete

Mittlerweile ist Mai und meiner Kopfhaut geht's immer noch gut. Ich war auch wieder in den Staaten und habe mich mit zwei Flaschen eingedeckt. Einmal H&S und einmal Selsun blue. Das "Elvital Selenium S Aktiv" habe ich noch nicht in Deutschland finden können.

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  • 4 weeks later...

Diese Tinktur ist klasse https://amzn.to/2IPL4VQ

Nachdem ich mit der dazugehörigen Creme bereits sämtliche trockene Haut und Schuppenflechte binnen kürzester Zeit komplett verbannen konnte, war die logische Folge, dass ich selbiges mit dieser Tinktur am Kopf versuche. Ergo bestellt und jeweils morgens nach der Dusche und Haarwäsche aufgetragen. Was mit der Pipette sehr gezielt und schnell funktioniert. Kurz einmassieren und dann wie gewohnt das Haar fönen/stylen/wasauchimmer. Abends vor dem zu Bett gehen erfolgte noch eine zweite Anwendung. Der Erfolg war sensationell. Bereits nach nur vier Tagen war meine Kopfhaut vollständig schuppenfrei und ist es bis heute - momentan wende ich Belixos Liquid noch etwa dreimal die Woche morgens an.
Was mir an diesem Produkt neben der sensationelle Wirkung besonders gefallen hat ist, dass es keinerlei fettig oder ölig wirkendes Haar verursacht und damit total alltagstauglich ist. Die Pipette ist zudem großartig, da die Lösung damit ebenso gezielt wie sparsam aufgetragen werden kann. Kurzum: ich bin restlos begeistert und kann Belixos Liquid all jenen, die an Schuppen und Schuppenflechte leiden, absolut vorbehaltlos empfehlen.

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Am 2.6.2015 um 20:39 schrieb Steffi679:

Guten Abend und eine Frage:

Machst Du eventuell versteckt Werbung für Amazon oder für die von Dir benannten Produkte?

Nicht böse sein, aber ein wenig wirken Deine beiden gestrigen Beiträge so.

Gruß - Uli

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  • 3 months later...
  • 1 year later...

Ich muss mich nach zwei Jahren wieder melden: Meine Kopfhaut reagiert nicht mehr positiv auf das  besagte Shampoo. Momentan probiere ich wieder Ducray kertyol (2 x die Woche) mit Ducray elution (5x die Woche). Immerhin ist der Juckreiz stark zurückgegangen.

Vor einem Jahr hatte ich auch schon was neues ausprobiert, zwei Shampoos von GSK: Stieprox und Stieproxal. Ob das gewirkt hat, weiß ich leider auch nicht recht, da ich vor einem Jahr auch probierte habe, glutenfrei zu essen. Ich hatte Verdauerungsbeschwerden. Die Kopfhaut hatte sich rapide schnell erhohlt, ich nahm 8 kg ab und die Tagesmüdigkeit ging auch enorm zurück. Obwohl ich diese Diät ein Vierteljahr durchhielt, verschlimmerte sich der Zustand der Kopfhaut währenddessen schon wieder rapide.

Ist es möglich, dass sich gerade meine Kopfhaut bessert, weil es turnusmäßig gerade Zeit wird? Völlig unabhängig davon, was ich esse und womit ich mir die Haare wasche?

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    • Ph.Ott.ER
      By Ph.Ott.ER
      Hey alle zusammen,
      da ich, nach meiner gestrigen Untersuchung, einen einwöchigen Aufenthalt in der Bielefelder Universitätsklinik verschrieben bekam, wollte ich mich hier einmal erkundigen ob jemand von euch schon Erfahrungen sammeln konnte? Meine Schuppenflechte verteilt sich mittlerweile über den ganzen Körper, die einzige Ausnahme dabei bilden die Füße. Da sich der größte Herd auf meinem Kopf befindet soll mir wohl ein Turban, so nannte es der Chefarzt, aufgesetzt werden.
      Da ich ein völliger Neuling bin, und mich deshalb erst seit gestern mit der Krankheit auseinandersetze, bin ich froh über jegliche Form der Information und Erfahrung von euch.
       
      Mit besten Grüßen
    • pachingo
      By pachingo
      Hallo allerseits :-)
      zunächst möchte ich euch eine Kurzgeschichte über meinen Krankheitsverlauf geben:
      Angefangen hatte es 2008, nach etwa einem Jahr war fast jedes Körperteil mit Schuppenflechten befallen, außer Rücken und Nägel. Am schlimmsten waren Ellbogen, Unterschenkel und Kopfhaut. Ab Mai 2011 folgte die Einnahme von Fumaderm Initial, kurze Zeit später der Umstieg nach Plan auf die blauen Fumaderm. Ab 1-0-1-Dosierung ergaben sich deutliche Besserungen, ich bin bis heute auf 1-1-1-Dosis ohne Nebenwirkungen. Meine Haut ist nicht beschwerdefrei, aber mit den übrig gebliebenen Stellen an den Unterschenkeln kann ich sehr sehr gut leben. Lediglich auf die Kopfhaut hat sich Fumaderm nicht ausgewirkt, hierfür verwende ich mit mäßigem Erfolg Salbengemische vom Arzt. Seit Anfang 2012 haben sich jedoch meine Nägel verändert, 3 Fingernägel sind gelblich verfärbt und lösen sich vom Nagelbett ab.
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      Ich hätte auch von mir aus nie eine PSA vermutet, hätte ich nicht vor kurzem gelesen, dass Nagel-PSO ein Indikator für PSA sein kann. Meine Frage ist jetzt, ob diese Art von Schmerzen üblich sind für die PSA. Kann mir da jemand helfen?
      Liebe Grüße,
      pachingo
    • Alex H.
      By Alex H.
      ... ich bin der Alex und neu bei euch gelandet.

      Ich möchte euch an dieser Stelle von meiner Pso berichten und hoffe hier vielleicht etwas neuen Mut, Zuspruch und den ein oder anderen guten Tipp zur Behandlung bzw. bekämpfung der Krankheit mitnehmen zu können.

      Vorab möchte ich mich kurz entschuldigen, falls ich mich in dem Text überschlagen oder wiederholen sollte oder auch etwas auslasse. Evtl trage ich es nach, wenn es mir wieder einfällt. Ich versuche den Verlauf auf die Schnelle nach bestem Wissen wiederzugeben.

      Zunächst möchte ich euch kurz von mir erzählen. Ich bin der Alex, 20 Jahre alt, komme aus dem Ruhrgebiet und mache z.zT. eine Ausbildung bei der Bahn.
      Ich bin nebenbei noch bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig, bin ein Hobbyautoschrauber, Motorhead, Fotograf und ein Zocker
      Eigentlich ein sehr lebensfroher und lustiger Mensch gab es in den letzten zwei Jahren bei mir viele Tiefschläge, die meine Art mehr und mehr Richtung Zyniker gewandelt haben.
      So hat mich meine Freundin vor 1 3/4 Jahren etwas grundlos verlassen, ein sehr guter Freund ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen und viele Freunde sind verloren gegangen (weil weggezogen oder aus den Augen verloren) Habe in der Zeit viel getrunken und auch angefangen zu Rauchen.

      Als jemand der sich nicht so leicht unterkriegen lässt habe ich auch einfach weitergelebt und es gab auch wieder gute Zeiten. Doch seit etwa einem halben Jahr ist bei mir die Pso ausgebrochen.
      Zunächst konnte ich mit der geröteten Haut an den Ellenbogen nichts anfangen und habe mir auch nichts weiter dabei gedacht. Dass auch der Genitalbereich mit Pso betroffen ist, konnte ich mir damals auch nicht herleiten. Selbst als dort einzelne Stellen etwas "verkrustet" gewirkt haben, bzw die Haut im Genitalbereich einriss, habe ich mir dabei noch nichts gedacht (wusste ja nicht, was das sein soll) und habe es (bei den Ellenbogen ) eher auf mechanische Belastung durch Feuerwehr oder das Schrauben am Auto geschoben. Also Bepanthen genommen und immer schön eingeschmiert. Stutzig wurde ich, als die Stellen nach 4 Wochen immer noch nicht "verheilt" waren und sich Schuppen bildeten. Jedoch habe ich bedingt dadurch, dass ich immer denke, ich sei gesund, den Besuch beim Arzt auf die lange Bank geschoben. Aber nachdem meine familie mich mehrmals darauf hingewiesen hatte, was das denn da am Arm sei, bin ich doch zum Hausarzt gegangen. Der gab mir eine Überweisung für einen seiner Meinung nach guten Hautarzt. Einen Termin gabs natürlich erst 6 Wochen nach dem Telefonat. Das war dann so Ende Juli. Dort stellte mir der Arzt relativ schnell die Diagnose "Schuppenflechte" und verschrieb mir Psorcutan in einer relativ niedrigen Konzentration. (Nach meinem heutigen Wissen kann ich sagen, die Stellen sahen echt sch****e aus, da hätte definitiv was anderes hergemusst).

      Aber immer noch guter Dinge probierte ich die Creme aus. Doch auch nach ein paar Wochen war keine Besserung in Sicht, auch im Genitalbereich gab es keine Besserung. Also wieder einen Termin gemacht, wieder vergangen 4 Wochen bis Ende August Mittlerweile habe ich erfahren, dass die Pso bei uns in der Familie wohl vererbt ist. (Oma hat sie, Mutter hat sie) Allerdings haben die beiden nur kleine Stellen am Hinterkopf, die betroffen sind. Pso in diesem Ausmaß war ihnen nicht bekannt.

      Dieser nächste Termin war für mich sehr niederschmetternd und hat für mich persönlich Nachwirkungen bis heute.
      Nachdem ich pünktlich da war, musste ich 2 Stunden warten um dann ein Gespräch von 2 Minuten mit dem Arzt zu führen, welches mehr ein Vortrag seinerseits war.
      Er erklärte mir, die Pso sei nicht heilbar, ich könne vielleicht versuchen meine Ernährung umzustellen und solle versuchen Stress zu vermeiden. Außerdem solle ich lernen, mit der Krankheit zu leben. Er könne mir nochmals die Salbe aufschreiben, aber wenn das eh nichts gebracht hätte, würde das auch keinen Sinn machen.
      Auf Wiedersehen.

      MIt dieser Nachricht begab ich mich dann nach Hause und war und bin immer noch frustriert, so von einem angeblich so guten Hautarzt behandelt worden zu sein.
      Ich sehe ja ein, dass die Pso eine schwierige Krankheit ist, aber gerade als junger Mensch, der auf sein Aussehen achten möchte und bei dem auch auf das Aussehen geachtet wird, gerade wenn er wieder eine Freundin haben möchte, ist das halt schwierig. Natürlich kommt es auf solche Aüßerlichkeiten nicht an, aber erklär das mal den Mädels in meinem Alter, dass du Pso hast. Und dann noch im Genitalbereich. Jackpot.

      Nunja, die Wochen vergingen und es hat sich nichts geändert, ganz im Gegenteil, es wurde schlimmer. Seit etwa 6-8 Wochen ist auch der Kopf, die Ohren, der After, einzelne Punkte am ganzen Körper und in Ansätzen das Gesicht betroffen. Nachdem ich herausgefunden habe, dass ja wohl Sonne und Licht ganz gut sein sollen, habe ich mir gedacht, dass mein Cabrio mich im Sommer vielleicht "gerettet" hat, da ich sehr viel offen unterwegs war und das den Schub vllt. an diesen Stellen unterdrückt hatte. Ich habe verschiedene Cremes ausprobiert, u.A. Physiogel Creme, Linola Salbe und seit vorgestern Solventol Hydrocort. Letzteres scheint wohl zumindest im Genitalbereich leichte WIrkung zu zeigen, aber ich warte wie es sich entwickelt, denn auch die Physiogel Creme brachte erst Besserung die dann aber schlagartig stagnierte. Ich habe auch extra das Linola Shampoo und die Waschlotion, Status unverändert. Außerdem noch die mildeen med Soletinktur. Nichts davon brachte bis jetzt merklichen Erfolg.
      Die Stellen am Ellenbogen und am Körper sind noch die angenehmsten, die jucken wenigstens nicht. Doch am Kopf ist es ganz schlimm. Es juckt, schuppt und ist rot! Die Soletinktur brennt nur wie Zunder und das Shampoo bringt auch nichts irgendwie. Einmal hab ichs mit Olivenöl probiert, sah auch ganz gut aus nach dem Einwirken über nacht und dem waschen, aber schon am nächsten Abend sahs aus wie vorher.
      Im Genitalbereich kämpfe ich ebenfalls mit übelem Juckreiz, sowie richtigen Einrissen in der Haut. Diese werden aber seit vorgestern durch die Solventol Creme erträglicher und scheinen zurückzugehen.

      Eine Bekannte gab mir einen Tipp, wo noch ein guter Arzt zu finden sein soll. Einen Termin dort habe ich am 29.10. und hoffe es kommt etwas neues heraus, denn im Moment ist die Situation eher unerträglich. Ich traue mich nicht zum Frisör zu gehen, habe mir vorne die Haare etwas selbst geschnitten, damit es irgendwie geht. Ich muss aufpassen, dass nicht überall Schuppen herumfliegen, sieht ja auch nicht schön aus. Die Stellen am bzw im Ohr sieht man z.zT. durch die längeren Haare nicht, ist vllt auch ganz gut so. Da es wieder kälter wird und man längere Sachen tragen muss ist es ganz gut, dass die Stellen am Ellenbogen bedeckt sind, sieht auch nicht schön aus. Und da ich ja auch gerade keine Freundin habe, ist die Sexualität auch nicht so das Thema. Aber falls sich da doch mal etwas ergibt, wird es natürlich spätestens dann sehr unangenehm.


      Meine Fragen die ich jetzt habe klingen vielleicht etwas profan, aber ich habe so viele verschiedene Meinungen gehört, dass mich das doch verunsichert hat.

      - Kann man die Pso so in den Griff bekommen, dass sie zumindest im Genitalbereich und auf dem Kopf verschwindet oder so zurückgeht, dass vllt. nur eine Rötung zurückbleibt?
      - Habt ihr einen Tipp, welche Creme ich akut, also noch vor dem Termin nehmen könnte (rezeptfrei halt, außer Solventol)
      - Gibt es einen guten Trick, wie ich den Juckreiz auf dem Kopf stillen und die Schuppen reduzieren kann?
      - Soll ich die Haare kürzer schneiden lassen, fördert das evtl die Heilung oder ist das eigentlich egal? (Habe Angst, dass man die Stellen auf der Kopfhaut sonst so gut sieht)
      - Die Ohren sind als Brillenträger empfindlich, da die Bügel immer aufliegen, jemand gute Ideen oder Erfahrungen wie man damit umgeht?
      - WIe trage ich die Creme im Genitalereich am besten auf, sodass sie auch da bleibt wo sie hingehört? Mull drüber oder wie kann man das lösen?

      Das ist alles, was mir gerade so einfällt, ich hoffe ich überrenne euch nicht zu sehr.

      Bitte zögert auch nicht, fragen zu stellen, ich möchte mich daran beteilligen, erfahrungen zu sammeln und zu tauschen!

      Einen schönen Abend noch
      Alex

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