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... und noch eine Leidensgenossin mit vielen Fragen...


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Hallo zusammen,

 

ich freue mich sehr dieses Forum gefunden zu haben. Es gibt hier ja echt viele mit dieser Krankheit, was mir Hoffnung gibt bald besser damit zurecht zu kommen.

 

Erstmal kurz zu mir. Ich bin 28 Jahre, weiblich und habe bisher die Schuppenflechte nur auf der Kopfhaut mit Juckreiz. Die Diagnose Psoriasis habe ich seit ca. 4 Wochen. Musste dazu zu 3 verschiedenen Hautärzten um heraus zu finden, was es ist.

 

Der erste Arzt meinte es wären einfach nur hartnäckige Schuppen, beim zweiten war es ein seborrhoisches Ekzem und beim dritten Arzt wurde dann endlich die richtige Diagnose gestellt. Der Arzt hatte sich als erster mehr als 5 Minuten Zeit genommen. Er meinte ich solle die ersten 10 Tage Ecural-Lösung verwenden, damit es überhaupt erstmal abklingt.

 

Bisher ist nur der Hinterkopf betroffen, aber ich habe das Gefühl es breitet sich immer weiter aus. Erst war es nur in der Mitte im Genick, aber auch noch etwas vom Haaransatz entfernt, sodass man es auch bei einem Pferdeschwanz nicht gesehen hat. Mittlerweile kommt es schon in die Nähe des rechten Ohres, sodass es auch über den Haaransatz hinaus sichtbar ist. Ich habe lange Haare, was eine Behandlung echt anstrengend macht, da man mehr in die Haare als auf die Kopfhaut schmiert und auf dem Hinterkopf sieht man selbst so gut wie nix.

Auch mit einer Spiegelkonstruktion sehe ich nicht richtig wo die befallenen Stellen genau sind. Das Ecural macht mir momentan mein Freund drauf, aber ich muss das ja auch irgendwie alleine können, wenn er mal nicht da ist. Habt ihr da einen Tipp wie man mit Spiegel oder sonst wie das besser sieht?

 

Ich versuch es auch gerade mit Jojoba-Öl jeden zweiten Tag, quasi immer im Wechsel das Ecural und dann das Jojoba-Öl. Das in Kombination hilft auch super gegen den lästigen Juckreiz. Laut dem Arzt soll ich das Ecural aber nur ca. 10 Tage nehmen und in der Packungsbeilage steht, nicht länger als 3 Wochen anwenden.

Sobald ich aber damit aufhöre, kommen die roten Stellen sofort wieder und auch die Schuppen. Die Haut schwillt dann etwas an und zieht, juckt und schuppt. Ich arbeite aber auf einer Bank, sodass es wirklich ganz fürchterlich wäre, wenn ich auf der Arbeit zu "Frau Holle" mutiere und alles vollschneie... Aber in wenigen Tagen muss ich das Cortinsonzeugs ja absetzen und davor hab ich Angst, weil es dann wieder los geht...

 

Ich habe mich schon ein paar Stunden im Forum eingelesen, aber so wirklich weiter komme ich irgendwie nicht. Bin gerade etwas überfordert damit.

 

Wie geht man am besten als Neuling an die Krankheit heran? Testet man alles auf einmal oder alles nacheinander? Wie lange muss man eine Sache testen um sagen zu können, dass es hilft oder nicht? Quasi so eine ungefähre Richtung wie eine Woche oder 4 Wochen.

Der Arzt hat mir so ein Merkblatt mitgegeben, auf dem ein paar Sachen drauf stehen, wie Kaiser-Natron-Bäder, Fischöltabletten (wusste nicht mal das es sowas gibt), Vitamin D Preparate und ich solle doch mal meine Ernährung umstellen, also weniger Fleisch, Weizen und Zucker.

 

Entschuldigt wenn ich hier vielleicht etwas blöde Fragen stelle und hier einen mega langen Text schreibe, aber ich komme damit gerade nicht so gut zurecht und mit all den Informationen die ich hier im Forum gelesen habe. Mit PSA und Haarausfall und weiß der Geier nicht alles und vor allem das es eine nicht heilbare chronische Krankheit des Immunsystems ist!  

 

Bei mir in der Familie hat das bis auf meine Schwester keiner. Die hat es auch erst seit kurzem und sie hatte es auch im Gesicht. Habe total Angst es dort jetzt auch noch zu bekommen. Mit ihr habe ich aber keinen Kontakt, weswegen ich auch nicht nachfragen kann, ob sie was für sich gefunden hat was hilft.

 

Ich hoffe ich habe euch jetzt nicht genervt und danke euch schon mal im Voraus für eure Hilfe.

 

Ganz liebe Grüße

 

Gmork

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Hallo Gmork

Willkommen im Club. Nerven kannst du hier niemanden.

Wissen über die Krankheit ist sehr viel Wert. Das geht nicht von Heute auf Morgen.

Geduld ist das nächste was du brauchst. Hier sind viele Leute die die PSO Jahrzehnte haben.

Frag dich ruhig durch du wirst sicher einige Antworten kriegen die dir sicher helfen werden.

Mit den Medis ist das so eine Sache die du für dich probieren musst was dir hilft oder auch nicht.

Wichtig ist ein Hautarzt dem du Vertrauen kannst.

Du wirst das sicher schaffen. Ich hoffe wir werden noch viel von dir hören.

Gruss Donna

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Hallo Donna,

vielen Dank für den herzlichen Empfang hier im Forum.

Ich hoffe ihr könnt mir hier erste Tipps geben, wie ihr am Anfang eurer Krankheit zurecht gekommen seit. Die Diagnose war wie ein Hammer. Ich bin momentan ständig am Foren-Lesen und weiß gar nicht womit ich zuerst beginnen soll.

Normalerweise wenn man eine Krankheit hat, geht man zum Arzt und bekommt dann die passende Therapie dazu. Da es für diese Krankheit leider nicht "DIE" Behandlung gibt, die bei jedem hilft, ist das echt schwierig für sich heraus zu finden was gut für einen ist.

 

Wenn ihr diese Krankheit schon seit vielen Jahren habt, könnt ihr mir bestimmt auch sagen, ob man alleine mit Naturprodukten die Krankheit in den Griff bekommen kann. Oder muss ich immer wieder zwischendurch zur Chemiekeule greifen?

Mich würde daher sehr interessieren, mit was ihr über längere Zeit Erfolg habt bzw. wie lange diese Mittel bei euch helfen bis ihr wieder neue suchen müsst, da diese evtl. nicht mehr helfen.

 

Hat von euch bereits Jemand Erfahrung mit Kopfhaut-PSO und Solarium?? Kommt da die Sonne überhaupt richtig an die betroffenen Stellen, da die Haare ja drüber sind?? Ich gehe nämlich ab und an mal zum sonnen, aber in den letzten Jahren eher selten. Vielleicht hilft das ja, wenn ich das wieder öfter mache. Und nein, keine Angst, ich übertreibe es mit dem sonnen nicht. Das habe ich auch früher nie getan, da ich nicht wirklich braun werden wollte, sondern eher normale Gesichtsfarbe, da ich sehr sehr blass bin. So eine kränklich wirkende Blässe. Bin damals auch immer regelmäßig zum Hautscreening deswegen, zur Kontrolle.

 

Viele Grüße

 

Gmork

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Hallo Gmork

Es gibt auch Lichttherapien beim Hautarzt.Es gibt auch speziell einen Lichtkamm für den Kopf.

Das sind Sachen die man über die Krankenkasse verschrieben bekommt. Würde mich da

bei dem Hautarzt durchfragen. Mit Befürwortung von der Hautklinik habe ich den Lichtkamm

von der Krankenkasse für zu Hause bekommen.

Gruss Donna

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Hallo Donna,

 

wie gut hilft dieser Lichtkamm bei dir und wendest du nur diesen an oder noch was anderes? Wie schlimm hast du denn PSO wenn ich fragen darf?

Hast du einen Rat, wie man das Frisurtechnisch gut verstecken kann mit den Schuppen? :ph34r: Ich kann ja nicht immer weiße Klamotten anziehen, man sieht den "Schnee" ja auch auf meinem Stuhl und in den langen Haaren .... :( und es kündigt sich immer mit starkem Juckreiz an, wenn es wieder schlimmer wird.

 

Wie lange probierst du eigentlich ein Mittel aus um zu wissen ob es hilft oder nicht? 2 Wochen oder länger?

 

Danke für den Ratschlag mit dem Lichtkamm. Ich werde es beim nächsten Termin beim Hautarzt ansprechen.

 

Ich glaube das mit dem Jojoba-Öl ist gar nicht so schlecht. Zumindest habe ich das Gefühl, dass es der Haut generell sehr gut tut. Kann man auch gut auswaschen. Kann man das Jojoba-Öl noch mit was anderem mischen, was noch zusätzlich hilft? Ich lasse das immer über Nacht einwirken und schlafe dann einfach auf einem Handtuch.

 

Fragen über Fragen ...

 

Grüße

Gmork

Edited by Gmork
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Hallo Gmork

Ich habe nicht nur die PSO sondern auch die PSA. Ich bekomme deswegen Stelara gespritzt.

Dafür musst du aber schon einen langen Leidensweg hinter dir haben und alles durchprobiert haben.

Durch die Spritzte bin ich momentan von der PSO syntomfrei. Ist aber schon ein Hammermedi.

Der Lichtkamm ist eigentlich für den Kopf gedacht ,man kann ihn aber sicher auch für kleinere Stellen nehmen.

Für den Körper ist eigentlich die Kammer gedacht.Beim meiner Hautärztin konnte ich da 2 mal die Woche hin.

Zahlt aber auch die Krankenkasse.

Das mit dem Cremen muss man probieren was man verträgt. Da ist jeder anders.Geduld muss man da schon haben.

Ich vertrage die Cremes mit Ringelblume und Aloe Vera recht gut ,wenn dir das Jojobaöl hilft würde ich es weiter benutzten.

Gruss Donna

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Kringelblümchen

Hallo Gmork,

 

herzlich Willkommen auch von mir! :)

 

Ich habe die Schuppenflechte u.a. auch auf dem Kopf, da hat es bei mir damals (mit 19 Jahren..) auch angefangen mit einer kleinen Stelle am Hinterkopf. Bis bei mir die Diagnose stand ging auch das eine oder andere Jahr ins Land, aber mich hat sie nicht so geschockt, ich war froh, dass ich endlich wusste, was das ist! Allerdings gab es damals noch nicht so viel Dr. Internet, der einen mit der Überfülle an Informationen verunsichern kann. ;)

 

Mein Rat erstmal: keine Panik. Hilft eh nix. Denk nicht daran, was noch alles kommen könnte. Ist nicht ganz leicht, ich weiß, aber versuch es.

 

Dann: es ist richtig, die Kortisonlösung ist nicht für den Dauergebrauch bestimmt, jedenfalls nicht täglich. Bei Kortison ist es aber wichtig, es auszuschleichen, also von täglich auf alle 2 Tage auf alle 3 Tage... jeweils für etwa den gleichen Zeitraum reduzieren. Damit sollte es dann keine schnelle Verschlechterung ("Rebound Effekt") geben. Wenn nichts anderes hilft, kann man Kortisonlösungen auf dem Kopf auch über einen längeren Zeitraum anwenden, dann meist so 2x/Woche.

 

Gegen den Juckreiz kämpfe ich auch immer wieder, der ist das Schlimmste... wenn Dir das Jojobaöl hilft, nimm es weiter. Auch Solelösungen können Abhilfe schaffen.

 

Was das Auftragen am Hinterkopf angeht: ich mach das nach Gefühl. Ich spüre ja, wo es juckt und schuppt und rot ist. Eventuell wird vorher kurz im Spiegel gecheckt, wo die Areale liegen, und dann der Kopf nach vorne geneigt, die Flasche mit der Lösung in der einen Hand, mit der anderen fühle ich die Kopfhaut ab und reibe die Lösung ein. Geht am besten mit einer Flasche mit ganz dünner Tülle. Aber schöner ist es, wenn es jemand anderes macht, und die Lösung ist dann auch ergiebiger.

 

Den Lichtkamm hatte ich auch mal, der hat auch gut geholfen und ist gut, wenn man nur den Kopf behandeln muss.

 

Ich selber habe die PSO leider nicht nur mit "natürlichen Mitteln" in den Griff bekommen, aber einen Versuch ist es wert. Ob etwas wirkt, entscheide ich relativ schnell - Juckreiz sollte sich sofort bessern, für die Entzündung und Schuppung gebe ich den Mitteln meist ca. 1-2 Wochen. Ich bin allerdings eher der ungeduldige Typ. ;)

 

Und schließlich zum "Schnee", den man überall hinterlässt: das ist, zusammen mit dem Juckreiz, mein Depri-Thema Nr. 1, wenn es wieder schlimm ist. Dann trage ich fast nur helle oder stark gemusterte Kleidung, meine Möbel sind u.a. farblich danach ausgesucht, weil ich kein Bock habe, ständig zu saugen, und ein kleiner Handsauger wurde auch angeschafft. Im Büro hab ich jetzt eine Fusselrolle deponiert, damit ich meinen - dunklen - Bürostuhl mal abrollern kann, wenn es zu viel ist, und diese Wischbewegung auf dem Tisch ist auch ein Automatismus geworden. ABER: das sind Phasen. Wenn die Entzündung weggeht, hört das Jucken auf, gleichzeitig schuppt es weniger, weil man weniger kratzt. Leider dauert es eine Weile, bis man sich mit dem allen zumindest soweit abfndet, dass es einen nicht dauernd beherrscht. Aber Du schaffst das! Und im Übrigen: Die meisten Menschen gucken einen nicht sehr genau an. Die Schuppen auf den Schultern sehen sie, aber nicht die roten Stellen am Haaransatz oder unter den Haaren. :)

 

Du scheinst ja jetzt einen guten Arzt gefunden zu haben, bleib auf jeden Fall in Behandlung und frag ihn auch alles, was Dir einfällt! Da es sich bei dieser Krankheit nunmal um einen "Dauerbrenner" handelt, ist es sehr wichtig, ein gutes Verhältnis zum Dermatologen zu haben, damit man sich vor den Arztbesuchen nicht drückt und auch schnell die nötige Behandlung bekommt. Denn unbehandelt, ist meine Erfahrung, wird es leider nicht besser.

 

Dir erstmal alles Gute!

 

Liebe Grüße vom
Kringelblümchen

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Hallo Kringelblümchen,

 

vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Das hilft mir sehr. Ich glaube mich nimmt das so sehr mit, weil momentan eine Sache nach der anderen kommt. Kaum hat man etwas weg, kommt das nächste. Ich weiß auch das es nicht gerade förderlich für die PSO ist, wenn man sich darüber so viele Gedanken macht, aber ich zerbreche mir auch bei anderen Dingen gerne den Kopf und grübel viel. Aber bei so netten Mitgliedern schöpfe ich neuen Mut.

 

Das mit deinen Medikamenten die du gerade bekommst, hört sich ja echt fies an. Ich drück dir die Daumen das es dir lange hilft und du es vielleicht mal gar nicht mehr brauchst. Und ich jammer hier schon wegen meiner Kopfhaut rum.... :unsure: *schäm*

 

Ich werde das Kortisonzeug dann wie du sagst langsam ausschleichen lassen. Auf einen Rebound-Effekt habe ich nämlich keine Lust.

Bei dem Hautarzt war ich bis jetzt nur ein mal. Bei ihm bekommt man den nächsten Termin immer recht spät, was glaube ich ein gutes Zeichen ist. Dann wird er bestimmt gefragt sein...hoffe ich ;) Der Lichtkamm wird dann beim nächsten Termin gleich zur Sprache gebracht. Aber nochmal zu meiner Frage wegen des Solariums. Meinst du das könnte zusätzlich etwas helfen bzw. vorbeugen für neue Stellen?

 

Er hat auch was von Fischöltabletten gesprochen. Hatte vorher bis dato noch nichts davon gehört. Klingt echt eklig, aber er meinte das nimmt er schon seit Jahren und hätte damit sogar seinen Bluthochdruck in den Griff bekommen und gab mir den Tipp das mal zu probieren. Habt ihr davon schon mal was im Zusammenhang mit PSO gehört?? Die Tabletten sind echt teuer. Auch Vitamin D Mangel wäre laut dem Arzt schlecht für die PSO. Werde demnächst mal einen Bluttest beim Hausarzt machen lassen um meinen Vitamin-D-Speicher testen zu lassen.

 

Habe am Sonntag auch mal ein Totes-Meer-Salz Bad genommen. Das stand auch auf der Liste vom Arzt. Fand aber das meine komplette Haut danach sehr trocken war. Musste mich von Kopf bis Fuß erstmal richtig einbalsamieren und natürlich wieder Jojoba-Öl auf den Kopf. Ich dachte immer die Haut solle man mit Feuchtigkeit beruhigen und nicht weiter austrocknen. Oder hab ich da was falsch verstanden?

 

Ein ganz liebes Dankeschön für die bisherigen Antworten. Ich hoffe ihr habt noch ein paar Tipps für mich auf Lager, die ich demnächst ausprobieren kann.

 

Ganz liebe Grüße

Gmork

Edited by Gmork
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Hallo Gmork

Falls du die Lichttherapie vom Hautarzt bekommst würde ich das mit dem Solarium zusätzlich lassen.

Mehr hilft immer nicht mehr.Das ist meine persönliche Meinung musst du aber selber wissen oder mal

mit dem Hautarzt besprechen.

Gruss Donna

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hallo, Gmork -

 

du hast hier so viele Tipps bekommen - ich meine, ein Arzt deines Vertrauen ist wichtig -

 

mache dich nicht verrückt - in dem du fragst - wenn ich dieses oder jenes mache - hilft das usw.usw. -

 

jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente - leider musst du sehr viel Geduld aufbringen und sicherlich viele Medikamente ausprobieren - das ist die Realität -

 

ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen -

 

nette Grüsse sendet - Bibi -

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Kringelblümchen

Hallo Gmork,

 

ja, das ist immer Mist, wenn alles auf einmal kommt, und dann noch sowas Blödes wie die Pso... Brauchst Dich nicht zu schämen, auch wenig Befall kann schon sehr belastend sein, besonders, wenn das alles noch so neu ist. Aber andersrum - sei froh, dass Du es 1. relativ spät im Leben und 2. nicht so stark abbekommen hast! :) Ich bin nur heilfroh, dass ich eine in der Hinsicht unbelastete Kindheit und Jugend erleben durfte.

 

Solarium - also, bei mir bringt das gar nix, nicht genug UVB. Andere berichten über Besserung - Versuch macht kluch! Allerdings, wie Donna schon schreibt - entweder Lichttherapie ODER Solarium, sonst wird das zu viel, denke ich.

 

Vitamin D - Spiegel testen ist sicher sinnvoll, steht auch noch auf meiner Liste. Die Fischöltabletten sind Kapseln, Omega-3 und-6 Fettsäure in hochkonzentrierter Form. Auch so ein Tip, den ich auf der Reha in Bad Bentheim bekommen habe - kann helfen, muss aber nicht. Bei mir leider Fehlanzeige. Und eklig sind die nicht, außer sie gehen Dir in einer Tasche kaputt, dann riecht's fischig... ich spreche da aus Erfahrung. ;) Ansonsten werden sie einfach runtergeschluckt und gut. Gibt es relativ preiswert in der Drogerie.

 

Und zum Salzbad: stimmt, es trocknet die Haut aus, aber das Salz wirkt auch gegen die Entzündung und den Juckreiz. Man sollte nicht länger als 10 Minuten im Salzwasser dümpeln, dann abduschen und eincremen, hast du also richtig gemacht. Totes Meer Salz klingt dabei toll, ist aber eigentlich unnötig - Salz ist Salz, und da tut's auch das Haushaltssalz für 19 Cent aus dem Supermarkt. Kannst auch noch einen Liter Milch und einen Schuss Olivenöl mit ins Badewasser geben, das pflegt und trocknet die Haut nicht so aus. Ach, hätt ich eine Badewanne... ;)

 

Die liebe Bibi hat schon Recht, mach Dich nicht verrückt, aber wenn Du weitere Fragen hast - immer her damit. Hier gibt es einen unendlichen Erfahungsschatz... :daumenhoch:

 

Liebe Grüße vom

Kringelblümchen

 

 

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Danke für eure Hilfe. Hätte nicht gedacht so schnell so viele gute Tipps zu bekommen. Ich denke auch in ein paar Wochen komme ich besser damit zurecht. Nur jetzt gerade ist es etwas viel auf einmal.

Normalerweise bin ich da besser in Sachen Geduld....kommt aber bestimmt wieder mit der Zeit. :)

 

Da es ja viele Wege nach "Rom" gibt, wollte ich erstmal erfragen welche ihr so zuerst gegangen seit. Wollte nicht die exotischsten Dinge zuerst ausprobieren, die ich zufällig in Foren lese.

 

Alles auf einmal kann ich ja auch nicht probieren, da ich sonst nicht weiß was davon hilft, wenn etwas hilft. Also versuche ich mir jetzt zuerst die Mittel heraus zu suchen, die am häufigsten bei anderen PSO-Leidenden geholfen haben. Natürlich erstmal bevorzugt so wenig Chemie wie möglich. Quasi freiverkäufliche Sachen.

 

Bisher steht folgendes auf meiner To-Do-Liste:

 

- beim Hausarzt den Vitamin-D-Speicher ermitteln lassen und ggf. diesen wieder auffüllen

- weiterhin mit Jojoba-Öl einschmieren und schauen ob das auch nach dem kompletten Ausschleichen des Kortisons was bringt

- Kokosöl als Alternative zum Jojoba-Öl oder im Wechsel

- die Salzbäder werde ich demnächst mit normalem Speisesalz, Milch und Olivenöl ausprobieren (danke nochmal für den Tipp Kringelblümchen :daumenhoch: )

- den Hautarzt werde ich nach dem Lichtkamm befragen

 

 

Wie oft sollte man diese Salzbäder denn machen? Einmal die Woche? Will es ja jetzt auch nicht übertreiben. Wenn es aber nur hilft, wenn es z.B. wöchentlich angewendet wird, dann wäre es schon gut zu wissen :daumenhoch:

 

Ich verwende momentan noch normales Duschgel, da ich am Körper keine Probleme habe. Sollte ich da vorsichtshalber auch lieber was mildes nehmen, um es nicht zu provozieren?

 

Bisher wurden nur alle Shampoos von mir verbannt und ich verwende momentan nur noch das medizinische Shampoo von Lactel Nr. 6 Ichthyol Shampoo mit 10% Urea. Es hat zumindest nichts schlimmer gemacht, also nehme ich es erstmal weiter...auch wenn es teuer ist.... <_<

Hatte auch kurz das Lactel Nr. 4 Teer-Shampoo, aber mein Hautarzt meinte ich solle doch wenn möglich auf Teer-Mittel verzichten, da diese auf längere Zeit krebserregend sein können. Daher wurde das Shampoo sofort von mir entsorgt.

 

Ich habe sehr lange Haare und die brauchen eigentlich viel Pflege. Jetzt habe ich wegen der PSO erstmal alle Pflegeprodukte weg gelassen um nichts zu reizen. Seitdem sind meine Haare sehr schlecht zu kämmen und sie fliegen im trockenen Zustand extrem. Als hätte ich in eine Steckdose gegriffen. Sie lassen sich auch nicht mehr so gut stylen. Hatte sonst immer ein Shampoo vom Friseur + Sprühconditioner und ab und zu ein kleines bisschen Haarschaum, wenn es mal aufwendiger gefönt werden sollte. Eine Haarkur natürlich auch alle 2 Wochen.

Habt ihr einen milden Conditioner und eine Kur oder sowas, mit dem ihr auch trotz PSO gute Erfahrungen gemacht habt? 

 

 

Vielen vielen Dank für eure Geduld mit mir. Ich habe immer so viele Fragen... :unsure: Aber dank euch finde ich mit Sicherheit wesentlich schneller meinen Weg, als ganz auf sich alleine gestellt. Gott sei dank hat Jemand mal das Internet erfunden... :cool:

Edited by Gmork
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Hallo Gmork,

herzlich willkommen hier im Forum. :) 

Kokosöl kann man ganz gut als Kur benutzen, es pflegt die Kopfhaut und die Haare und entschuppt dabei auch ganz gut, ist aber nicht so schwer. Macadamiaöl mag ich fast noch lieber, aber da würde ich mich an Deiner Stelle einfach mal durchprobieren. Sesam soll auch toll sein, wieder andere schwören auf Olivenöl, weil es so reichhaltig ist. Kommt aber auch auf Deine Haare an. Meine sind relativ fein, deswegen komm ich mit leichten Ölen besser klar. Bei dicken oder sehr trockenen ist evtl. Olive wirklich am besten. Am besten über Nacht einwirken lassen, da haben Haut und Haare am meisten davon.

 

Liebe Grüße

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  • 9 months later...

So, ich habe nun einige Monate herumprobieren hinter mir und kann sagen, dass ich so gut wie beschwerdefrei geworden bin.

Ich hatte ja auf meiner To-Do-Liste die Bestimmung des Vitamin-D-Wertes im Blut und dies schien der ausschlaggebende Punkt gewesen zu sein. Ich hatte laut Befund einen leichten Mangel. Der Arzt hat mir Vitamin-D-Tabletten verschrieben, die ich jeden zweiten Tag nehmen soll. Nach ca. einem Monat Einnahme, hat sich mein Hautbild am Kopf deutlich verbessert. Von Woche zu Woche wurde es besser und jetzt ist es schließlich so gut wie weg. Ganz weg ist es nicht, ich merke alle 4 bis 6 Wochen wie es anfängt an den bekannten Stellen leicht zu jucken und manchmal auch zu schuppen. Dann macht mein Lebenspartner direkt Ecural auf die betroffenen Stellen und das ca. 3 oder 4 Tage lang jeden Abend vorm schlafen gehen. Dann ist es auch gleich wieder weg.

Für mich ist das ein super Ergebnis. Wenn ich nur alle paar Wochen ein bisschen Kortison drauf machen muss und sonst nix, kann ich damit super leben.

Ich benutze auch wieder normales Shampoo, aber im Wechsel mit einem Teebaum-Öl-Shampoo (Tebasan). Das beruhigt die Haut.

Pflegespülungen lasse ich so gut wie immer weg. Ich wasche nur noch mit Shampoo und sprühe danach mit einer Spühspülung von Gliss-Kur ab der Mitte der Haare bis in die Spitzen. So bleibt der Ansatz und die Kopfhaut verschont und die Haare lassen sich dennoch super durchkämmen und stylen.

 

 

Mein Hautarzt ist wohl auf Psoriasis spezialisiert. Er hatte ein Merkblatt zur Hand mit allen wichtigen Auslösern, woher es kommen könnte. Da stand auch das mit dem Vitamin-D drauf. Daher bin ich da auch erst drauf gekommen.

 

Ich werde demnächst eine Weiterbildung machen und die wird wohl sehr anstrengend und auch stressig. Da wird sich dann zeigen, ob es durch Stress schlimmer wird oder nicht. Ich hoffe einfach das nichts passiert und alles so bleibt.

 

Ich hoffe ich konnte dem/der ein oder anderen hiermit weiterhelfen.

 

Viele Grüße

GMORK

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Kringelblümchen

Hallo GMORK,

 

das ist ja super! Durch Dein gutes Ergebnis werde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall auch meinen Vit D Spiegel testen lassen, endlich mal.

 

Dir wünsche ich weiter alles Gute und drücke die Daumen, dass es in der Stressphase nicht schlimmer wird.

 

Schöne Grüße vom

Kringelblümchen

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  • 1 year later...

Hallo zusammen,

wollte euch mal ein Update geben, wie es mittlerweile mit meiner Schuppenflechte am Kopf aussieht.

Nach ca. einem Jahr Einnahme von Vitamin-D-Tropfen (4.000 IE am Tag) und zusätzlich Vitamin K2 hat sich mein Wert von 13 auf 29 verbessert. Laut den Richtwerten des Labors ist ein Mangel unter 10, eine Unterversorgung von 10 - 30 und eine normale Versorgung von 30 - 100. Ich bin also mittlerweile gerade so an der Grenze von der Unterversorgung in die normale Versorgung. Die Tropfen nehme ich natürlich weiter, gerade jetzt im Winter, damit ich mal in einen akzeptablen Bereich komme.

Geändert hat sich mit dem Anstieg des Wertes aber schon einiges. Ich habe seit ca. 3-4 Monaten keine Schuppenflechte mehr auf meinem Hinterkopf *auf Holz klopf* und hoffe das es dabei bleibt. Zudem friere ich kaum noch und eigentlich bin ich als DIE Frostbeule schlechthin bekannt. Man ist auch nicht mehr so müde. Vitamin-D-Mangel ist also für einiges verantwortlich und auch eine Unterversorgung, wie bei mir, hat schon große Auswirkungen.

Ich benutze auch mittlerweile wieder ganz normales Shampoo und wieder Spülung. Auch beim Fönen der Haare achte ich nicht mehr darauf den Hinterkopf auszulassen. Wie gesagt, momentan bin ich Beschwerdefrei.

Es wird wahrscheinlich nicht bei jedem Schuppenflechte-Geplagten helfen, wenn man Vitamin D einnimmt. Aber ein kleiner Check beim Hausarzt wie die Werte sind, kann nicht schaden. Wer also einen schlechten Vitamin-D-Wert hat, sollte auf jeden Fall etwas daran ändern. Es kann wirklich helfen, auch bei anderen Beschwerden. Es hängt wohl viel mit diesem zusammen.

 

Ich hoffe mein Update hilft euch weiter.

Wünsche euch noch eine schönes Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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    • Ph.Ott.ER
      By Ph.Ott.ER
      Hey alle zusammen,
      da ich, nach meiner gestrigen Untersuchung, einen einwöchigen Aufenthalt in der Bielefelder Universitätsklinik verschrieben bekam, wollte ich mich hier einmal erkundigen ob jemand von euch schon Erfahrungen sammeln konnte? Meine Schuppenflechte verteilt sich mittlerweile über den ganzen Körper, die einzige Ausnahme dabei bilden die Füße. Da sich der größte Herd auf meinem Kopf befindet soll mir wohl ein Turban, so nannte es der Chefarzt, aufgesetzt werden.
      Da ich ein völliger Neuling bin, und mich deshalb erst seit gestern mit der Krankheit auseinandersetze, bin ich froh über jegliche Form der Information und Erfahrung von euch.
       
      Mit besten Grüßen
    • Oversa
      By Oversa
      Hallo ihr Lieben!
      Ich habe eine Frage an euch. Die Diagnose, die ich kenne, ist Rosazea.
      Ich habe vor ca. 3 Wochen ein Jucken an der rechten Wange verspürt. Leider habe ich etwas gekratzt und dann ist 1-2 Tage später eine fette Entzündung entstanden, die aussah wie ein riesiger Pickel.
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      Kennt ihr ähnliche Verläufe/Symptome von Schuppenflechte?
      Ich habe ehrlich gar keine Lust, Rosazea und Schuppenflechte im Gesicht zu haben. Bin ja froh, dass ich die Rosazea seit über 1 Jahr im Griff habe.
      Herzliche Grüße,
      Oversa
    • pachingo
      By pachingo
      Hallo allerseits :-)
      zunächst möchte ich euch eine Kurzgeschichte über meinen Krankheitsverlauf geben:
      Angefangen hatte es 2008, nach etwa einem Jahr war fast jedes Körperteil mit Schuppenflechten befallen, außer Rücken und Nägel. Am schlimmsten waren Ellbogen, Unterschenkel und Kopfhaut. Ab Mai 2011 folgte die Einnahme von Fumaderm Initial, kurze Zeit später der Umstieg nach Plan auf die blauen Fumaderm. Ab 1-0-1-Dosierung ergaben sich deutliche Besserungen, ich bin bis heute auf 1-1-1-Dosis ohne Nebenwirkungen. Meine Haut ist nicht beschwerdefrei, aber mit den übrig gebliebenen Stellen an den Unterschenkeln kann ich sehr sehr gut leben. Lediglich auf die Kopfhaut hat sich Fumaderm nicht ausgewirkt, hierfür verwende ich mit mäßigem Erfolg Salbengemische vom Arzt. Seit Anfang 2012 haben sich jedoch meine Nägel verändert, 3 Fingernägel sind gelblich verfärbt und lösen sich vom Nagelbett ab.
      Nun zum eigentlichen Thema.. Ich leide seit einiger Zeit unter, wie ich finde, "kuriosen" Schmerzen im linken Knie. Ich bin Fußballer und hab sowieso hier und da mal mit "Wehwechen" zu kämpfen, allerdings glaube ich nicht, dass die Schmerzen im Knie vom Sport stammen, da ich während der Bewegung und z.T. schwieriger Belastung keinerlei Schmerzen empfinde.
      Vielmehr merke ich die Schmerzen, wenn ich mein Bein in gebeugter Stellung stillhalte und nicht ausstrecke. Dies ist so schlimm geworden, dass ich keinen Schaltwagen mehr fahren kann, da die Belastung des Kuppelns und die Beugung des Knies einen Höllenschmerz auslösen.
      Leider fühle ich mich mit dem Thema bei vielen nicht ernstgenommen. Natürlich war ich bereits beim Orthopäden, aber selbst ein MRT hat ihm kein Aufschluss über die Schmerzursache gegeben. Stattdessen werde ich mit "Knie schonen" und "Belastungspausen" vertröstet - dabei ist Bewegung die einzige Möglichkeit, bei der ich keinen Schmerz empfinde.
      Ich hätte auch von mir aus nie eine PSA vermutet, hätte ich nicht vor kurzem gelesen, dass Nagel-PSO ein Indikator für PSA sein kann. Meine Frage ist jetzt, ob diese Art von Schmerzen üblich sind für die PSA. Kann mir da jemand helfen?
      Liebe Grüße,
      pachingo

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