Jump to content

Recommended Posts

lorenzkevin1

Hallo liebe Leute,

 

ich bin 21, und habe Psoriasis seit mehr als einem Jahr fast überall an der Kopfhaut und Augenbraue( mit teilweise großen Schuppen), bzw teilweise Rücken, Leistengegend und im Analbereich.

 

Ich habe mit meiner Hautärztin viel hin und her probiert. Von Prednicarbat ging es zu Soderm Lotio bis nun Clarelux plus Daivonex. (Alles nur für die Kopfhaut und Augenbrauen). Für die Leistengegend und Analbereich hatte ich in Akutphasen, wo die Flechte dann auch geblutet hat, Lotricomb benutzen sollen. Leider hatte Lotricomb wegen des Cortisons bald Nebenwirkung, so dass die Haut dünner wurde und ich dies bei jedem Stuhlgang merkte. Daraufhin bekam ich eine selbstzusammengestellte Salbe, die pflanzlich ist, aber nicht wirkt. Auch auf dem Kopf wird es mit Clarelux und Daivonex nicht besser und es beginnt nach spät. 5 Tagen die Schuppenbildung.

 

Nun habe ich von einem Kollegen, der auch Psoriasis in der Größenordnung und auch viele Rückfälle hat, erfahren, das er systemisch mit Fumaderm behandelt wird. Eine systemische Behandlung wurde noch nie seitens mir oder meiner Hautärztin angesprochen. Da die Cremerei aber ein hoher Aufwand ist und trotzdem zu Rückfällen führt, wollte ich eure Meinung mal wissen, ab man der Hautärztin, das von meinem Kollegen erzählen sollte und sie frage sollte, wie sie zur systemischen Therapie steht bzw. es Sinn macht?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Kevin

Link to post
Share on other sites

HildeGruber

Hallo Kevin,

 

also Medis bekommt man meiner Erfahrung nach  bei einer bestimmten prozentuellen Beteiligung der Haut. Ich habe auch mal vor Jahren als es bei mir ganz schlimm war (nach Kriterium war es mittleschwer bis schwer) also Beteiligung der ganzen Darmbeingegend, Rücken und Unterarme/Hände Neotigason für fast 4 Monate bekommen. Was geholfen hat aber auch ein Teufelszeug ist. Innerhalb kürzester Zeit sind meine Leberwerte hoch, Haut und Haare wurden dünner. Ich war dann auch wieder froh als es abgesetzt worden ist. Also die Tabletten sich nicht ohne.

 

Liebe Grüße Hilde.

Link to post
Share on other sites

Hallo Kevin

Wie Hilde schon schrieb sind diese Medis sicher nicht ganz ohne.Ich kann auch deinen Leidensdruck verstehen.

Würde mich mit sicher eine zweit Meinung einholen und im Notfall auch mal in eine Akutklinik gehen.

Hast du in der Nähe eine Haut und oder eine Uniklinik. Die sind da immer sehr gut drauf auch um noch eine

Meinung einzuholen.

Gruss Donna

Link to post
Share on other sites

Ich habe von Geburt an die Pso inversa im Analbereich und inzwischen wende ich nur noch eine ayurvedische Creme und Seife Psorolin an - zum ersten Mal seit 40 Jahren ist die Pofalte vollständig zu und es ist nur noch ein leichter, rötlicher Strich auf der Haut zu sehen. Die Pso vulgaris auf der Kopfhaut behandle ich mit der Seife (wasche mir damit die Haare + Meersalzshampoo), an den Ellenbogen creme ich abends ganz wenig, meine Nagelpsoriasis pflege ich ebenso abends mit einer dünnen Schicht Psorolin (+ Handschuhe über Nacht) und für die Pso inversa habe ich eine zweite Seife und wende ebenso wenig Creme an. Ich habe Lebensmittel entdeckt, welche meine Pso verstärken und lasse sie nun konsequent weg. Natürlich sieht man meine Pso-Stellen, aber ganz ehrlich ? Das ist mir ziemlich wurscht, die Pso gehört zu mir dazu und verstecken muss ich mich nicht. Meine Familie und meine Freunde wissen Bescheid und die sehen darin schon gar nichts Schlimmes mehr. Seit 40 Jahren geht es bei mir ohne schwere Medikamente.

 

Ich denke, dass es natürlich der "einfachste" Weg um die Cremerei herumzukommen ist, ein Immunsuppressiva einzunehmen, aber ob es denn dann auch tatsächlich hilft steht auf einem anderen Blatt. Es kann nämlich sein, du nimmst es ein und deine Pso bleibt wie sie ist oder es entsteht sogar woanders ein neuer Herd. Deine Organe merken sich so eine Einnahme und dein Immunsystem liegt richtig auf der Nase (sonst wäre es ja kein Immunsuppressiva) was extreme Auswirkungen wie z.B. Dauerinfekte oder sogar die Entstehung von Krebs zur Folge haben kann.

 

Hast Du dich den bereits online informiert über die Funktion eines Immunsuppressivas bzw. über die Nebenwirkungen der systemischen Therapie?

Als Anwender trägst du ja ganz alleine die Folgen und Konsequenzen.

 

Liebe Grüße

Link to post
Share on other sites

Hallo,

man muss hier aber schon mal festhalten, dass die Rede ursprünglich von Fumdaderm war, was zwar auch im Immunsystem wirkt, aber kein Immunsuppressivum dieser Art ist. Es ist ja deswegen auch bei mittlerem Befall zugelassen und das Mittel erster Wahl, wenn es um einen ersten systemischen Versuch geht.

 

Ich denke, es ist auch eine Frage des Leidensdrucks. Das Blut muss engmaschig kontrolliert werden, aber sofern es die Bluwerte nicht negativ beeinflusst (hat es bei mir über Jahre nicht), birgt es kaum Gefahren der Langzeitschädigungen. Aber die Nebenwirkungen (Flush, Durchfall, Magenkrämpfe) sind dennoch nicht ohne und einem muss klar sein, dass man Pso-Medikamente tendenziell für immer nehmen muss, weil es eben nicht heilbar ist.

 

Ich nehme Fumaderm gerade wieder (nach mehreren Jahren Pause) seit einem guten Monat und schön ist das nicht, aber der Stand meiner Haut ist so schlimm, dass ich ihn liebend gern gegen ein paar Krämpfe eintausche.

 

Es ist also keine schnelle und unkomplizierte Lösung, von der man nur Besserung merkt. Aber es spricht überhaupt nichts dagegen, mit der Ärztin darüber zu reden. Ihr müsst abwägen, ob es dir das wert ist und ob es stark genug ausgeprägt ist. Ich bin mit Cremes und Bestrahlung auch nie weiter gekommen, es wurde nur mehr und mehr und da war Fumaderm meine Rettung.

 

LG

Link to post
Share on other sites

@amb

 

Woher stammt deine Info, dass Fumaderm kein Immunsuppressiva ist ? Von deinem Arzt ? Die verschweigen das nämlich gern wenn man nicht selbst danach fragt. Nun, es ist und bleibt leider ein Immunsuppressiva wie z.B. MTX. Und leider kann man das Immunsystem bisher noch nicht "nur ein bisschen ausschalten".

 

Fumaderm ist zwar das erste Mittel der Wahl, aber es gibt viel zu wenige klinische Studien über die Wirksamkeit. Leider. Wie bei so vielen Medis... Frag deinen Arzt nach den Lanzeitstudien über die Wirksamkeit - da bin ich mal gespannt, was er dir dann vorzeigt und erzählt. Halt uns auf dem Laufenden - das würde mich interessieren :-) Das mit den wenigen Gefahren einer Langzeiteinnahme wäre auch zu beweisen - gerne mehr schriftliches Material von deinem Arzt.

 

Natürlich kann man mit seinem Arzt/Ärztin darüber reden, aber da muss dann eben auch die Info vom Arzt auch gut informierend sein und nicht nur "das ist das Mittel der Wahl". Der Arzt hat dann nicht die Nebenwirkungen oder die kaputten Organe, sondern das sind wir.

 

:-)

 

Liebe Grüße

Link to post
Share on other sites

Irgendwie verstehe ich amb nicht ganz.

Im Eingang schreibt er, was unsere Meinung zu Fumaderm ist. HLA hat hierzu vernünftig geantwortet. Und in Beitrag #5 schreibt er, daß Fumaderm die Rettung ist. Dann ist doch gut so? Wenn er meint, es ist die Rettung. Ich nehm so ein Zeug schon lange nichtmehr. Hatte Fumaderm und auch MTX. War eine einzige Katastrophe.

Edited by Harley48
Link to post
Share on other sites

Also ich bin weiblich und habe mich hier nur einmal zu Wort gemeldet, Harley ;)

 

Ansonsten habe ich ja nie gesagt, bei Fumaderm handele es sich um völlig unproblematische Bonbons, die das Leben schön machen und keine Gefahren bergen; ich wollte es nur etwas relativieren und von den noch kritischeren Medikamenten abgrenzen. Das sind einfach zwei Paar Schuhe. Klar ist auch, dass es nicht jedem hilft und manchen schadet. Was die überschaubaren Langzeitschädigungen betrifft: Wie gesagt, unter Maßgabe eines normalen Blutbildes, das dringend regelmäßig erstellt werden muss.

Darüber hinaus wirkt es u.a. immunmodulierend, ist aber tatsächlich kein Immunsuppressivum, wie ohne Mühe zu recherchieren ist. Im Rahmen von Pso-Medikamenten wird der Wirkstoff schon verhältnismäßig lang und viel eingesetzt, was die Studiendichte gar nicht sooo schlecht dastehen lässt.

 

Damit will ich hier keine große Fumaderm-Verfechterin sein, sondern im Prinzip nur - völlig subjektiv - mitteilen, dass es für mich ein richtiger Schritt war.

Dass eine langfristige Medikation wohl überdacht und abgewogen und am besten mit nicht nur einem Arzt besprochen werden muss und vor allem, dass es bei Psoriasis-Patienten eine enorme Spannbreite gibt, was Nebenwirkungen und Wirksamkeit betrifft, ist vermutlich allen hier klar.

 

 

(Nebenbei: Ist es nicht so, dass die sehr neuen Biologika genau das können; "das Immunsystem ein bisschen ausschalten"? Dachte, das macht sie so attraktiv, weil sie sehr spezifisch wirken oder irre ich?)

Link to post
Share on other sites

@ amb

 

Also, wenn ich recherchiere, dann steht Fumaderm direkt unter MTX bei den Immunsuppressiva ?!?!?!?! Sehr seltsam... Aber wie bereits gesagt - schreiben und reden können wir hier alle viel. An dieser Stelle wären medizinische Unterlagen mit bewiesenen Langzeitstudien und Forschungsberichte hilfreich, also Fakten, Fakten und nochmal Fakten.

 

Es freut mich, dass du für dich in Fumaderm ein Medikament gefunden hast, welches dir momentan bei deinen Symptomen hilft.

 

Nun, nachdem ja bisher die genaue Ursache bzw. der Mechanismus der Erkrankung Psoriasis nicht bekannt ist (bzw. war), wäre es wohl vermessen von Hilfe bzw. Heilung o.ä. zu sprechen. Alle Medikamente, welche bisher angewendet wurden oder werden, die extra entwickelt wurden (Biologika) oder an welchen geforscht wurde behandeln also nicht das Problem an sich, sondern lediglich die Symptome bzw. das was die Wissenschaftler bisher vermutet haben als Ursache. Das sollte man nicht vergessen, wenn man sich über alte, neue, hilfreiche, alternative, pflanzliche, systemische oder was auch immer für Behandlungsmethoden unterhält.

 

Die neueste Erkenntnis zum Mechanismus der Psoriasis von Dezember 2015 hier:

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/de/das_klinikum/zentrale-bereiche/weitere-informationen-presse/pressemeldungen/151214_psoriasis/index.html

 

Was diese Erkenntnis für uns bedeutet und ob sie bahnbrechende neue Behandlungsmethoden mit sich bringt werden wir hoffentlich alle noch erleben. Bis dahin bleibt uns nur mit den bisherigen Mittelchen weiter zu machen. Jeder eben auf seine Art und wie er damit zurechtkommt.

 

Liebe Grüße

Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

  • Similar Content

    • Ph.Ott.ER
      By Ph.Ott.ER
      Hey alle zusammen,
      da ich, nach meiner gestrigen Untersuchung, einen einwöchigen Aufenthalt in der Bielefelder Universitätsklinik verschrieben bekam, wollte ich mich hier einmal erkundigen ob jemand von euch schon Erfahrungen sammeln konnte? Meine Schuppenflechte verteilt sich mittlerweile über den ganzen Körper, die einzige Ausnahme dabei bilden die Füße. Da sich der größte Herd auf meinem Kopf befindet soll mir wohl ein Turban, so nannte es der Chefarzt, aufgesetzt werden.
      Da ich ein völliger Neuling bin, und mich deshalb erst seit gestern mit der Krankheit auseinandersetze, bin ich froh über jegliche Form der Information und Erfahrung von euch.
       
      Mit besten Grüßen
    • pachingo
      By pachingo
      Hallo allerseits :-)
      zunächst möchte ich euch eine Kurzgeschichte über meinen Krankheitsverlauf geben:
      Angefangen hatte es 2008, nach etwa einem Jahr war fast jedes Körperteil mit Schuppenflechten befallen, außer Rücken und Nägel. Am schlimmsten waren Ellbogen, Unterschenkel und Kopfhaut. Ab Mai 2011 folgte die Einnahme von Fumaderm Initial, kurze Zeit später der Umstieg nach Plan auf die blauen Fumaderm. Ab 1-0-1-Dosierung ergaben sich deutliche Besserungen, ich bin bis heute auf 1-1-1-Dosis ohne Nebenwirkungen. Meine Haut ist nicht beschwerdefrei, aber mit den übrig gebliebenen Stellen an den Unterschenkeln kann ich sehr sehr gut leben. Lediglich auf die Kopfhaut hat sich Fumaderm nicht ausgewirkt, hierfür verwende ich mit mäßigem Erfolg Salbengemische vom Arzt. Seit Anfang 2012 haben sich jedoch meine Nägel verändert, 3 Fingernägel sind gelblich verfärbt und lösen sich vom Nagelbett ab.
      Nun zum eigentlichen Thema.. Ich leide seit einiger Zeit unter, wie ich finde, "kuriosen" Schmerzen im linken Knie. Ich bin Fußballer und hab sowieso hier und da mal mit "Wehwechen" zu kämpfen, allerdings glaube ich nicht, dass die Schmerzen im Knie vom Sport stammen, da ich während der Bewegung und z.T. schwieriger Belastung keinerlei Schmerzen empfinde.
      Vielmehr merke ich die Schmerzen, wenn ich mein Bein in gebeugter Stellung stillhalte und nicht ausstrecke. Dies ist so schlimm geworden, dass ich keinen Schaltwagen mehr fahren kann, da die Belastung des Kuppelns und die Beugung des Knies einen Höllenschmerz auslösen.
      Leider fühle ich mich mit dem Thema bei vielen nicht ernstgenommen. Natürlich war ich bereits beim Orthopäden, aber selbst ein MRT hat ihm kein Aufschluss über die Schmerzursache gegeben. Stattdessen werde ich mit "Knie schonen" und "Belastungspausen" vertröstet - dabei ist Bewegung die einzige Möglichkeit, bei der ich keinen Schmerz empfinde.
      Ich hätte auch von mir aus nie eine PSA vermutet, hätte ich nicht vor kurzem gelesen, dass Nagel-PSO ein Indikator für PSA sein kann. Meine Frage ist jetzt, ob diese Art von Schmerzen üblich sind für die PSA. Kann mir da jemand helfen?
      Liebe Grüße,
      pachingo
    • Alex H.
      By Alex H.
      ... ich bin der Alex und neu bei euch gelandet.

      Ich möchte euch an dieser Stelle von meiner Pso berichten und hoffe hier vielleicht etwas neuen Mut, Zuspruch und den ein oder anderen guten Tipp zur Behandlung bzw. bekämpfung der Krankheit mitnehmen zu können.

      Vorab möchte ich mich kurz entschuldigen, falls ich mich in dem Text überschlagen oder wiederholen sollte oder auch etwas auslasse. Evtl trage ich es nach, wenn es mir wieder einfällt. Ich versuche den Verlauf auf die Schnelle nach bestem Wissen wiederzugeben.

      Zunächst möchte ich euch kurz von mir erzählen. Ich bin der Alex, 20 Jahre alt, komme aus dem Ruhrgebiet und mache z.zT. eine Ausbildung bei der Bahn.
      Ich bin nebenbei noch bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig, bin ein Hobbyautoschrauber, Motorhead, Fotograf und ein Zocker
      Eigentlich ein sehr lebensfroher und lustiger Mensch gab es in den letzten zwei Jahren bei mir viele Tiefschläge, die meine Art mehr und mehr Richtung Zyniker gewandelt haben.
      So hat mich meine Freundin vor 1 3/4 Jahren etwas grundlos verlassen, ein sehr guter Freund ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen und viele Freunde sind verloren gegangen (weil weggezogen oder aus den Augen verloren) Habe in der Zeit viel getrunken und auch angefangen zu Rauchen.

      Als jemand der sich nicht so leicht unterkriegen lässt habe ich auch einfach weitergelebt und es gab auch wieder gute Zeiten. Doch seit etwa einem halben Jahr ist bei mir die Pso ausgebrochen.
      Zunächst konnte ich mit der geröteten Haut an den Ellenbogen nichts anfangen und habe mir auch nichts weiter dabei gedacht. Dass auch der Genitalbereich mit Pso betroffen ist, konnte ich mir damals auch nicht herleiten. Selbst als dort einzelne Stellen etwas "verkrustet" gewirkt haben, bzw die Haut im Genitalbereich einriss, habe ich mir dabei noch nichts gedacht (wusste ja nicht, was das sein soll) und habe es (bei den Ellenbogen ) eher auf mechanische Belastung durch Feuerwehr oder das Schrauben am Auto geschoben. Also Bepanthen genommen und immer schön eingeschmiert. Stutzig wurde ich, als die Stellen nach 4 Wochen immer noch nicht "verheilt" waren und sich Schuppen bildeten. Jedoch habe ich bedingt dadurch, dass ich immer denke, ich sei gesund, den Besuch beim Arzt auf die lange Bank geschoben. Aber nachdem meine familie mich mehrmals darauf hingewiesen hatte, was das denn da am Arm sei, bin ich doch zum Hausarzt gegangen. Der gab mir eine Überweisung für einen seiner Meinung nach guten Hautarzt. Einen Termin gabs natürlich erst 6 Wochen nach dem Telefonat. Das war dann so Ende Juli. Dort stellte mir der Arzt relativ schnell die Diagnose "Schuppenflechte" und verschrieb mir Psorcutan in einer relativ niedrigen Konzentration. (Nach meinem heutigen Wissen kann ich sagen, die Stellen sahen echt sch****e aus, da hätte definitiv was anderes hergemusst).

      Aber immer noch guter Dinge probierte ich die Creme aus. Doch auch nach ein paar Wochen war keine Besserung in Sicht, auch im Genitalbereich gab es keine Besserung. Also wieder einen Termin gemacht, wieder vergangen 4 Wochen bis Ende August Mittlerweile habe ich erfahren, dass die Pso bei uns in der Familie wohl vererbt ist. (Oma hat sie, Mutter hat sie) Allerdings haben die beiden nur kleine Stellen am Hinterkopf, die betroffen sind. Pso in diesem Ausmaß war ihnen nicht bekannt.

      Dieser nächste Termin war für mich sehr niederschmetternd und hat für mich persönlich Nachwirkungen bis heute.
      Nachdem ich pünktlich da war, musste ich 2 Stunden warten um dann ein Gespräch von 2 Minuten mit dem Arzt zu führen, welches mehr ein Vortrag seinerseits war.
      Er erklärte mir, die Pso sei nicht heilbar, ich könne vielleicht versuchen meine Ernährung umzustellen und solle versuchen Stress zu vermeiden. Außerdem solle ich lernen, mit der Krankheit zu leben. Er könne mir nochmals die Salbe aufschreiben, aber wenn das eh nichts gebracht hätte, würde das auch keinen Sinn machen.
      Auf Wiedersehen.

      MIt dieser Nachricht begab ich mich dann nach Hause und war und bin immer noch frustriert, so von einem angeblich so guten Hautarzt behandelt worden zu sein.
      Ich sehe ja ein, dass die Pso eine schwierige Krankheit ist, aber gerade als junger Mensch, der auf sein Aussehen achten möchte und bei dem auch auf das Aussehen geachtet wird, gerade wenn er wieder eine Freundin haben möchte, ist das halt schwierig. Natürlich kommt es auf solche Aüßerlichkeiten nicht an, aber erklär das mal den Mädels in meinem Alter, dass du Pso hast. Und dann noch im Genitalbereich. Jackpot.

      Nunja, die Wochen vergingen und es hat sich nichts geändert, ganz im Gegenteil, es wurde schlimmer. Seit etwa 6-8 Wochen ist auch der Kopf, die Ohren, der After, einzelne Punkte am ganzen Körper und in Ansätzen das Gesicht betroffen. Nachdem ich herausgefunden habe, dass ja wohl Sonne und Licht ganz gut sein sollen, habe ich mir gedacht, dass mein Cabrio mich im Sommer vielleicht "gerettet" hat, da ich sehr viel offen unterwegs war und das den Schub vllt. an diesen Stellen unterdrückt hatte. Ich habe verschiedene Cremes ausprobiert, u.A. Physiogel Creme, Linola Salbe und seit vorgestern Solventol Hydrocort. Letzteres scheint wohl zumindest im Genitalbereich leichte WIrkung zu zeigen, aber ich warte wie es sich entwickelt, denn auch die Physiogel Creme brachte erst Besserung die dann aber schlagartig stagnierte. Ich habe auch extra das Linola Shampoo und die Waschlotion, Status unverändert. Außerdem noch die mildeen med Soletinktur. Nichts davon brachte bis jetzt merklichen Erfolg.
      Die Stellen am Ellenbogen und am Körper sind noch die angenehmsten, die jucken wenigstens nicht. Doch am Kopf ist es ganz schlimm. Es juckt, schuppt und ist rot! Die Soletinktur brennt nur wie Zunder und das Shampoo bringt auch nichts irgendwie. Einmal hab ichs mit Olivenöl probiert, sah auch ganz gut aus nach dem Einwirken über nacht und dem waschen, aber schon am nächsten Abend sahs aus wie vorher.
      Im Genitalbereich kämpfe ich ebenfalls mit übelem Juckreiz, sowie richtigen Einrissen in der Haut. Diese werden aber seit vorgestern durch die Solventol Creme erträglicher und scheinen zurückzugehen.

      Eine Bekannte gab mir einen Tipp, wo noch ein guter Arzt zu finden sein soll. Einen Termin dort habe ich am 29.10. und hoffe es kommt etwas neues heraus, denn im Moment ist die Situation eher unerträglich. Ich traue mich nicht zum Frisör zu gehen, habe mir vorne die Haare etwas selbst geschnitten, damit es irgendwie geht. Ich muss aufpassen, dass nicht überall Schuppen herumfliegen, sieht ja auch nicht schön aus. Die Stellen am bzw im Ohr sieht man z.zT. durch die längeren Haare nicht, ist vllt auch ganz gut so. Da es wieder kälter wird und man längere Sachen tragen muss ist es ganz gut, dass die Stellen am Ellenbogen bedeckt sind, sieht auch nicht schön aus. Und da ich ja auch gerade keine Freundin habe, ist die Sexualität auch nicht so das Thema. Aber falls sich da doch mal etwas ergibt, wird es natürlich spätestens dann sehr unangenehm.


      Meine Fragen die ich jetzt habe klingen vielleicht etwas profan, aber ich habe so viele verschiedene Meinungen gehört, dass mich das doch verunsichert hat.

      - Kann man die Pso so in den Griff bekommen, dass sie zumindest im Genitalbereich und auf dem Kopf verschwindet oder so zurückgeht, dass vllt. nur eine Rötung zurückbleibt?
      - Habt ihr einen Tipp, welche Creme ich akut, also noch vor dem Termin nehmen könnte (rezeptfrei halt, außer Solventol)
      - Gibt es einen guten Trick, wie ich den Juckreiz auf dem Kopf stillen und die Schuppen reduzieren kann?
      - Soll ich die Haare kürzer schneiden lassen, fördert das evtl die Heilung oder ist das eigentlich egal? (Habe Angst, dass man die Stellen auf der Kopfhaut sonst so gut sieht)
      - Die Ohren sind als Brillenträger empfindlich, da die Bügel immer aufliegen, jemand gute Ideen oder Erfahrungen wie man damit umgeht?
      - WIe trage ich die Creme im Genitalereich am besten auf, sodass sie auch da bleibt wo sie hingehört? Mull drüber oder wie kann man das lösen?

      Das ist alles, was mir gerade so einfällt, ich hoffe ich überrenne euch nicht zu sehr.

      Bitte zögert auch nicht, fragen zu stellen, ich möchte mich daran beteilligen, erfahrungen zu sammeln und zu tauschen!

      Einen schönen Abend noch
      Alex

Willkommen

Willkommen in der Community für Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Ohne Werbung, ohne Tracking, aber mit ganz viel Herz 💛

×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.