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Hallo Forumsmitglieder!
Ich will mich an dieser Stelle auch mal vorstellen und euch ein bisschen was von mir erzählen. Ich bin männlich, 37, bin beruflich selbständig und leide seit fünf bis sechs Jahren an Psoriasis, wobei ich denke, dass es bei mir noch "relativ" mild aussieht. Das Unangenehmste ist, dass bei mir vor allem die Hände befallen sind, dazu gesellen sich Stellen in den Ohren, und am Penis habe ich hin und wieder Stellen zu verzeichnen, vor ein, zwei Wochen war es z.B. im Intimbereich ziemlich unangenehm.
Bei meiner eigentlichen (und ersten) Hautärztin wurde vom Penis ein Abstrich gemacht, der ergab, dass es sich "nur" um Ekzeme handeln würde. Treten dort gerötete Stellen auf, behandele ich sie kurzfristig mit einer Cortison-Salbe, was ich mittlerweile allerdings öfter tun muss. Ist sicherlich auch kein Dauerzustand. Würde mich jedenfalls freuen, wenn der ein oder andere ein paar Tipps zu Pflegeprodukten für den Intimbereich hätte, werde mich hier auf der Hauptseite aber auch noch die Tage mal ein bisschen einlesen. Jedenfalls war es am Penis in den letzten Wochen relativ schlimm, da sich diesmal nicht nur gerötete Stellen gezeigt haben, sondern das Ganze auch noch rauh und ausgtrocknet war. Behandelt hatte ich diese Stellen auch jetzt wieder kurzfristig mit Prednitop, sodass man eigentlich kaum noch was sieht.
Mein größeres Problem ist allerdings die Psoriasis an den Händen. Meine erste Hausärztin hatte da wohl die fälschliche Diagnose "Neurodermitis" gestellt und mir mehrfach Cortison-Salben verschrieben, die allerdings kaum Wirkung zeigten und bestenfalls anfänglich ein bisschen halfen. Letztlich habe ich mir einen anderen Dermatologen gesucht, der mir dann definitiv mitteilte, dass es sich um eine Psoriasis handeln würde. Besagter Dermatologe verschrieb mir dann zum "Abschuppen" Betadermic und für die spätere längerfristige Behandlung Calcipotriol. Erste habe ich allerdings nicht lange verwendet, weil sie eigentlich gar nichts brachte, die Calcipotriol zeigte zwar anfangs Wirkung, scheint aber mittlerweile - nachdem ich die erste kleine Tube aufgebraucht hatte, verschrieb mir meine Hausärztin gleich mal eine 120g-Tube - auch nicht mehr viel zu bringen. Außerdem habe ich in letzter Zeit vermehrt mit leichter Atemnot zu tun, die ich sogar auf die Salbe zurückführe. Schon allein deswegen habe ich die Salbe jetzt erstmal abgesetzt.
Da ich mir jetzt aber noch eine dritte Meinung einholen will, werde ich demnächst mal die Dermatologie einer Klinik aufsuchen, die mir meine Hausärztin ans Herz gelegt hat. Dummerweise scheint es in schier unmögliches Unterfangen zu sein, mal jemanden an die Strippe zu bekommen. Aber das Phänomen habe ich schon öfter beobachtet und bedarf eigentlich einer eigenen Diskussion... Zum letzten Hautarzt will ich mal nicht viele Worte verlieren, die Kritiken im Netz sprechen da Bände, leider habe ich sie zu spät entdeckt. Bisher kann ich allerdings das Fazit ziehen, dass ich in der Hinsicht mehr oder weniger als "unheilbar" abgestempelt wurde, und speziell der letzte Dermatologe meinte ganz lapidar: "Das geht auch nicht mehr weg." Jetzt bin ich natürlich auf die dritte und (so hat es mir meine Hausärztin suggeriert) hoffentlich kompetenteste Meinung gespannt...
Zum Schluss will ich noch ein paar Worte zu mir selbst und meinem Krankheitsverlauf erzählen.
Ich komme ursprünglich aus dem Elektrohandwerk, war knapp 15 Jahre in ein- und derselben Firma beschäftigt und hatte oft Kontakt mit allerlei Lacken, Verdünnungen und Metallen. Ob ich in dieser Zeit meine Haut irgendwie nachhaltig geschädigt habe, kann ich allerdings nicht sagen. Wirklich gut kann der Hautkontakt mit diesen Stoffen aber sicherlich nicht gewesen sein. In den letzten Zügen meiner Tätigkeit (ich habe 2006 aus diversen Gründen gekündigt) zeigten sich dann auch die ersten Psoriasis-Symptome: Eine erbsengroße Stelle zwischen den Knöcheln einer Hand, die ausgetrocknet war und immer wieder aufriss, hatte ich sehr lange, verschwand dann aber mit der Behandlung einer "normalen" Fettcreme. Parallel zeigten sich dann auch erste Symptome im Intimbereich, die sich im Laufe der Zeit aber auch legten. Besonders die Hände verschlimmerten sich aber in den darauffolgenden Jahren, als ich schon lange aus meinem Beruf raus war.
In der Praxis sieht es jedenfalls so aus, dass ich handwerklich eigentlich gar nichts mehr machen kann. Sobald ich irgendwas schraube oder dergleichen tue, sind meine Hände innerhalb kürzester Zeit rau und ausgetrocknet und reißen im schlimmsten Fall auf. Im Prinzip sieht es so aus und fühlt sich an wie kleine Messerschnitte, also ziemlich schmerzhaft. Das passiert allerdings nicht nur bei handwerklichen Tätigkeiten, sondern auch bei Aufgaben im Haushalt. Ich muss bspw. nur mal Wäsche zusammenlegen oder Einkaufstaschen tragen, um den gleichen Effekt zu haben. Sobald nur ein bisschen Reibung vorhanden ist, ist die ganze Eincremerei letztlich umsonst. Da bringt auch die Nutzung von Arbeitshandschuhen und dergleichen nicht viel. Selbst wenn ich also in meinen handwerklichen Beruf würde zurückwollen, wäre das mit diesen Händen eigentlich unmöglich. Mittlerweile bin ich selbständig, sitze dabei die meiste Zeit vor dem Rechner und kann mir etwas anderes als Büroarbeit für die Zukunft gar nicht mehr vorstellen.
Pflegemäßig habe ich schon allerlei Haut- und Handcremes durch und habe mittlerweile ein "Setup" gefunden, mit dem ich recht gut über die Runden komme. Tagsüber nutze ich Handcreme von Handsan, die mir geruchsmäßig am liebsten ist und sehr schnell einzieht, nachts schmiere ich meine Hände dick mit Bepanthol ein. Als ich zuletzt noch mit Calcipotriol behandelt habe, habe ich das meist auch nachts getan und zusätzlich noch Baumwollhandschuhe übergezogen. Aber wie gesagt, Letztere habe ich bis auf Weiteres abgesetzt und bemühe mich nun um eine dritte Meinung und eine hoffentlich erfolgreichere Behandlung.
Auf jeden Fall bin ich froh, dieses Forum gefunden zu haben, und hoffe auf einen regen und fruchtbaren Austausch mit anderen Leidenden!