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Cypress

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Hallo,

ich habe Aufgrund eines Morbus Bechterews 2009 mit der Medikation von Humira begonnen. Vor zwei Jahren sind mir zwei lokal begrenze rötliche Stellen aufgetreten, die nicht mehr weg gingen. Zwischenzeitlich musste ich aufgrund einer Uveitis höhere Kortison Dosen nehmen, durch die beide Stellen verschwanden. Nach dem Absetzten des Kortisons sind die Stellen jedoch wieder aufgetreten. Mitte letzten Jahres wurden die Stellen an den Armen immer mehr. Ein Hautarzt bestätigte, dass es sich um eine Psoriasis handelt.

Aufgrund dessen habe ich Ende letzten Jahres von Humira auf Cimzia umgestellt. Dadurch wurde die Schuppenflechte jedoch nicht besser sondern eher schlechter, weshalb ich zusätzlich 15mg MTX bekam. Vor knapp einem Monat bekam ich dann aber ganz plötzlich auf meinem ganzen Körper viele kleine rote Stellen, die teilweise eine Schuppenbildung hatten. Außerdem bekam ich an den Füßen eine starke Psoriasis.

Deshalb habe ich letzte Woche Cimzia gegen Taltz gewechselt.

Kann es sein, dass es sich in meinem Fall um eine Paradoxe Psoriasis handelt (ausgelöst durch einen TNF-Blocker)? In meiner Familie hatte bislang niemand Psoriasis.

Aktuell sieht es so aus, dass ich keine Schuppenbildung mehr habe, jedoch sind die Stellen noch deutlich gerötet. Es kommen jedoch keine neuen Stellen mehr dazu.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

VG :)

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LiebeR Cypress,

das klingt ja nach ordentlicher Geschichte bei dir. Wir (Mutter und zwei jugendliche Kinder) haben auch einige Päckchen mit AI Erkrankungen, die aber durch Ernährungsumstellung und Nahrungsergänzung in Remission gebracht. Bei deiner Geschichte fiel mir spontan Heidrun Schaller ein, die auch MC oder CU hat und sich durch Ernährungsumstellung "behandelt" hat. Jetzt studiert sie nochmal Biochemie, um in der Forschung aktiv sein zu können, da sie die Wege über die Ernährung so erfolgreich erlebt hat. Sie spricht in einem Interview über ihre Geschichte und ihre Ansätze:

https://autoimmunportal.de/autoimmunkongress/heidrun-schaller-thema-colitis-ulcerosa-und-morbus-crohn-behandlungsmoeglichkeiten-im-ueberblick-1/

Keine Ahnung, ob solche Ansätze für dich interessant sind. Aber ich dachte, ich schick es dir mal.

Viele Grüße und alles Gute!

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Lesen hilft.... Du hast kein CU oder MC, sondern MBechterew - das ist was anderes.

Aber im Grunde auch wieder nicht so richtig. Die Ernährungsumstellung bei uns (und anderen) bringt ja die AI Erkrankungen allesamt zur Beruhigung. Bei uns sind weggegangen: Psoriasis, Morbus Basedow, Systemischer Lupus erytematodes und Schöenlein Hennoch.

Bei den Erkrankungen mit Darmbeteiligung (und HLA B 27) wird sogar eine sehr stärkearme Ernährung empfohlen und hier werden auch Spondylitis und Morbus Crohn zusammen genannt:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3678459/

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Hey,

danke für den Tipp, jedoch klingt der oben genannte Link von Dir ziemlich nach Werbung..

Zu meiner Ernährung:

Ich esse schon seit Jahren so gut wie kein Schweinefleisch. Esse mindestens 3 mal die Woche Fisch, nehme aber zusätzlich Omega 3 Fettsäuren. Darüber hinaus nehme ich Vitamin D, Vitamin B, Vitamin K, Kurkuma, Vitamin C, Zink, Magnesium und noch ein paar Sachen. Außerdem achte ich darauf, dass ich meine Mikronährstoffe decke (z.B. mit Himbeeren). Alkohol trinke ich seit Jahren nicht mehr und geraucht habe ich noch nie.

Dennoch geht es mir zunehmend schlechter. Es ist toll, dass es Menschen gibt, bei denen eine simple Umstellung des Essens tolle Erfolge bringt. Ich zähle aber scheinbar nicht dazu.

VG

btw: ich bin 26 und habe mittlerweile seit knapp 20 Jahren Rheuma.

 

Edit: Achso, zusätzlich mache ich immer wenn ich kann (starke Schmerzen) Sport. Außerdem benutze ich als Duschgel nur noch etwas ohne Zusätze, abgesehen von Totem Meersalz. Nach dem Duschen Creme ich mich auch immer mit einer Bodylotion ein, die ebenfalls keine Zusätze außer Totesmeersalz hat.

Edited by Cypress
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Tenorsaxofon
vor 8 Stunden schrieb Cypress:

Hallo,

ich habe Aufgrund eines Morbus Bechterews 2009 mit der Medikation von Humira begonnen. Vor zwei Jahren sind mir zwei lokal begrenze rötliche Stellen aufgetreten, die nicht mehr weg gingen. Zwischenzeitlich musste ich aufgrund einer Uveitis höhere Kortison Dosen nehmen, durch die beide Stellen verschwanden. Nach dem Absetzten des Kortisons sind die Stellen jedoch wieder aufgetreten. Mitte letzten Jahres wurden die Stellen an den Armen immer mehr. Ein Hautarzt bestätigte, dass es sich um eine Psoriasis handelt.

Aufgrund dessen habe ich Ende letzten Jahres von Humira auf Cimzia umgestellt. Dadurch wurde die Schuppenflechte jedoch nicht besser sondern eher schlechter, weshalb ich zusätzlich 15mg MTX bekam. Vor knapp einem Monat bekam ich dann aber ganz plötzlich auf meinem ganzen Körper viele kleine rote Stellen, die teilweise eine Schuppenbildung hatten. Außerdem bekam ich an den Füßen eine starke Psoriasis.

Deshalb habe ich letzte Woche Cimzia gegen Taltz gewechselt.

Kann es sein, dass es sich in meinem Fall um eine Paradoxe Psoriasis handelt (ausgelöst durch einen TNF-Blocker)? In meiner Familie hatte bislang niemand Psoriasis.

Aktuell sieht es so aus, dass ich keine Schuppenbildung mehr habe, jedoch sind die Stellen noch deutlich gerötet. Es kommen jedoch keine neuen Stellen mehr dazu.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

VG :)

Jetzt bin ich aber irritiert. Die Uveitis ist eine Augenerkrankung. Ich tropfe inzwischen seit über 5 Jahren Kortison plus Augendrucksenker und habe noch nie festgestelt, dass es Auswirkung auf die Haut hat. Am Anfang musste ich starkes Kortison stündlich tropfen. Sie tritt gerne bei PSO auf. Da es sich um einen Gen-Defekt handelt hat die Ernährung null Auswirkung. Wichtig dagegen: Sich genau an die Anweisungen des Augenarztes halten.

Gruß Anne

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Die Uveitis ist eine Begleiterscheinung von einem Morbus Bechterew. Kortison Augentropfen sind bei mir nicht ausreichend weshalb ich zusätzlich zu den Augentropfen hohe Dosen an oralem Kortison zu mir nehmen muss, wodurch natürlich auch das hautbild wieder besser wird. 

 

Edit: darum soll es aber gar nicht gehen. 

Meine Frage lautet:

Ist es möglich, dass ich eine paradoxe Psoriasis habe? 

Edited by Cypress
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Hallo Cypress, bei mir ist die Schuppenflechte auch als Nebenwirkung von Humira ausgelöst worden. Hatte vorher schon 25 Jahre eine rheumatoide Arthritis, die mit MTX und später mit Arava behandelt wurde. Da das nicht mehr ausreichend wirkte, bekam ich dann Humira und schon nach der 3. Spritze brach die pustolose PSO an Händen und Füßen dann aus, ziemlich heftig. Nach Aussage meines Rheumatologen hat er mehrere Patienten, bei denen es durch Humira dazu kam. Ich habe dann Stelara bekommen und alles ist abgeheilt. Leider wirkt es jetzt nicht mehr und alles geht wieder los. Wahrscheinlich soll ich ab Juni nun Tremfya bekommen. 

Hoffentlich wirkt das Taltz bei dir ausreichend!

LG Dody

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vor 4 Stunden schrieb Cypress:

Hey,

danke für den Tipp, jedoch klingt der oben genannte Link von Dir ziemlich nach Werbung..

Zu meiner Ernährung:

Ich esse schon seit Jahren so gut wie kein Schweinefleisch. Esse mindestens 3 mal die Woche Fisch, nehme aber zusätzlich Omega 3 Fettsäuren. Darüber hinaus nehme ich Vitamin D, Vitamin B, Vitamin K, Kurkuma, Vitamin C, Zink, Magnesium und noch ein paar Sachen. Außerdem achte ich darauf, dass ich meine Mikronährstoffe decke (z.B. mit Himbeeren). Alkohol trinke ich seit Jahren nicht mehr und geraucht habe ich noch nie.

Dennoch geht es mir zunehmend schlechter. Es ist toll, dass es Menschen gibt, bei denen eine simple Umstellung des Essens tolle Erfolge bringt. Ich zähle aber scheinbar nicht dazu.

VG

btw: ich bin 26 und habe mittlerweile seit knapp 20 Jahren Rheuma.

 

Edit: Achso, zusätzlich mache ich immer wenn ich kann (starke Schmerzen) Sport. Außerdem benutze ich als Duschgel nur noch etwas ohne Zusätze, abgesehen von Totem Meersalz. Nach dem Duschen Creme ich mich auch immer mit einer Bodylotion ein, die ebenfalls keine Zusätze außer Totesmeersalz hat.

Hallo Cypress,

meiner Erfahrung nach bringt eine halbherzige Ernährungsumstellung gar nichts, erst nachdem ich auf vegane Ernähung umgestellt hatte (außer 1x die Woche Lachs o.ä und wenn Fleisch dann Geflügel), war mein Erfolg durchschlagend fast kein Pso und Psa mehr.

Als Ergänzung benutze ich Aloe Vera Trinkgel und Schwarzkümmelöl, sowie Kurkumalimo am Morgen.

Ach ja, ich benutze fast kein Öl, kein Kaffee und meine Kurkuma Limo mache ich mit einen TL Kurkuma eine Prise schwarzem Pfeffer und einer Zitrone mit Wasser. Und nochmal, ich benutze keine tierischen Produkte, nur einmal die Woche in der Regel Lachs.

Hoffe dir geholfen zu haben.

 

LG Andreas

Edited by Blubb76
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Hallo,

ich habe mich vor 5 Jahren bereits für 2 Jahre komplett Vegan ernährt. Nur ging es mir in dieser Zeit schlechter als zuvor, weshalb ich die Vegane Ernährung nach 2 Jahren aufgegeben habe.

Meine jetzige Ernährung sieht im Endeffekt genauso aus wie deine Ernährung, nur dass ich zusätzlich noch weitere Nahrungsergänzungsmittel nehme.

VG

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    • Queenie
      By Queenie
      Hallo zusammen,
      ich werde seit etwa 9 Monaten gegen meinen Morbus Crohn mit Remicade (Infliximab) behandelt. Zuerst habe ich das gut vertragen und war froh, weil ich endlich ein wirksames Medikament gegen den Cohn gefunden hatte. Allerdings bekam ich vor zwei Monaten plötzlich juckende Bläschen auf den Handflächen, die nach kurzer Zeit austrockneten. Danach wurde die Haut extrem trocken, schuppig und rissig. Kurz danach das Gleiche an den Fußsohlen. Mittlerweile ist die Haut dort an mehreren Stellen eingerissen und es tut höllisch weh beim Laufen.
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      Liebe Grüße von Queenie
       
    • Queenie
      By Queenie
      Hallo,
      ich hab dieses Forum eben entdeckt und mich gleich registriert.
      Ich bin 50 Jahre alt und habe seit 15 Jahren Morbus Crohn. Seit etwa 9 Monaten werde ich mit Remicade (Infliximab) behandelt, anfangs war alles prima, doch jetzt habe ich seit zwei Monaten juckende, schuppende und entzündete Haut auf den Handflächen und Fußsohlen. Besonders an den Füßen ist das sehr schmerzhaft, weil die Haut sehr trocken ist und immer wieder einreißt, es gibt Tage, da kann ich kaum laufen.
      Ich war beim Hautarzt und hab die Diagnose Paradoxe Psoriasis bekommen, es ist wohl eine Nebenwirkung vom Remicade. Viel mehr konnte er mir dazu auch nicht sagen. Jetzt mache ich mir natürlich Sorgen, ob meine Behandlung gegen den Crohn wieder umgestellt werden muss und wie ich meine Haut wieder in den Griff kriege. 
      Ich hoffe, hier etwas Rat und Unterstützung zu finden.
      Liebe Grüße von Queenie
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Neues und Bewährtes zur Psoriasis im Jahr 2021
      Deutschlands Hautärzte trafen sich virtuell zu ihrer zweijährlichen Tagung. Wir haben uns dort umgehört, was es Neues und Interessantes für Menschen mit Schuppenflechte gibt. Unter anderem ging es um Medikamente, die eine sogenannte paradoxe Psoriasis auslösen.
      *****
      Professor Ulrich Mrowietz sprach über paradoxe Arzneimittelwirkungen: Ein Medikament löst eine Krankheit neu aus oder verschlechtert sie, obwohl es eigentlich genau gegen diese Erkrankung helfen sollte. So wurden Patienten wegen einer entzündlichen Darmerkrankung oder wegen einer Gelenkerkrankung mit einem TNF-𝛼-Blocker behandelt. Nach einigen Tagen bis zu mehreren Monaten erkrankten sie an der Haut. Das war meist ein Hautzustand, der der Schuppenflechte ähnelt. In diesem Fall spricht man von einer paradoxen Psoriasis, weil das Biologikum an sich genau gegenteilig wirkt. Das kommt bei 1,5% bis 5 % der Anti-TNF- 𝛼 Patienten vor. Sehr selten wurde das Phänomen bei IL-17 (R)-Hemmern beobachtet. Für IL-23-Blocker liegen noch keine Erfahrungen damit vor.
      Solltest Du als Biologika-Patient so etwas bei Dir bemerken, weise Deine Hautärztin oder Deinen Hautarzt auf die paradoxe Psoriasis hin.
      Die paradoxe Psoriasis äußert sich mit Plaques auf der Haut oder als Haarausfall am Kopf („psoriasisforme Alozepie“). Deutlich seltener zeigt sie sich als pustulöse Form an Händen und Füßen oder in großflächigena Pünktchen (Guttata).
      Professor Mrowietz wies darauf hin, dass Patienten besonders gefährdet seien, wenn sie familiär mit einer Schuppenflechte vorbelastet sind. Dann ist das Risiko 16-mal höher. Aber auch akuter psychologischer Stress oder Rauchen erhöhen die Gefahr einer „paradoxen Psoriasis“.
      Die paradoxe Psoriasis sieht zwar aus wie eine Schuppenflechte, ist aber keine. Sie gilt lediglich als unerwünschte Arzneimittelwirkung. Sie verschwindet, wenn das auslösende Medikament abgesetzt wird, denn sie hat andere Ursachen. Eine paradoxe Psoriasis entwickelt sich, weil Botenstoffe aktiviert werden, die eigentlich auf Viren und Tumore reagieren (Interferon-𝛼). Die „echte“ Psoriasis dagegen ist eine Autoimmunerkrankung, also eine Fehlfunktion des Immunsystems: In immunologischen Gedächtniszellen ist gespeichert, T-Zellen zu aktivieren, die dann Entzündungen auslösen. Die Interferon-alpha-getriebene paradoxe Psoriasis funktioniert ohne ein "Krankheitsgedächtnis". Wird der Wirkstoff abgesetzt, können die Hautläsionen noch bis zu sechs Monate bestehen bleiben. Einmal abgeheilt, kommen sie aber nicht wieder.
      Die meisten unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind bei Zulassung bekannt. Aber im Therapiealltag werden nicht nur ausgesuchte Probanden behandelt, sondern jeder, der betroffen ist. Da treten dann bisher noch nicht bekannte, manchmal sogar völlig unerwartete Nebenwirkungen auf. Dazu gehören bei den TNF-𝛼-Blockern sehr selten Vitiligo und bei den IL-17-Hemmern ein neurodermitis-ähnliches Erythem am Hals. Ebenfalls dazu zählen vermehrte Darmentzündungen unter Etanercept und unter IL-17-Hemmern. Die waren „unerwartet“, weil man nicht damit gerechnet hat, dass ein Wirkstoff gegen eine Autoimmunerkrankung eine andere chronisch-entzündliche Krankheit provozieren könnte.
      Bei einer nur leichten paradoxen Psoriasis muss das Biologikum nicht abgesetzt werden. Es reicht meist, die Symptome äußerlich zu behandeln. In moderaten oder schweren Fällen wird sie mit den traditionellen Psoriasis-Wirkstoffen behandelt: äußerlich wie innerlich, von Kortison über Bestrahlung bis zu Methotrexat. Bei der pustulösen Form, beim Haarausfall oder dem Erythem am Hals werden andere Mittel eingesetzt.
      Auch in unserem Forum wurde schon über die paradoxe Psoriasis diskutiert:
      Quellen:
      Paradoxe Psoriasis als Nebenwirkung von Anti-TNF-Therapien, Bericht über die Pathogenese der paradoxen Psoriasis, A. Lienhard, Januar 2018 [lesen] Dermatologische Komplikationen unter Therapie mit Biologika bei entzündlichen Autoimmunerkrankungen, W. Sondermann et.al., Oktober 2019 [lesen] S3-Leitlinie: Therapie der Psoriasis vulgaris, S. 74, 19.02.2021 [lesen]

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