Jump to content

Recommended Posts

Liebe Frau Martens,

ich gebe hier Fragen weiter, die uns auf anderen Wegen erreicht haben oder die immer mal wieder gestellt werden.

Welche frei verkäuflichen Cremes werden in Ihrer Apotheke denn von Kunden mit Schuppenflechte am häufigsten oder immer wieder gekauft, also was scheint sich bei den Leuten bewährt zu haben? Hätten Sie da vielleicht drei Beispiele für uns?

Und könnten Sie die gleiche Frage auch für Shampoos beantworten?

Link to post
Share on other sites

Apothekerin Katrine Martens

Liebe Claudia,

ich kann natürlich keine komplette Produktübersicht geben, da wir in der Apotheke nur eine begrenzte Anzahl an Firmen und Präparaten vertreiben. Ich werden aber gerne eine kleine Auswahl an Präparaten geben, die ich für sinnvoll halte und die regelmäßig von Psoriasispatienten gekauft werden.

Zur Grundpflege bei Schuppenflechte haben sich 10%ige Harnstoffcremes, die von diversen Firmen am Markt sind, bewährt. Sie spenden der Haut sehr gut Feuchtigkeit und haben einen mittleren abschuppenden Effekt. Beispiele: Eucerin UreaRepair, Eubos Urea, Avène Akérat, Dermasence Adtop Plus etc...

Der abschuppende Effekt kann durch die Menge an Harnstoff gesteigert werden. In Adtop Plus 40 von Dermasence ist 40% und in Eucerin UreaRepair Plus 30% Harnstoff enthalten. Diese beiden Präparate sind nur zur Intervallpflege geeignet.

Regelmäßig verkaufen wir in der Apotheke auch die Sorion Creme, die ayurvedische Inhaltstoffe enthält. 

Gegen akuten Juckreiz helfen die Polaneth Lotion von Dermasence, Optiderm (Creme, Lotion, Fettcreme) von Almirall Hermall oder das Eucerin AtopiControl Spray (wird für Neurodermitis vermarktet, hilft aber bei jeder Art von Juckreiz).

Bei den Shampoos ist es wichtig zu Unterscheiden, für welche Patientengruppe sie geeignet sind. Shampoos gegen Schuppen aufgrund von Hefepilzen auf der Kopfhaut oder von trockener Haut werden einem Psoriasispatienten wenig helfen.

Entzündungshemmend wirken Shampoos mit Ichthyol (auch Ammoniumbituminosulfonat) wie Dermasence Medizinal Shampoo oder das Kertoyl P.S.O. Shampoo von Ducray, das zusätzlich noch Salicylsäure zur Abschuppung beinhaltet.

Gegen den Juckreiz auf der Kopfhaut hilft das Eucerin DermoCapillaire Urea Shampoo oder noch besser das entsprechende Kopfhauttonikum.

Viele Grüße

Katrine Martens

Link to post
Share on other sites
  • Similar Content

    • Redaktion
      By Redaktion
      Auf Handhygiene kann in Zeiten einer Pandemie und auch sonst nicht verzichtet werden. Doch das häufige Händewaschen mit Seife erhöht das Risiko, sich damit ein Handekzem einzuhandeln. Experten der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft empfehlen: Anstelle der Reinigung mit Wasser und Seife sollten die Hände öfter desinfiziert und danach eingecremt werden.
      Seit Beginn der Corona-Pandemie rät das Robert-Koch-Institut allen, die im medizinischen Bereich oder in der Pflege arbeiten, die Hände regelmäßig mit alkoholischen Präparaten zu desinfizieren. Alle anderen lernten von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dass sie häufiger die Hände mit Seife – auch Detergenzien genannt – waschen sollen. "Erste Berichte aus Hautarztpraxen über eine Zunahme von Handekzemen schon wenige Monate nach Beginn der Coronapandemie bestätigten die Vermutung, dass die intensivierte Handhygiene ein Risiko für die Hautgesundheit in sich birgt", heißt es nun von den Haut-Experten.
      "Aus dermatologischer und arbeitsmedizinischer Sicht raten wir in Zeiten intensivierter Handhygiene vom Einsatz von Detergenzien ab", sagt Professor Peter Elsner. Hautschonender sei das Desinfizieren in Verbindung mit intensiver Hautpflege. Negative Auswirkungen von Seife würden sogar noch verstärkt, wenn danach Handschuhe getragen werden. "Bei alkoholischen Desinfizientien (also bei alkoholischen Desinfektionsmitteln; d. Red.) ist dies nicht der Fall ", Eine Pflegecreme würde auch nicht die antiseptische Wirkung der alkoholischen Desinfektionsmittel mindern, so der Direktor der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena.
      Der medizinische Hintergrund
      Ein wesentliches Charakteristikum der Haut ist ihre epidermale Barrierefunktion. Die eingesetzten Substanzen können die im Stratum corneum (in der Hornschicht) interzellulär vorhandenen Lipid-Doppellamellen, aber auch dem Wasserhaushalt dienende Peptide angreifen. Das begünstigt dann die Entstehung eines Kontaktekzems. 
      Drei Tipps für die Handreinigung
      Wenn die Hände nicht sichtbar schmutzig sind, sollte vorrangig zur Desinfektion mit einem viruswirksamen alkoholischen Händedesinfektionsmittel gegriffen werden. Wenn in dem Mittel noch Hilfsstoffe wie Glycerol drin sind – um so besser. Sie helfen zusätzlich,  die Hautbarriere zu schützen. Nach jedem Waschen und jeder Desinfektion sollte die Haut der Hände vollständig mit einem Pflegepräparat eingecremt werden, das die Regeneration der Hautbarriere unterstützt.  Hat sich die Haut schon so sehr verändert, dass es ein Handekzem sein könnte, sollte ein Hautarzt sie behandeln. Wer seine Hände aus beruflichen Gründen häufiger reinigen muss und dann eine Hautkrankheit entwickelt, sollte die Unfallversicherung informieren. Dann kann eine individuelle Prävention gemäß § 3 BKV infrage kommen. Die Hautärzte wissen, wer da was an wen melden muss. Vom 14. bis 17. April 2021 treffen sich Hautärzte zu ihrer 51. DDG-Tagung. Auch in diesem Jahr findet sie virtuell statt.
    • Redschi
      By Redschi
      Hallo auch
      ich habe von der Firma Alnovat eine 30 gr. Tube geschenkt bekommen
      (Kaufpreis 19,95€)
      Medizinprodukt Tür Behandlung von Psoriasis
      Inhaltsstoffe: Haselnussöl, Kokosöl, Mandelöl, Brennnesselöl, Bittermandelöl und Wasser.
      Fühlt sich auf der Haut sehr gut an.
      Hat jemand Erfahrung damit??
      Schönen Ostersonntag noch🐇
       
       
       
    • Piet_Schuppenflechte-immun
      By Piet_Schuppenflechte-immun
      Diagnose Schuppenflechte. Eine unheilbare Krankheit. 
       
      Das war die Aussage meines Hausarztes als ich im Alter von 6 Jahren war. Seitdem sind über 25 Jahre vergangen und habe habe vermutlich wie so viele von Euch jegliche Therapien durchgemacht. Von Kortison über Teersalben, Lichttherapien und Salzbäder. 
       
      Leider hat nichts nachhaltig gewirkt und sich über die Jahre weiter verschlimmert. 
       
      Er als ich mich mit Mitte 20 intensiver mit Alternativen Behandlungsmethoden beschäftigt habe und meine Säule auf 3 - Säulen aufgebaut habe,
       
      1. Körperliche Entgiftung
      2. gesunde Ernährung 
      3. Hautpflege
      Konnte ich meine Schuppenflechte um ein Vielfaches lindern. 
       
      Teilweise war ich sogar lange Zeit erscheinigungsfrei. Je nach Lebenssituation kam sie hin und wieder jedoch zurück. 
       
      Das Erreichte hat mir aber soviel Kraft und Hoffnung gegeben, meine Erfahrungen zu teilen und vielleicht auch Euch wieder Mut im Kampf gegen Psoriasis zu geben! 
       
       

Willkommen

Willkommen in der Community für Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Ohne Werbung, ohne Tracking, aber mit ganz viel Herz 💛

×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.