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Schmerzmittel bei/gegen PsA


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Hallo zusammen

seit über 3 Jahren nehme ich nun Cosentyx gegen PsA sowie Targin (Oxycodon) und Xefo (Lornoxicam) gegen die Schmerzen. Die Schmerzmedikamente versuche ich ca. dreimal im Jahr abzusetzen, bisher ohne Erfolg weil die Schmerzen sofort wieder da sind und mit ihnen die Spastik (habe neben PsA noch fortgeschrittene MS).
Ist es denn wirklich so, dass das Cosentyx lediglich neue Schäden verhindert und keine alten heilt? Muss ich mich für meine bestehenden Schäden wirklich auf eine lebenslange Schmerzmittel Einnahme einstellen?
Aktuell kommt erschwerend hinzu, dass das eine Schmerzmittel (Xefo) vom Hersteller ausser Handel gesetzt wurde und ich einen Nachfolger suchen muss. Deshalb hinterfrage ich wieder einmal meine Medikamentierung.

Meine Fragen an euch:
- habt ihr unter Cosentyx Schmerzfreiheit erreicht?
- welche NSAR nehmt ihr gegen Schmerzen?
- welche andere Schmerzmittel helfen euch?

 

Danke für eure Antworten

Gruss mo

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vor 28 Minuten schrieb mo123:

...dass das Cosentyx lediglich neue Schäden verhindert und keine alten heilt?

ja, das ist leider so. Anscheinend helfen evt gezielte Übungen, Reduktion von Übergewicht und vielleicht manche Medikamente  bei der Knorpelregeneration. Aber darum geht es ja nicht nur. Durch eine längere Entzündung in den Gelenken finden auch knöcherne Um- und Neubildungen statt. Das ist nicht heilbar, auch nicht mit Cosentyx. Wichtig ist auf jeden Fall die Entzündungen zu vermindern, am besten natürlich zu eliminieren.

Zitat

- habt ihr unter Cosentyx Schmerzfreiheit erreicht?

Anfangs ja, aber schon beim Übergang zu ein mal monatlich war das vorbei. Also nein, für mich scheint Cosentyx nicht das geeignete Mittel zu sein. Daher werde ich mal schauen, welche Alternativen möglich sind.

Zitat

welche NSAR nehmt ihr gegen Schmerzen?

Ab und an Naproxen. Wirkt ganz gut. Aber ich nehm's nicht mehr als 2 mal die Woche.

Zitat

welche andere Schmerzmittel helfen euch?

Diclos helfen zwar, aber die nehm' ich höchst selten. Höchstens 1-2 mal im Jahr.

Schwierig wird's bei dir sicher auch mit der MS. Schon mal Ibuprofen probiert?

Targin (Oxycodon) ist ja ein Opioid und schon ziemlich heftig.

Lornoxicam wirkt etwas anders als NSAR, hat aber ähnliche Nebenwirkungen.

Ich denke, ganz allgemein sind Schmerzmittel eine zweischneidiges Schwert. Sicher bei längerer Einnahme. Ich würde mir da mal einen Besuch an eine Schmerzambulanz/Klinik überlegen. Denn einfach weglassen ist oft nicht der beste Weg.

Erfolg bei der Suche.

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Bolek68

Also ich habe auch PA. Und bin über Umwege ( Ibuprofen, Diclo, usw) jetzt bei Dronabinol gelandet. Bekomme es seit Anfang August letzten Jahres.  Bin sehr zufrieden damit. AoK hat natürlich herumgezickt, aber jetzt soweit alles gut.Auch die Übelkeit vom MTX ist nicht mehr zu spüren. Also durchaus empfehlenswert. 

Viele Grüße

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Danke für eure Antworten.

@sia In der Schmerzklinik war ich, von dort stammt die erfolgreiche Kombination Targin/Xefo. Das war aber ein sehr langwieriger Prozess bis diese Kombination stand (>2 Monate) und im Wesentlichen hat man auch einfach ausprobiert und beobachtet. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass es bei Patienten mit mehreren chronischen Krankheiten schlussendlich auf "Trial and Error" hinausläuft. Mittlerweile bin ich nicht mehr mobil und muss mit meinem Hausarzt eine Lösung finden. Deshalb habe ich hier im Forum nach typischen NSAR bei PsA nachgefragt. Gerne nehme ich deinen Verweis auf Naproxen mit auf meinen Weg.

@Bolek68 Hast du auch Erfahrung mit normalem Cannabis? Wirken für dich Cannabis und Dronabinol identisch oder kannst du da Unterschiede berichten?

Grüsse mo

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Bolek68
vor 21 Minuten schrieb mo123:

Hast du auch Erfahrung mit normalem Cannabis? Wirken für dich Cannabis und Dronabinol identisch oder kannst du da Unterschiede berichten?

Tja, das ist schon fast 30 Jahre her. Ich meine das Dronabinol deutlich stärker und direkter wirkt. Dadurch ist die euphorisierende Wirkung eher kürzer oder anders. Schwer zu beschreiben. Für mich isses eben das richtige. Zumindest im Moment. Allerdings ist die Wirkung wohl auch von der Art des Schmerzes abhängig.  Hatte neulich starke Zahnschmerzen nach einer Behandlung. Gegen diese hat es überhaupt nicht geholfen. Da mussten dann doch andere Geschütze aufgefahren werden .

Viele Grüße

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  • 2 weeks later...
GrBaer185
Am 2.4.2021 um 19:24 schrieb mo123:

Ist es denn wirklich so, dass das Cosentyx lediglich neue Schäden verhindert und keine alten heilt? Muss ich mich für meine bestehenden Schäden wirklich auf eine lebenslange Schmerzmittel Einnahme einstellen?

Wie @sia geschrieben hat, sind Schäden an Knorpel und Gelenken, Knochenumbauten und Versteifungen leider nicht reversibel.
Cosentyx kann allerdings die aktuelle Entzündung und weitere Entzündungen und damit verbundene weitere Schäden vermeiden helfen. 

Trotz bestehender "Schäden" und damit verbundener Funktionseinschränkungen durch Versteifungen und Deformierungen (z.B. cup in pencil bei Finger und Zehengelenken) kann Schmerzfreiheit bestehen, wenn die Entzündung weg ist und das Gelenk nicht mehr geschwollen ist und nicht stark mechanisch belastet wird. So zumindest bei mir bei 3 Fingergelenken und bei Zehengelenken -sind bewegungseingeschränkt oder versteift, schmerzen allerdings nicht mehr. Bei den Zehen ist es nun mehr ein Belastungs- und Druckproblem (Hühnerauge durch Krallenzehe, Fußfehlbelastung) mit dem ich mich jetzt rumplage.

Früher haben mir die COX-2-Hemmer Vioxx (wurde vom Markt genommen wg. Nebenwirkungen auf Herz) und Arcoxia gut geholfen. Man müsste mal den aktuellen Stand zu COX-2-Hemmern recherchieren.

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vor 3 Stunden schrieb GrBaer185:

Früher haben mir die COX-2-Hemmer Vioxx (wurde vom Markt genommen wg. Nebenwirkungen auf Herz) und Arcoxia gut geholfen. Man müsste mal den aktuellen Stand zu COX-2-Hemmern recherchieren.

(Ich hatte eine ausführlichere Antwort geschrieben aber habe wohl den falschen Knopf gedrückt)
 

Ich teste nun Tenoxicam und es scheint zu wirken. Die Oxicame sind unselektive Cyclooxygenase Hemmer, sie wirken also gegen COX-1 und COX-2. Tenoxicam scheint eine etwas höhere Präferenz für COX-2 zu haben, was in eine ähnliche Richtung zeigt wie GrBaer185 mit dem Vioxx.
Das wirklich Gute an diesem Oxicam, es lindert nicht nur meine Gelenkschmerzen sondern reduziert auch meine Spastik.

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      By elfe11
      Guten Tag ,
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      Ich wurde im Krankenhaus behandelt -2 Monate stationär--mittels Teersalbe-in Folie eingepackt etc..es war einfach gruselig.Besser wurde dadurch allerdings nichts. Danach über all die Jahre, wurde es mal besser--mal schlechter..aber iwann gewöhnte ich mich daran-und wollte auch keine Behandlungen mehr.In meinen Schwangerschaften war die PSO oft völlig weg.
      Mit ca. 26 fing dann mein Rücken an zu spinnen--da meine Mutter auch PSO und Rheuma hat-schaute man sich das an-und sagte--ISG Gelenk nicht in Ordnung, aber alles halb so schlimm-kein Rheuma. Ich hatte dann 2016 einen Unfall-Steiß-Kreuzbein gebrochen-und da sagte man mir, mein ISG hätte massive Arthrose.
      So vergingen Jahrzehnte-ich bekam immer mehr Gelenkprobleme-mal das Knie-die Schulter..der Rücken ganz massiv-aber keiner brachte das mit meiner PSO in Zusammenhang. Dann fingen fast alle meine Nägel an ölig zu werrden , hoben sich aus dem Nagelbett..Mein rechter Daumennagel-musste in 4 Jahren, 5 mal gezogen werden, da sich dort eine Superinfektion breit machte..endlcih mal ein gescheiter Pathologe, der dann den Nagel untersuchte--PSO! Ich wurde sonst meist beim Hautarzt mit einer Pilzsalbe behandelt!!
      Dann wurden die FInger an der echten Hand krumm und total dick--meine Achilles Sehne wurde dick und entzündet--ich suchte einen neuen Rheumatolgen auf.Dieswer guckte sich nur den Finger an--meinte PSO Arthritis und verschrieb mir Ibuprofen--sei ja alles noch nicht so schlimm.Der Finger schmerzt höllisch--die Sehne ist kaum belastbar--da hilft IBU auch nicht mehr.
      Dann ein Gang zum Orthopäden--dieser machte als erster mal endlich ein MRT meiner Wirblesäule--nur was dann kam, schockte mich doch. Er meinte nur, wenn ich nun nichts tue, würde ich bald im Rollstuhl sitzen..Eine OP käme nicht mehr in Frage--nur Schmerzlindernde Spritzen.
      Er selber könnte nicht helfen--ich bekam eine Einweisung in die Rheumaklinik..und das ist nun der Supergau--Termine erst in 5 Monaten--okay , ich ließ mir den Termin geben für Mai 2021--dieser wurde mir nun gerade per sms storniert--der nächste ist dann erst im August oder September.
      Ich weiß vor lauter Schmerzen nicht wohin mit mir--bewege mich dennoch viel, so weit es geht--aber das ist doch kein Zustand.
      Ich habe zwar die Auswertung des MRT hier--aber verstehe nur Bahnhof. Ist hier jemand, der das evtl. schon mal entschlüsseln könnte--der Orthopäde ist iwie nicht förderlich, da wohl kein Interesse mehr an mir.
      Ich komme mir eh immer so seltsam vor bei den Docs--wirklich mal zuhören, ist nicht deren Stärke...
      Vielen Dank, fürs Lesen
      elfe

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