Die Rheuma-Liga Rheinland-Pfalz lädt zu einer Online-Veranstaltung über "Rheuma bei Kindern" ein. Die Veranstaltungen finden online über Microsoft Teams statt, so dass Betroffene aus ganz Deutschland teilnehmen können.
Referen ist Dr. Boris Hügle, Chefarzt der Kinder- und Jugendrheumatologie im Rheumazentrum Rheinland-Pfalz.
Anmeldungen gehen an: info@rheuma-liga-rlp.de
Die Veranstaltung ist kostenlos.
06.05.2026 14:00
Hallo Pso-Gemeinde,
ich bin neu hier und wollte mich mal vorstellen und meine Erfahrungen preisgeben und nach Tipps fragen.
Ich leide seit etwa 2001 an Pso. Es kam auf einmal und ich habe es erst heruntergespielt und ging nur von trockner Haut aus. Doch als es dann auf der Kopfhaut und im Gesicht schlimmer wurde, habe ich nach etwa einem halben Jahr einen Hautarzt aufgesucht und die Diagnose erhalten. In der Familie bei uns ist nichts bekannt und mir wurde immer nur gesagt ich solle Stress vermeiden. Doch für mich war es immer ein Teufelskreis, denn die Pso hat mir Stress bereitet.
Naja jedenfalls habe ich alle möglichen Salben probiert und nichts hat wirklich etwas dauerhafter geholfen. Zudem habe ich mich bei jedem Arzt schlecht beraten gefühlt und das Gefühl sie wollen mir nicht helfen oder sind einfach überfordert. Nach drei erfolglosen Versuchen einen "anständigen" Arzt zu finden, habe ich dann, in meinen Augen, den Volltreffer gelandet. Ich war in Berlin bei einem Arzt, der mich verstand und meine Probleme im Alltag sah. Zur Info: Ich bin mittlerweile 26 Jahre alt.
Naja, jedenfalls habe ich die blauen Fumaderm Tabletten bekommen und siehe da, schon bei den initial haben sie angeschlagen. Zu diesem Zeitpunkt hatte und habe mittlerweile die Pso auf der Kopfhaut, am Brustbei, den Ellenbogen und Oberschenkeln, sowie am rechten Unterschenkel. Und es blüht nun wie lange nicht mehr, aber dazu später.
Jedenfalls habe ich dann die eingetlichen Fumaderm erhalten und eingenommen und nach 2 Monaten war alles restlos verschwunden. Und das ohne große Nebenwirkungen. Das einzige was ich hatte war ca einmal wöchentlich ein Flush im Gesicht. Die Wirkung hat bei mir, nachdem Fumaderm nach ca. 5 Monaten abgesetzt wurde, etwa 1 - 1 1/2 Jahre angehalten. Als es langsam wieder losging bin ich wieder zu meinem damaligen Arzt des Vertrauens, um erneut nach Fumaderm zu bitten. Jedoch weigerte er sich und meinte es wäre nicht nötig und hat mir wieder ein paar Salben mitgegeben, die mir nicht geholfen haben, so dass mittlerweile wieder alles aufblühte. Nachdem ich wieder einen Versuch gestartet habe einen Arzt aufzusuchen, aber wieder dieselben Salben erhielt, die mir nicht halfen, habe ich die Hoffnung aufgegeben und mich ca eineinhalb Jahre von den Ärzten zurückgezogen, nahc dem Motto: "Mir hilft es sowieso nicht!" Also warum Zeit verschwenden. Nun bin ich allerdings wieder an dem Punkt angelangt, wieder einen Arzt aufzusuchen, da es mittlerweile immer schlimmer wird und ich wöchentlich neue Stellen ausfindig machen kann. Während der Arztlosen Zeit habe ich mich mit Salycilvaseline über die Zeit gerettet, dass zumindest die harten Schichten abgetragen werden.
Nun meine Fragen. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Seit Ihr auch einmal an einem Punkt angelangt, an dem Ihr Euch von den Ärzten abgewandt habt?
Mittlerweile bin ich umgezogen und wohne nun Nähe Braunschweig. Kennt einer von Euch einen guten Hautarzt dort? Ich bin mittlerweile wieder bereit mich in Behandlung zu begeben. Oder woran erkenne ich, dass der Arzt "gut" ist? Da hilft wohl nur testen? Wie empfehlenswert seht Ihr Fumaderm? Wie bekomme ich den Arzt dazu mir Fumaderm zu verschreiben? Ich will endlich wieder ein einigermaßen uneingeschränktes Leben führen können. Ich weiß das beginnt mit dem Kopf, aber ich she die Sache mittlerweile etwas anders als am Anfang und bin nun bereit auch was dafür zu tun.
Vielleicht könnt Ihr mir ein paar Tipps im Umgang mit Pso und den Ärzten geben. Sorry, für den langen Text, aber ich hoffe bei Euch etwas Hilfe finden zu können.
Vielen Dank und Gruß
ein Betroffener!