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Erfolgreiche nachhaltige Heilung: Psoriasis pustulosa (anfängliche Diagnose: Dyshidrotisches Ekzem)

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Hier seht ihr meinen Werdegang mit dieser Krankheit. War echt nicht einfach. Heute sind es nun 3 Jahre beschwerdefrei. Vielen Dank am meinen Arzt in Nürnberg, meine Physiotherapeutin in Marloffstein und alle die mir damals Bestand gaben. Es war ein Kampf wie kein anderer. Ich kann seit nun 2 Jahren wieder jeglichen Sport machen. Eines konnte ich leider bis lang noch nicht aufgeben: das Rauchen. Aber was solls .... ein Laster ist doch ok oder :)?

 

So long ~ Andreas

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Das Jahr 2014 ist fast schon rum, deshalb mal wieder ein herbstliches Update von mir und meinem Verständnis warum bei mir die Psoriasis pustolosa damals 2009 ausgebrochen ist und was die Ärzte nicht wirklich gesehen hatten. Alle Internetseiten sprechen von unterschiedlichen Risikofaktoren und eventuellen Folgen durch Psoriasis. Ich denke mittlerweile allerdings, dass Psoriasis pustolosa im speziellen eine Folge einer Stoffwechselstörung ist und nicht wie beschrieben der Auslöser solcher ist. Falls man den Stoffwechsel und die Blutwerte nicht in den Griff bekommt, so wie in meinem Beispiel nun über 5 Jahre, kann man "nur" diese Form der Schuppenflechte pflegen und lindern, nichtsdestotrotz wird sie sonst immer da sein. Als Vorläufer der Schuppenflechte waren bei mir dyshydrotische Ekzeme an allen Fingern, Nägeln oder auch im Fussbereich zu beobachten. Erst in minimaler Form, dann in ausgeprägter Form über alle Extremitäten.

 

Was mir NICHT geholfen hat:

 

- Kortison als dickes NO-GO: Bringt nur vorübergehend was, Ecural, Dermoxin etc. wirken anfänglich wundertoll, haben aber katastrophale Nachwirkungen. Die Stellen werden nur noch schlimmer nicht besser auf lange Sicht. Es sieht so aus als würde die Schübe die normalerweise Schrittweise auftreten auf einmal "unterdrückt", allerdings zeigt sich nach spätestens 4 Wochen ein Schub der mit gesammelten Kräften rauskommt. Die Wirkungen dieser Salben werden von mal zu mal schwächer. Sie werden auch den gesammelten Schub wieder unterdrücken nur viel langsamer. Problem am Ende sind massiv schlechte Leberwerte (das war das Resumee bei mir) und ein zäher Wendegang zur Besserung, da sich dadurch die Psoriasis-Stellen nur noch ausdehnen. Ich meine fast das bei mir das Kortison Schuld war, dass alle meine Nägel im Anfangsstadium betroffen waren.

- Toctino, Vitamin A Derivat: Wahnsinnig teures Produkt, bei dem man froh ist, dass Krankenkassen es bezahlen - nichtsdestotrotz hatte es bei mir nur Verbesserungen an den Händen - hat als Nebenwirkung gehabt, dass die Hände zwar besser wurden aber die Schübe sich völlig auf die Füsse gelegt hatten. Finger weg von dieser Sch.... (ihr wisst schon)! U.a. hat es eine Liste an Nebenwirkungen, die nicht lustig sind. Hatte Glück und bei mir ist nichts weiter aufgetreten, außer weitergehend schlechtere Blutwerte (Triglyceridwerte sind explodiert!)....

- Jegliche Form von Fettsalben / Olivenöl / sonstige pflanzliche Öle bringen nur Linderung: Ist ganz nett, v.a. da man die Schuppen besser pflegen kann, allerdings Probleme werden hiermit nur gepflegt nicht behoben.

- Multilind Micro Silber: Was für ein Witz - ich denke diese Salbe ist keinen Cent wert. Ist einfach nur ein weiteres Pflegeprodukt. Vielleicht hilft es Neurodermitis im Schach zu halten, aber Heilung kann man sich dadurch nicht versprechen.

 

Was mir GEHOLFEN hat:

 

A) Phase 1 (P1) - die nasse Phase

 

Entstehung der Bläschen - massiver Juckreiz - folgende Verhornung an Händen, Füssen und Nägeln ->

Hier ist es wichtig mit hochkonzentrierter Salzlösung im lauwarmen bis warmen Wasser (Totes Meersalz) gegenzusteuern. In Kombination sollte man mit sehr viel Tee trinken (z.B. Ingwer Tee - warum und wieso, darauf komme ich später) und mit stoffwechselanregenden Produkten (z.B. Dr. Niedermaier Regulatpro Metabolic) entgegen steuern. Das Regulat habe ich 2014 bei einer kleinen Nässephase einfach nur hochkonzentriert "aufgeschmiert" - brennt etwas - aber lässt die Stelle sofort zurückgehen.

 

Die Salzbäder lindern völlig den Juckreiz, man kann die Verschuppung und die Haut danach besser spüren. Fördert die Wundheilung an eingerissenen Hautstellen im Übergang von befallener und nicht befallener Stelle. Ingwer Tee ist im generellen gut, da es der Entgiftung der Leber hilft und das Regulat, wenn man es aufträgt wirkt der Verhornung entgegen. Die Einnahme von zusätzlichem Magnesium z.B. mit Phosetamin und ödemstillenen Venenprodukten, wie z.B. Venoruton Intens optimierte bei mir 2014, dass alle befallenen Stellen nicht mehr angeschwollen sind und zudem die Durchblutung der Hände und Füsse massiv zugenommen hat. (mehr dazu später)

 

Im Abschluss der Phase 1 habe ich nach Salzbad und Regulat noch Aloe Vera Gel (kann das billigste sein, muss nur hochkonzentriert sein) aufgetragen. Kühlt die ganze Situation. Finde immernoch nichts besseres.

 

B) Phase 2 (P2) - die verhornte rissige Phase

 

Falls Phase 1 nicht gut überstanden wurde und die Bläschen durch Juckreiz teilweise aufgekratzt wurden und sich eine riesen Hornschicht bildet, die unter Spannung auch aufreissen kann (im kleinen oder großen Areal) half bei mir am besten Drachenblut zur Wegnahme der schweinchen-rosa Unterhautentzündung (hatte nach der Toctino Erfahrung echt null Bock auf Humira -Tnf-alpha Rezeptor Blocker). Sangre di Drago ermöglicht auch keine finale Heilung, allerdings im Vergleich zu normalen Iod zeigt sich eine "wesentlich" schnellere Wundheilung, Wegnahme der Unterhautentzündung und Stabilisation der Hautgegend bis zum nächsten eventuellen Schub. Auch geht durch das lokale Auftragen des Harzes, die Hornhautschicht perfekt runter und stoppt den silbrigen Wasserfilm. Es fördert zudem die Hautregeneration zurück zur normaler Haut.

Sehr positiv meiner Erfahrung nach bei Drachenblut entgegen aller schulmedizinischer Skepsis war, dass es großflächige Bereiche eindämmt und hat bei mir dazu geführt (im speziellen auch nach oraler Einnahme), dass die Pso wenn sie noch kommt nur spezifisch in minimalsten Arealen auftritt.

 

C) Die Ausheilung bis P1 wieder leicht startet

 

Pflege mit Aloe und Regulatpro reicht völlig aus.

 

Phase 1 und Phase 2 sollten bei vielen von Euch sich wiederholen, immer und immer wieder -> da vergeht einem doch die Lust. Manchmal schlimmer und manchmal nur so ein bischen. Ich sah 2012 und 2013 schon die ersten Teilerfolge mit den beschriebenen Methoden in P1 und P2, allerdings 2014 stehe ich denke ich finaler Weise nun kurz vor dem Durchbruch.

 

Nachdem ich 2013 echt auf fast alles verzichtet hatte, bis auf Drachenblut hier und da und konstantem gutem Bild - bin ich 2014 auf schulmedizinischer Seite etwas stärker aktiv geworden und will den finalen Stoß gegen diese Hautkrankheit. Auch wenn die Bereiche an Füssen und Händen nur noch klein sind, wollte ich endlich die Ursache wissen. Ich glaube diese in meinem Fall gefunden zu haben:

 

1. Gang zum fähigen Allgemeinarzt : Blutbild, Eiweissprofil, Leberwerte

-> Resultat: Dadurch, dass ich bis 2009 so stark zugenommen hatte - ist bei mir scheinbar eine reversible Fettleber entstanden. Vielleicht, kann ich schlecht nachvollziehen ist aber sehr wahrscheinlich durch die Kortison und Toctino Einnahme nur noch viel schlimmer geworden (dementsprechend - ich trinke keinen Tropfen Alkohol - waren in dieser Zeit auch meine gamma GT Werte so hoch!).

Mittlerweile habe ich seit 2009 konstant 15kg weniger auf den Rippen, durch weniger Zucker, Salz und Fett!

-> Triglyceridwerte immernoch seit Toctino extrem hoch

-> Cholesterin niedrig, allerdings LDL zu hoch

-> Hba1c grenzwertig - Achtung Diabetis im kommen - jetzt ist die Frage - ist die Pso daran Schuld oder war das davor schon? Davor war der Hba1c allerdings niedrig bei 4,8.

 

2. Gang zum fähigen Phlebologen

Lustig war, dass dieser Arzt mir sagte, dass meine Hautkrankheit wahrscheinlich durch eine zu geringe Venenleistung extrem begünstigt wird. Er verschrieb mir Venoruton Intens in Kombination mit Phosetamin um die Elektrolyte zu steigern.

 

Seit dem mache ich noch mehr Sport, lasse weitesgehend Zucker weg und behandle die noch kleinen Stellen so wie oben beschrieben.

 

Nägel sind der Wahnsinn, besser waren die noch nie!! Die deformierten Nagelbetten sind mittlerweile alle ausgewachsen. Hat verdammte 4 Jahre gebraucht bis die Daumen wieder zu normaler Form kamen. Entzündungen sind weg, vollständig und ich fühle mich generell besser. Es hat den Anschein, dass bei mir wirklich das Übergewicht zum ersten an allem Schuld war und das die Leber versuchte über die Haut zu entgiften und dass dadurch ab einem gewissen Stadium auch die Lymphe gerade in den Extremitäten verschlackt ist (Vergleich zwischen Fluss und Karpfenweiher). Die Psoriasis war dann einfach nur das Resultat.

 

Ich habe mir nach all diesen Erkenntnissen sehr viele Bilder von Pso an Händen und Füssen angesehen und ich denke da das gleiche gesehen zu haben wie bei mir am Anfang. Die Bereiche der Unterhautentzündungen und der verhornten Finger sind meistens angeschwollen. Diese "Verdickungen" sind meiner Meinung nach bei mir vollständig auf eventuelle chronische Veneninsuffizienz bedingt durch geringe Leberleistungen rückführbar. In Kombination auch noch die wenige Bewegung während der Phase des Studiums und naja ich rauche halt auch noch....

 

Das mit dem Rauchen will ich dann 2015 angreifen, allerdings gehts jetzt erstmal in Richtung Optimalgewicht, dann sollte all dies behoben sein.

 

Ich hoffe, dass dieser kurze Bericht über 5 Jahre Kampf manchen von Euch gleich in die richtige Richtung schiesst, bevor die Irrfahrt startet (Bin im Moment beschwerdefrei bis auf 2 minimale Stellen), allerdings war meine Irrfahrt sehr lange da all diese Hautärzte und auch der damalige Phelebologe in Erlangen scheinbar keine Ahnung hatten... oder keinen Bock... oder achja .. Kortison und Biologicals.. wir haben ja da gute Sachen zum Verschreiben....

 

Gruss an alle, Andreas

bearbeitet 17. Oktober 2014 von loppy

[Zitat]

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Ii1

 lieber Andreas, habe mit viel Interesse deinen Artikel gelesen und auch abgespeichert echt gut. Nun eine Frage zum Drachenblut trägst du es auf die Stelle am Fuß auf und nimmst es auch mit Wasser verdünnt ein? Ich danke dir sehr für deine Rückmeldung

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loppy

Hi li1,

naja außer das es bestialisch schmeckt, sich mit Wasser nicht verdünnt, böse Flecken hinterlassen kann, kannst Du Sangre de Drago (wichtig zu wissen ist: sollte aus Croton lechleri lechleri kommen) nicht in irgendeiner Form überdosieren.

Ich hab damals ja damit geschafft, dass diese großflächigen Areale, des immer wiederkehrenden Pso Ausbruchs zu verkleinern und lokal einzudämmen. Dieser Prozess war anfänglich zäh und gewann durch orale tägliche Einnahme voll an Fahrt. Entscheidend fand ich allerdings, dass beim lokalen Einschmieren immer darauf geachtet wurde, dass das Harz direkten Kontakt zur silberfarbenen bzw. schimmernden Unterhaut unter der Hornhaut hat und gut entziehen kann .. damit verschwindet auch diese permanent Schweinchen rosafarbene Entzündung schrittweise. Je besser die vollständig penible Enthornungspflege z.B. an den Handballen oder extrem ekelig wars auch an den Fingerkuppen erfolgte, desto mehr bringt das lokale Auftragen. Hier stoppt man auch, dass "wandernde" Schubbereiche sich auszubreiten und rissig werden.

Oral ging ich nach Arztempfehlung vor:

Die ersten 6 Monate bis zu 20 Tropfen zum Ingwertee oder Wasser - immer abends. 3x in der Woche dann auch 5 Tropfen am Morgen.

Dann je nach empfinden reduzieren. Auch wenn ich nix mehr habe, nehme ich noch nachwie vor dieses Drachenblut zwischen 1-4x pro Monat, allerdings nur diese 5 Tropfen an beliebigen Tagen und meistens abends.

Wüsche Dir einen erfolgreichen Kampf - Gruß aus Italien, Andreas

Edited by loppy
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    • Finefee 211
      By Finefee 211
      Hallo ihr alle,
      Ich bin zur Zeit etwas in Sorge. Habe meine Diagnose psoriasis Arthritis seit November 2016. Zunächst mit mt x 15 mg,dann 20 mg behandelt ohne erolg,dann kam benepali dazu. Das hat ganz gut angeschlagen allerdings nach acht Monaten seine Wirkung zunehmend verloren,d.h.die Spritze hielt nur noch die halbe Zeit ihre wirkung. Nun nehme ich seit sechs Wochen humira zusätzlich zum mtx.
      . Sofort hatte ich Verbesserungen an Händen und Füßen( habe pustulosa palmoplantaris) und gelenken. Einzig meine Links schulte r und der linke Ellbogen machen mir noch zu schaffen,aber hier verneint der rheumatische einen Zusammenhang zur psoA.
      Jetzt meine sorge: ich habe nach  der zweiten Spritze humira einen stark juckenden Ausschlag am bauch, gesäß und Oberschenkel bekommen. Kleine juckende pöckchen. Zusätzlich habe ich seit 4 Wochen von der hausärztin noch ein Antidepressiva  ( amineurin12,5 mg)und Schmerzmittel für die schulterbeschwerden  bekommen. Ich 600 und novalminsulfon 500. Diese Tabletten habe ich jetzt abgesetzt,da der Ausschlag sich ausbreitet. War noch nicht beim Arzt. Hab sorge,das ich humira absetzen muss. Kann der Ausschlag von humira  kommen? Der Juckreiz ist am schlimmsten.
    • Maverick38MS
      By Maverick38MS
      Hallo,
      ich habe eine leichte Form der Psoriasis pustulosa. Bläschen am rechten Fuß, Stellen hinter den Ohren, kleine Rötungen im Gesicht und Kopfhautschuppen. Ich mache folgendes:
      - 1x die Woche im Winter auf die Sonnenbank 
      - Vitamin D ( Winter 5000 I.E. täglich/ Sommer 2000 I.E. tätiglich)
      - benutze Produkte von Sebamed, zB Urea Shampoo im Wechsel mit dem normalen. Jedoch keine Urea Cremes, da sie nach längerem Gebrauch das Gegenteil hervorrufen. Alternativ Dr. Hauschka Med Mittagsblume. Falls Pso stärker wird benutze ich die PSO Cremes von Naturprodukte Schwarz. 
      Das wars. 
    • An_Ra
      By An_Ra
      Ich schreibe dies in der Hoffnung, dass jemand von meinen Erfahrungen profitieren kann; ich verkaufe nix! Alles, was ich probiert habe kann durch einfache Googlesuche gefunden werden. Die Hersteller sind, glaube ich, egal.
       
      Meine Leidensgeschichte begann vor 2 ½ Jahren. Ich ging damals zu einem Hautarzt und bekam die Diagnose Dyshidrose. Diese Diagnose war falsch, die Behandlung deshalb logischerweise auch! Brennen, Jucken, Schwellung, Verhornung, es wurde immer schlimmer. Beim Gehen riss mir die Haut an den Füßen bis ins Fleisch auf, ich passte in keine Schuhe mehr und nachts konnte ich vor lauter Brennen an Händen und Füßen nicht mehr schlafen. Die alkoholische Kortisontinktur vom Hautarzt brannte, dass es mir die Tränen in die Augen trieb, ich hab es dann nicht weiter genommen. Zeitweise löste sogar Wasser einen Brennanfall aus.
       
      Kühlen tat gut. Ich hab mir aus einem Stoffrest Beutel genäht, mit rohem Reis befüllt und eingefroren. Leider erst viel später kam ich auf die Idee mir eine XXL-Gummiwärmflasche zu besorgen, mit kaltem Wasser zu befüllen und damit nachts meine Füße zu kühlen.
       
      Ich steh auf orthomolekulare Medizin. Auch wenn die Pharmaindustrie jetzt wieder im Viereck springt – ich hatte damit schon mehrmals Erfolg. Ich zog also meine schlauen Bücher und das Internet zu Rate, was da wohl helfen könnte. Gegen Dyshidrose fand ich nichts, wohl aber gegen Hautkrankheiten und Entzündungen – Zink.
       
      Ich ließ mir eine Packung Zink + Histidin (15 mg) aus dem Supermarkt mitbringen. Allzu große Hoffnungen hatte ich nicht, aber ich musste was versuchen. Eine Stunde nach der Einnahme ließ das Brennen deutlich nach und es hielt vier Stunden an. Wiederholung brachte das gleiche Ergebnis. Der Rest war eine Rechenaufgabe. Ich habe mir dann höher dosierte, preiswertere Kapseln (Zink + Histidin, wegen der besseren Verwertbarkeit, eingenommen immer mit Milchprodukten) besorgt und nahm 100 mg täglich – zwei Monate lang, dann reduzierte ich nach und nach auf 25 mg. Das ganz schlimme Brennen kam nicht wieder.
       
      Nebenwirkungen? Ja. Meine Nachtblindheit ist verschwunden. Ich habe keine trockene Haut mehr, der Cremeverbrauch musste um 2/3 gesenkt werden. :-) hab ich die Kosten für das Zink schon wieder drin.
       
      Es ging mir also besser, aber von gut war ich noch weit weg. Ich ging zu meinem Hausarzt, er verschrieb mir eine kortisonhaltige Fettcreme und untersuchte alles, was man mit Blutuntersuchungen raus kriegen kann (Hormone, Schadstoffe, Nährstoffmangel). Alles im grüner Bereich.
       
      Und erst dann, ich hatte mal wieder Google befragt, kam ich darauf, was ich wirklich habe - Psoriasis pustulosa. Jetzt hatte ich einen ganz anderen Ansatzpunkt! Ghee, meinte eine – ich steh nicht so auf Esotherik – Sheabutter eine andere in einem Forum. Naturkosmetik - schon eher, das hab ich ausprobiert und es war gut. Nur die Konsistenz hat mir nicht gefallen.
      Ich mischte nun selbst:
      1 Eßl. Sheabutter, 1 Eßl. Bienewachs (Linsen) und 2 Eßl. Färberdistelöl
      Im Wasserbad schmelzen, unter Rühren im kalten Wasserbad abkühlen
      2 – 3 x täglich ein erbsengroßes Stück auf jeder Fußsohle verteilen.
       
      Und jetzt besserte es sich wirklich. Kortisonsalbe – weg! Kalte Wärmflasche – weg! Reisbeutel – weg! Auch optisch verbesserte sich viel. Die Hände waren ganz in Ordnung, nur gelegentlich ein kleines Bläschen, kein Problem. An den Füßen feilte ich 2 x wöchentlich vorsichtig die schlimmsten Verhornungen ab. Manchmal juckte es, Bläschen deutlich weniger, die Schwellung klang ab, kein brennen mehr.
       
      Eigentlich hätte ich damit leben können – eigentlich. Dann las ich von einer, die sich Hyaluronsäure spritzen ließ und damit alles wegbekommen hatte. In den USA würde das wohl öfter gemacht. Keine Ahnung, ob mein Hausarzt das gespritzt hätte, der nächste freie Termin war erst drei Monate später und solange wollte ich nicht warten. Ich habe mir Hyaluronsäurekapseln besorgt (500 – 700 kda, 200 mg). Schon nach wenigen Tagen besserten sich meine Füße weiter, die Rötungen verschwanden auch. Sandalentauglich!!!
       
      Das war vor einem halben Jahr, seither ist es stabil. Weiterhin nehme ich täglich eine Kapsel Zink + Histidin, ein Hyalurosäurekapsel und schmiere 2 x täglich meine selbstgemischte Salbe drauf. Einmal pro Woche feile ich vorsichtig. Ganz weg ist es nicht, aber eher ein kosmetisches Problem.
       
      Vor drei Wochen habe ich mir die Linola Fußmilch mit dem ph-Wert 4 gekauft und creme damit meine Füße. Ich meine, seitdem habe ich immer weniger zu feilen. Vielleicht ist ja doch was dran, dass man mit zunehmendem Alter ein Problem mit dem ph-Wert bekommt?
       
      Ich hoffe für alle Betroffenen, dass wenigstens etwas Hilfreiches dabei ist. Gute Besserung!
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