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tira

Quark - Selbsttest ca. 6 Monate

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tira

Achtung:
Falls ihr nicht wisst, wie ihr auf äußerlich angewandten Quark reagiert, bitte an einer kleinen, gesunden Hautstelle testen. Im Normallfall sollte keine Rötung enstehen, kein Juckreiz, kein Brennen. Ein kleiner Prozentsatz von Menschen reagiert auf die Milchproteine des Kasein allergisch und für diese wäre mein Behandlungsansatz natürlich schädlich. Darum bitte erst vorsichtig testen.
Bitte immer nur saubere Gefäße und sauberen Quark usw. verwenden (d.h. nie z.B. den Löffel abschlecken und wieder in den Quark stecken usw.).
Bakterien lieben auch Quark als Nährboden, darum auch Vorsicht bei der Anwendung bei kleinen offenen Wunden / Rißen. Beobachtet die Stellen genau, brecht im Zweifelsfalle die Behandlung ab und desinfiziert die Wunde/n oder holt euch ärztlichen Rat.

 

Hallo,

bis heute war ich seit langer Zeit stille Mitleserin, möchte aber nun kurz meine Erfahrungen schildern, die ich in einem Selbsttest von 6 Monaten gemacht habe.

Ausgangslage: Aufgrund einer anderen Erkrankung birgt die Behandlung mit "alten" oder "neuen" schulmedizinischen Therapien für mich relativ große Risiken. Ich hatte auf ärztliche Anweisung eine Teersalbe ausprobiert (massive Verschlechterung durch Reizung und Austrocknung, trotz entsprechender Hautpflege), Linola Produkte und Jahre zuvor Daivonex und Kortisonsalben.  Aufgrund des Leidensdruckes (mittlere bis starke PSO vulgaris an den ganzen Füßen mit großen Rhagaden/Wunden im ganzen Bereich der Fußsohle und zwischen den Zehen), teste ich an mir alle möglichen Hausmittel und Pflanzen, die im Zusammenhang mit Haut- und Immunsystemerkrankungen geschichtlich mal erwähnt wurden und gegen deren Anwendung kein vernünftiger Grund sprechen würde.

Als ich vor etwa 6 Monaten bei hohen Außentemperaturen wieder einmal ein angeschwollenes Sprunggelenk hatte (PSO-Arthritis), wollte ich zur Kühlung einen Quarkwickel machen, anstatt nur einen Kühlbeutel unter das Fußgelenk zu legen. Ich habe den Quark ziemlich großzügig aufgetragen und dabei mehr zufälligerweise auch die Randbereiche meiner PSO eingeschmiert.

Nach etwa 2 Stunden Dämmerschlaf mit Wickel entfernte ich diesen, ließ aber all den Quark auf den Füßen, der sich nur mit Reiben (oder mit Wasser) hätte entfernen lassen. Mit Erstaunen stellte ich in den nächsten Stunden fest, dass ich praktisch keinen Juckreiz hatte, was ich als Zustand schon fast nicht mehr kannte.

Daraufhin begann ich jeweils vor dem Schlafen eine großzügige Schicht Quark auf die Füße und vorallem auch zwischen die Zehen zu schmieren. Da ich mir im Bereich der Füße ein altes Tuch hinlegte, konnte ich auf ein Tuch rund um die Füße verzichten, was mir wichtig war, weil die entzündeten Füße ja immer warm bis heiß waren, der Quark schon sehr rasch zu trocknen beginnt und ich keinen "Wärmestau" haben, aber auch nicht mitten im Tiefschlaf irgendwelche Wickel entfernen wollte. Ich habe mir immer etwas Quark in einem sauberen Gefäß in die Nähe des Bettes gestellt und wenn ich aufwachte und entweder Juckreiz oder brennende Stellen hatte, wieder ein wenig neuen Quark aufgetragen.

Anfangs - die ersten Tage - entfernte ich den Quark nach dem Aufstehen mit lauwarmem Wasser, mit der Zeit merkte ich aber, dass die Wirkung viel besser ist, wenn ich den Quark einfach drauflasse, da selbst das Spülen mit Wasser die Haut offenbar wieder reizte. Die Füße wusch ich daraufhin nur noch in einem lauwarmem Bad mit etwas Molke oder Milch zugesetzt und auch nur dann, wenn ich dies aus hygienischen Gründen tun musste.

Bereits nach 1-2 Wochen hatte ich keine tiefen Riße mehr an den Fußsohlen und auch die Schorfwunden, die sich immer zuvor wieder an den gleichen 4-5 Stellen zwischen den Zehen gebildet hatten, hatten sich so beruhigt, dass sie nicht mehr aufrissen. Wenn ich mal zu einer anderen Tageszeit als vor dem Schlafen einen kurzen Anfall von Juckreiz oder Brennen hatte, griff ich einfach zu ein wenig Quark, der auch nicht unbedingt direkt aus dem Kühlschrank kommen musste.

Magerquark fühlte sich übrigens viel besser an als stark fetthaltiger Quark, vielleicht weil der vollfette Quark wieder so etwas wie eine Fettschicht auf der Haut bildet, welche die Haut nicht mehr atmen läßt und durch das Fett mit der Zeit auch etwas Wärme erzeugt.

Jetzt, nach ungefähr 6 Monaten Quark-Eigenbehandlung, habe ich seit 3 Wochen eine Behandlungspause eingelegt, um zu Beobachten, ob die PSO wieder in gleichem Ausmaß zurückkehren würde. Zuvor war ich ungefähr 8 Jahre nie frei von PSO vulgaris an den Füßen und hatte lediglich etwas mehr oder selten etwas weniger Symptome.

Die PSO-Herde zwischen den Zehen sind nach der Quark-Behandlung fast vollständig weg, vermutlich auch, weil der Quark dort gut "liegenblieb" und wirken konnte. Meine Füße hatten an bestimmten Stellen durch die Entzündung fast eine purpurne Farbe und jetzt habe ich lediglich eine leichte Rötung an den vorher sehr stark befallenen Stellen. Die Haut fühlt sich insgesamt viel weicher an, wenn auch immer nicht völlig normal - zuvor fast überall Schleifpapier körnig, von fein bis grob. Kleine Riße bilden sich lediglich noch an den Stellen an der Ferse, wo man normalerweise auch immer etwas Hornhaut hat.

Ich habe den Eindruck, dass sich dort noch nicht so viel neue und gesündere Haut gebildet hat, wie an den normalerweise Hornhaut freien Stellen. Die Riße sind aber relativ oberflächlich und nicht so tiefgehend wie zuvor. Es wäre mir jetzt möglich, die noch vorhanden PSO-Herde zu zählen, denn dazwischen befinden sich wieder Stellen, wo sich die Haut normal anfühlt. Zuvor waren die einzelnen Herde nicht mehr abgrenzbar zu ertasten. Allgemein ist die Haut im behandelten Bereich überhaupt nicht trocken, ausser direkt bei den "Hauptherden", obwohl ich auf jegliche andere Salben, Mittel, Cremes, Lotionen usw. verzichtet habe.

Ich werde aufgrund der bisherigen Wirkung meine Quark-Behandlung fortsetzen, um vielleicht auch noch die verbliebenen PSO-Stellen zu vermindern oder ganz weg zu kriegen.

Fazit: Kasein, der Hauptbestandteil von Quark neben Wasser, hat bei mir offenbar eine sehr entzündungshemmende, beruhigende und heilende Wirkung. Quark soll früher ein beliebtes Hausmittel der Bäuerinnen bei Hautausschlägen gewesen sein und diese mischten dem Quark oft Hafermehl bei, was ich auch einmal versuchte. Ich empfand diese Mischung als weniger kühlend und darum nicht als optimal.

Ich weiß nicht, ob sich die Haut auch zur Neubildung etwas aus dem Quark holt oder ob nur die Tatsache, dass die Entzündung schonend ausgebremst wird eine Besserung bewirken kann.

Vergessen sollte man auch nicht den Kostenfaktor, vorausgesetzt natürlich die Wirkung. Quark ist im Gegensatz zu all dem, was die meisten von uns schon ausprobiert und selbst bezahlt haben, spottbillig.

Natürlich bin ich an Erfahrungen von euch sehr interessiert. Aufgrund meiner eigenen PSO und Erfahrungen kann ich keine Aussagen dazu treffen, ob und wie eine Anwendung bei anderen und/oder größeren Körperflächen eine Wirkung hat und wie weit diese praktikabel ist. Mich hat der ständige Juckreiz über 8 Jahre fast in den Wahnsinn getrieben, Kühlbeutel haben jeweils nur kurze Zeit geholfen und unterwegs hätte ich dann am liebsten auf der Straße die Schuhe ausgezogen, um zu kratzen. Da Quark auf Baumwolle keine Flecken macht und problemlos auswaschbar ist, kann ich gut damit leben, getragene Socken erst einmal umstülpen zu müssen, um die Quarkbrösel auszuschütteln. Auch Quark auf dem Bettlaken ist mir völlig egal, solange ich wieder ohne Juckreiz, Brennen und Schmerzen gehen kann. Für "Super-Putzteufel" - ohne entsprechenden Leidensdruck - wäre aber Quark vermutlich nicht das adäquate Hausmittel.

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Claudia

Hallo @tira

ich kenne die Anwendung von Quark bisher nur "indirekt", also als Wickel.

Hat denn deine Psoriasis arthritis irgendwie reagiert?

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tira

Hallo Claudia,

ich kann bisher mit dem Quark als Wickel zumindest die akut auftretenden Entzündungen mit starker Schwellung im Sprunggelenk (Talus und Calcaneus Knochen) und die Sehnenansatz-Entzündungen in den Fingern stoppen. Ich nehme in starken Entzündungsphasen zusätzlich täglich 600 mg Ibuprofen,  wobei der Quark ohne Ibuprofen eine Wirkung zeigt, umgekehrt nur die Ibuprofen alleine aber nicht. Mit der Ibuprofen dämpfe ich halt auch ein wenig den Schmerz, der vor allem bei den Fingern sehr stark sein kann.
Ich finde das mit dem Quark schon erstaunlich, da ich mit der Anwendung von Kühlbeuteln nicht annäherend das gleiche Ergebnis hatte bzgl. PsoA, hingegen mit nicht so kaltem Quark schon und weil sowohl Knochen wie auch Sehnen/Muskel darauf reagieren. Es kann beim Quark also nicht die Kälte sein, die mir hilft. Leider verlangen meine Entzündungen am "Rumpf" nach Wärme und ich überlege mir daher, ob ich Kasein meiner selbst gemischten Salbe/Creme irgendwie beifügen kann, ohne die darin enthaltenen Bakterien usw. abzutöten. Kasein, als Hauptbestandteil von Quark, wurde früher von Bauern auch sehr oft zum Anstreichen der Tierställe benutzt, weil die Bauern wussten (oder ahnten), dass es aufgrund der bakteriellen Zusammensetzung ein Klima für gesündere Tiere schafft. Ich vermute, dass genau diese Bakterien eine Wirkung haben.

Wie ich in meinem Beitrag erwähnte, hab ich nach meinem Test etwa 3 Wochen Pause eingelegt, direkt nach dem Schreiben des Beitrags aber wieder mit dem Quark (für die Haut) begonnen, da meine verbliebenen Pso-Herde wieder brennende Fußsohlen auslösten. Bereits nach einer Nacht Quark war das Brennen weg und ich werde jetzt geduldig weitermachen, denn so ein Ergebnis hatte ich nicht mal mit Cortison-Cremes, die meine Leber aufschreien liessen.

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malgucken

Hallo tira,

danke für deinen ausführlichen Bericht. Ich finde, du hast schon erstaunliche Ergebnisse erzielt. :daumenhoch:

Allerdings stelle ich mir die Handhabung nicht ganz einfach vor, vor allem wegen der Schmiererei usw.. Aber was macht man nicht alles, um Linderung zu erfahren.

Wünsche dir weiterhin viel Erfolg!:)

Es grüßt

Kati

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tira

Hallo Kati,

mit etwas Essbarem herumschmieren, dass sich zudem sogar mit kaltem Wasser fleckenlos auswaschen läßt, braucht nur die ersten paar Male etwas Überwindung. Gegen den Juckreiz und die Schmerzen an den Fußsohlen war das Geschmiere dann sozusagen ein (Quark)-Klecks und man wird ja mit allem immer geschickter, wenn man es ein paar Mal gemacht hat. Ich muss zwar manchmal mein Bett absaugen, um den Quark loszuwerden, aber zuvor waren es die Hautpartikel, die herumflogen. Da fand ich die Teersalben wesentlich schwieriger in der Anwendung und die haben so ziemlich alles verdreckt - ich war also schon ziemlich abgebrüht was dies betrifft. :D

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    • Guest Märzenbecher
      By Guest Märzenbecher
      hallo,
       
      ich bin neu hier. Die Diagnose PSA hatte ich mit Mitte 30. Behandelt wurde nichts. Damals hatte ich Gelenkschmerzen (Hände, Daumengroßgrundgelenk beidseitig, ISG Gelenke Beidseitig) und starke Kopfhautschuppen. Die diagnostizierende Ärztin warf nur einen Blick auf meinen Kopf und sagte sofort: PSA.
      Wie gesagt behandelt wurde nichts. Sie meinte nur, möglichst wenig Medikamente wäre wichtig, das wäre auto-immun.
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      Bin nun, fast 60 Jahre, in voller Erwerbsminderungsrente wegen Fibromyalgie. Behandelt wird immer noch nichts. Dazu gekommen ist: sehr starker Juckreiz. Festgestellte Allergien und Unverträglichkeiten ohne Ende. Kann kein Getreide mehr essen, kein Gluten, Keine Milch, keine Konservierungsmittel, Farbstoffe, Gewürze, nichts Fermentiertes,keine Nüsse, und so weiter. Es geht nur noch frisches Fleisch und Gemüse, möglichst stärkefrei. Ich reagier auf jedes falsche Essen mit Juckreiz - unerträglich!
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      Einmal, vor mehreren Jahren, wurde das Ganze von einem Hautarzt als Neurodermitis diagnostiziert und ich bekam ein cortinsonhaltiges shampoo, das war herrlich, da war der Juckreiz direkt weg.
      Derzeitige Beschwerden:  Starker Juckreiz auf der ganzen Hautoberfläche, vom Kopf ausgehend.
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      Nie Rheumafaktoren gehabt. Also Blutwerte völlig unauffällig.
      Ein, zweimal Wurstfinger, völlig geschwollene Finger. 
      Morgensteifigkeit vor allen Dingen ISG Bereich
      starke Erschöpfung (CFS-Symptomatik)
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      Was soll ich tun?
      Man wird ja eh nicht ernst genommen bei Ärzten.
      gruß Märzenbecher
       
    • Laale
      By Laale
      Hallo liebes Forum,
       
      ich habe seit ca. 15 Jahren eine recht große Schuppenflechte am Kopf. Jetzige Größe ist der Hinterkopf von Ohr zu Ohr bis hoch zum Scheitel. Find ich schon recht groß. Es juckt und dicke Schuppen sind auch drauf. Ich habe ständig Schuppen im Haar und auf der Kleidung, werde auch schon drauf angesprochen.
       
      Ich habe 3 Hautärzte durch, es gab immer nur: Cremes, Öle und Shampoos in diversen Variationen, mit und ohne Cortison. Erfolg überall gleich Null.

      Angeblich habe ich auch Morbus Bechterew laut Rheumatologen (dafür spricht laut ihm das MRT, meine Beschwerden und die Psoriasis).
      Dennoch, ich weiß nicht, was ich noch an Therapien versuchen soll. Ich lese hier immer wieder von der UV-Bestrahlung. Sowas hatte mein Hautarzt zwar, hat es bei mir aber nie in Erwägung gezogen bzw. erwähnt.
      Nächste Anlaufstelle ist die Dermatologische Ambulanz im Klinikum. Aber was ist, wenn die auch nur mit Cremes kommen, die wieder nichts bringen? Habt ihr gute Erfahrungen mit bestimmten Medikamenten gemacht? Was hat gar nicht geholfen?
      Ab wann ist ein stationärer Aufenthalt indiziert?

      Fragen über Fragen, aber ich bin langsam verzweifelt..

      Liebe Grüße,

      Laale
       
       
    • Guest Barb
      By Guest Barb
      Hallo, zusammen,
      im Moment quält mich der Juckreiz: praktisch kratzen, bis die Haut weg ist. Um mich abzulenken, bin ich mal auf rheuma-online gegangen, um was über PSA zu lesen. Da fand ich etwas ganz Erstaunliches, nämlich dies
      Zu finden ist das hier:http://www.rheuma-on...sarthritis.html
      Leicht angefressen ob dieser Behauptung habe ich mir den Rest erspart. Nach dem Motto "Was juckt mich rheuma-online?".
      Ich glaube, ich habe gar keine Pso, sondern Ekzeme
      Gruß
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