Psoriasis arthritis - Wie geht ´s weiter
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Hallo!
Als erstes möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin 30 Jahre jung, komme aus dem schönen Rostock und bei mir wurde vor 3 Tagen die Psoriasis Arthritis diagnostiziert. Ich lebe seit 30 Jahren mit der ausgeprägten Schuppenflechte und hatte in meiner Teenager Zeit hin und wieder Schmerzen in den Knien, Ellenbogen und Schulter. Die Schmerzen hatte ich dann immer erfolgreich mit Wärme und Ignoranz behandelt (wenn auch nicht immer von langer Dauer). Die Schuppenflechte ist nie "weggegangen". Von den vielen Dermatologen und Allgemeinmedizienern während meiner "Schuppenflechtenkarriere" kam immer nur der Satz: "Ach Sie haben Schuppenflechte, die werden Sie eh nie wieder los" (Mittlerweile werde ich wahnsinnig bei diesem Satz) Nachdem in den letzten 10 Jahren durch die verschiedenen Sälbchen und Tinkturen die Flechte nur schlimmer geworden ist, kam auch hier wieder das "Medikament" Ignoranz und selbstverordnete Cremes aus der Apotheke. Damit hab ich dann ganz gut gelebt. Bis vor 2 Jahren die wahnsinnigen Schmerzen im Lendenwirbelbereich und in der Hüfte anfingen. Ich habe zu der Zeit im Callcenter angefangen und dachte "ok, das liegt an den Stühlen und der eingeschrenkten Bewegung" Also Schmerzmittel eingeworfen, Fahrrad gekauft und von da an nur noch mit dem Rad zur Arbeit. Mittlerweile arbeite ich nicht mehr im Callcenter, sondern als System- und Netzwerkadministrator im Außendienst (bin also den ganzen Tag im Auto unterwegs), mein Traumberuf. In den letzten Monaten wurden die Rückenschmerzen so stark, das ich sie leider nicht mehr ignorieren konnte und bin dann mal wieder zum Arzt. Es folgten Massagen und ein Besuch beim Orthopäden. Beide waren der total Fehlgriff, da ich nach den Behandlungen noch mehr Schmerzen hatte als vorher. Also wieder zum Arzt und noch ein Rezept für manuelle Therapie, aber diesmal eine andere Physiotherapiepraxis gesucht. Der Therapeut... klasse. Mir wurden das erste Mal nach Jahren geziehlt Fragen zu meiner Lebenskrankheitsgeschicht gestellt und er drängte mich zu einem Besuch zum Rheumatologen. Da war ich dann jetzt auch und er stellte die Diagnose und hat eine Therapie mit Humira angefangen. Da ich aber den Glauben an Medikamenten schon seid langem abgeschworen habe und mir in den letzten Tagen, nach sehr vielen und langen Internetrecherchen klar geworden ist, das ich mit Ignoranz jetzt nicht mehr weiterkomme, frage ich mich was ich außer Humira noch tun kann. Aktuell mach ich zur Zeit noch Krankengymnastik um wieder mehr Beweglichkeit in meine linke Körperhälfte zu bekommen. Aber wie lange kann ich die von meiner Krankenkasse noch bekommen? Ich habe von Ernährungsumstellung und Fastenkuren gelesen, aber macht das bei einer Körpergröße von 1,63m und einem Gewicht von gerade mal 45,9 Kilo Sinn... Die Diagnose hat mich ganz schön aus der Bahn geworfen, da ich immernoch gehofft habe, es sind simple Rückenschmerzen, das wird schon wieder. Ich meine, ich bin gerade mal 30, liebe meinen Job und kann ihn aktuell nur zu 50 % ausführen und eigentlich ist er jawohl "Gift" für meine Gelenke??? Fragen, über Fragen und viel Text, aber ich wüßte nicht an wen ich mich sonst wenden könnte. (Die Hobbies etc. kommen auch in einem anderen Thread dran, versprochen
)
Vielen Dank für eure Geduld und Ausdauer beim lesen und viele Grüße aus dem noch sonnigen Norden
Madeleine