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Guest Falk
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Hallo im Netz,

Ich hätte da eine Frage:

Ich, m, habe Pso seit ca. 15 Jahren, erst ganz klein, mittlerweile an vielen Stellen, mit ständigem versalben mit Psorcutan kann ich die Herde halbwegs im Grif behalten. Nun auch noch das Gesicht.

Seit ca. 1999 Schmerzen in versch. Gelenken, Zeigefinger links, Daumen rechts dann dazu LWS & Schulter & Ellenbogen rechts. Alle Rö-aufnahmen o.B.

Nun wurde von 2-Seiten die Diagn. Pso Arthritis. Als Therapie nun MTX.....

Wie steht es neben allen anderen Auswirkungen mit der Zeugungsfähigkeit? Wir wollten eigentlich noch ein zweites Kind. Kann mir da jemand etwas sagen??

Danke Falk

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Guest Karin

Hallo Falk,

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ich selbst habe MTX noch nicht angewandt habe aber einiges darüber gehört. Die Nebenwirkungen sollen ja nicht ohne sein. Bekommst du das Medikament in Tablettenform oder als Injektion?? Im Netz habe ich über den link www.netdoktor.de unter dem Stichwort Medikamente nur gelesen das die Anwendung in beiden Fällen (Mann oder Frau) bei Kinderwunsch nicht ratsam ist da es zu einer Schädigung kommen kann. Schau dir doch die Seite selbst mal an und erkundige dich nochmals beim Doc ob es nicht andere Möglichkeiten für dich gibt. Ich habe mir selbst nun mal das THERAFLAX bestellt mal sehen ob es hilft. Ich wünsche dir alles Gute und hoffe das es auch für dich ne schonendere Methode gibt

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Gruss Karin <br>

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Guest Raiber

Hallo Falk,

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bevor ich solche Keulen anwenden würde, würde ich versuchen in Kur zu fahren was bei Deiner Diagnose kein Problem sein dürfte eine Genehmigung dazu zu erhalten. Es gibt einige gute Kliniken in Deutschland, ich selbst fahre jetzt im Mai zum 3. mal nach Bad Bentheim, wo man neben der Behandlung der Psoriasis und Psoriasis-Arthritis auch den Umgang im täglichen Leben mit der Krankheit lernen kann. Viele Fachvorträge werden dort zu diesen Themen angeboten. Auch die Nachbehandlung für zu Hause wird meistens dort in den Kliniken mit den Patienten besprochen und eines ist Gewiss. Du wirst nirgendwo solch gut ausgebildeten Ärzte finden zum Thema Psoriasis wie in den Fachkliniken, denn diese beschäftigen sich überwiegend mit dieser Krankheit, was Du zu Hause vom Hautarzt oder Pso-Arth. beim Orthopäden leider nicht erwarten kannst.

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Gruß

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<br>Raiber

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  • 2 weeks later...
Guest Gast - Andree

<img src="http://img.homepagemodules.de/clown.gif">

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Hi Falk,

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junge, junge, MTX ist ein Hammer.

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Auch ich habe Pso mit arthritischem Erscheinungsbild.

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Gott sei Dank arbeitet meine Frau in der Krankenpflege und hat somit natürlich die entsprechende Literatur zur Hand.

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MTX ist ein Krebsmedikament. Es zertsört also nicht nur kranke Zellen, sondern leider auch die Gesunden.

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Ich weiß bis heute nicht warum die Ärzte so einen Mist verschreiben.

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Was die Zeugungsfähigkeit anbelangt, mach dir mal keine Sorgen, ich habe schließlich zwei Jungs zu Hause, die bislang noch nicht befallen wurde (Chnace liegt bei 30%).

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Gruß

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Andree

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  • 4 months later...
Guest Matthias

Sei froh, dass Du zwei gesunde Jungs zuhause hast- das hat mit MTX in diesem Fall aber wohl eher nichts zu tun. Wie Du vielleicht weißt, wirkt MTX teratogen, d.h. hochgradig keimschädigend (Deine Jungs wären also eher gar nicht auf der Welt). Die allgemeine Empfehlung lautet, dass bei einer Therapie mit MTX bei Männern bis mindestens 3Monate nach Ende der Therapie für einen zuverlässigen Empfängnisschutz gesorgt werden muss, bei Frauen bis 2 Jahre (!) danach.

Ob übrigens Deine Jungs Schuppenflechte bekommen werden, wird sich möglicherweise erst herausstellen, wenn sie erwachsen sind - wann ist es bei Dir aufgetreten?

Noch was: natürlich ist es keine optimale Lösung, bei einem kippligen Stuhl die restlichen drei Beine abzusägen - wenn es aber die einzig mögliche ist, um ein Umkippen zu verhindern, ist ein Stuhl, den man mit einem Kissen ein bisschen aufpolstern muss, sicher besser!

Natürlich ist MTX ein hochgradig wirksames und leider auch potentiell gefährliches Medikament - in der Hand eines Arztes, der/die damit umzugehen weiß und unter sorgfältiger Kontrolle aber eine Möglichkeit, die man nicht pauschal von der Hand weisen sollte.

Grüße

Petra

Matthias

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Guest Bärbel

Hi Matthias, ich weiss nicht, ob Du mit deinem Satz "in der Hand eines Arztes, der/die damit umzugehen weiß und unter sorgfältiger Kontrolle aber eine Möglichkeit, die man nicht pauschal von der Hand weisen sollte" so recht hast. Ich glaube, dass Ärzte zu schnell solche Hämmer wie MTX verschreiben. Ich habe seit 3 Jahren Pso-arth. und sollte schon bei meinem 1. Besuch MTX bekommen. Ohne dass der Arzt (Rheumatologe) mir irgendetwas über das Medikament berichtet hat. Ich war aber damals der Meinung, dass mir VIOXX reicht und ich damit gut zurecht komme. Trotzdem hat mich der Arzt bei jedem Besuch bei Ihm auf MTX angesprochen. Irgendwann hat er mich dann gefragt was ich eigentlich von ihm will wenn ich seine Medikamente nicht nehmen will. Ich hab dann den Arzt gewechselt. Auch der 2. Arzt hat mir sofort MTX verordnet diesesmal mit Erfolg ich habs probiert. Die Nebenwirkungen waren zehnmal schlimmer für mich als meine Schmerzen. Und ich weiss, solange meine Gelenke auf dem Röntgenbild noch ohne Befund sind werde ich kein MTX mehr versuchen.

Viele Grüße

Bärbel

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Guest Matthias

Hallo Bärbel ,

in Deinem Bericht kommen zwei Schlüsselstellen vor:

"Ohne dass der Arzt mir irgendetwas über das Medikament berichtet hat"

Ein GUTER Rheumatologe erklärt einem alles im Detail, unter anderem weist er( siehe meinen alten Eintrag) darauf hin, das strikte Empfängnisverhütung betrieben werwden muß. Ein Arzt, der bei diesem Medikament nicht sehr sorgfältig untersucht UND informiert ist kein guter Arzt.

" Solange meine Gelenke... noch ohne Befund sind"

MTX und andere Basisitherapeutika sollten dann eingesetzt werden, wenn Gelenkveränderungen drohen. Wenn Du erscheinungsfreie Zeiten hast, in denen Du kein Medikament brauchst, prima. Ansonsten kommt es darauf an, was Du willst. Letztendlich bist Du diejenige die unter den Nebenwirkungen leidet - oder eben im Extremfall als Frührentner mit zerstörten Gelenken dahinvegetierst. Aber soweit, daß die Gelenke akut bedroht sind, scheint es bei Dir ja nicht zu sein. Hier auf dem Board gibt es halt beide Extreme: die die sagen "ich hab da so ein paar Schuppen, nehm ich halt das Zeug" und die die sagen "niemals, bei diesen Nebenwirkungen". Beides kann ich nicht unterschreiben.

Im übrigen: Ein GUTER Rheumatologe hat noch sehr viel mehr Basistherapeutika in der Reserve. Gerade in den letzten Jahren hat sich sehr viel getan, z.B. Enbrel und Arava. Diese Medikamente tauchen bisher in der Diskussion noch gar nicht auf. Vielleicht mach ich dazu beizeiten mal 'nen neuen Thread auf.

Matthias

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Guest Bärbel

Hallo Matthias,

Ich würde natürlich niemals nie sagen. Aber solange ich noch mit den normalen Mitteln auskomme nehme ich nichts dergleichen mehr. Ich war übrigens bei zwei Rheumatologen hier in meinem Wohnort und beide haben mir nichts darüber gesagt, dass das Medikament auch für die Krebstherapie eingesetzt wird und die Wirkung ähnlich wie Chemotherapie sein kann. Ich war auch in einer Rheumaklinik beim Rheumatologen der mir ehrlich gesagt hat, er selber würde MTX auch als letztes Medikament nehmen allerdings hätte man bei Rheuma nicht viele Medikationen. Ich will eigentlich mit meinen Aussagen nur zur Vorsicht anregen und vor uneingeschränktem Vertrauen dem Arzt gegenüber warnen.

Alternativen habe ich von keinem Arzt angeboten bekommen. Zum Glück gibt es hier das Forum in dem man einiges und vor allem immer mal was Neues erfährt.

Gruß

Bärbel

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