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Guest Home of PSO

Guten Tag Herr Doktor!

Ich bekomme seit nunmehr fast 5 Jahren Humira.

Vor etwa 2, 5 Jahren erhöhte sich der Streptokokken-Titer in meinem Blut auf einen Wert von etwa 780.

Etwa ein halbes Jahr davor hatte ich einmal starke Halsschmerzen, welche jedoch ohne Antibiotikabehandlung abklangen. Kurze Zeit darauf (also etwa 3 Monate bevor der Wert sich erhöhte) musste eine Art Abszess unter meinem Arm operativ behandelt werden. Noch bevor der Wert sich erhöhte bekam ich unter Humira einen geringfügigen Schub mit Befall im Gesicht und an den Händen. Dieser war nach etwa 2 Monaten Kortison (topisch) wieder verschwunden und ich blieb bis zum Februar diesen Jahres erscheinungsfrei.

Seitdem verschlechterte sich mein Hautzustand zusehends und ich bekomme nun seit etwa 4 Wochen Metex FS 20 mg zusätzlich als Injektion. Da nun bisher keine (nicht auf Kortison zurückzuführende) Besserung eingetreten ist, gehe ich davon aus, dass das Humira nun letztlich deutlich an Wirksamkeit verloren hat.

Mein Arzt stellte mir nun folgendes Ultimatum:

"Sie bekommen von mir erst ein anderes Biologika, wenn sie sich die Mandeln entfernen lassen."

Meine HNO Ärztin hält es nicht für erforderlich die Mandeln entfernen zu lassen, da sie zwar weniger beweglich als normal wären, aber ansonsten keine Anzeichen einer Mandelentzündung vorlägen. Die Entscheidung würde einzig und allein bei mir liegen.

Da der AST- Wert bis heute rückläufig ist (aktuell etwa bei 400 und sehr langsam weiterfallend) und ich keine Beschwerden mit den Mandeln habe, fühle ich mich in gewisserweise genötigt.

Die Tatsache, dass die Schuppenflechte sich unter einem AST von um 700 deutlich besserte und wieder verschwand ist für mich als Laie ein mehr als deutlicher Hinweis darauf, dass zwischen dem reinen Wert und der Krankheitsintensität nicht zwingend ein Zusammenhang besteht.

Im Gegenteil könnte man aufgrund der vorliegenden Daten beinahe darauf schließen, dass jetzt, da der Wert wieder niedrig ist, sich dies negativ auf meine Schuppenflechte auswirkt (kleiner Scherz am Rande von mir;-)

Meine Fragen sind daher folgende:

1. Ist es rechtens, dass der Arzt einen Therapiewechsel ausschliesst, solange ich mich nicht seinem "Befehl beuge mir die Mandeln entfernen zu lassen, obwohl die zuständige Fachärztin dies nicht für erforderlich und gewinnbringend hält?

2. Ist es nicht normal, dass der AST im Blut genau wie jeder andere "Antikörper" sehr lange im Blut verbleibt, und auch dann nicht sofort rapide sinkt wenn eine angenommene Infektionsquelle beseitigt wird (ich ziehe hier einen gedanklichen Vergleich zu Impfungen, wo ja die Antikörper auch zum Teil ein Leben lang, oder zumindest für einige Jahre im Blut erhöht sind).

Egal welche Frage ich meinem Arzt stelle er schiebt immer den AST-Wert vor. Das macht auf mich einen engstirnigen Eindruck.

Eine letzte Frage noch: Ich höre in letzter Zeit verstärkt von Regressforderungen gegen Ärzte, die angeblich zu viele oder zu teure Medikamente verschrieben haben.

Bin ich, da Fumaderm wegen Unverträglichkeit abgesetzt werden musste, für den Fall, dass nun auch Metex nicht hinreichend wirkt grundsätzlich als Humira-Patient "berechtigt" auf Kosten der GKV mit anderen (teuren) Biologika wie z.B. Stelara behandelt zu werden?

(Falls Humira und Metex zusammen nicht ausreichend wirken)

Ich hoffe ich frage nicht zu spät.....

Bitte bringen sie ein wenig Licht ins Dunkel.

Es dankt ihnen mit freundlichen Grüßen

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Dr.Weyergraf

Guten Tag,

Streptokokkeninfektionen können in der Tat eine Bedeutung für die Schuppenflechte-Aktivität haben und es gibt sogar Fallbeschreibungen von langanhaltender Erscheinungsfreiheit der Psoriasis nach Mandelentfernung. Dies lässt natürlich nicht den Schluss zu, dass bei Ihnen auch ein solcher Erfolg zu erwarten wäre, aber es gibt doch gute Gründe, zu einer solchen Operation zu raten, auch wenn aus HNO-ärztlicher Sicht keine Notwendigkeit zu bestehen scheint. Das Problem sind nämlich die streptokokken-geprägten T-Zellen in der Mandel, die den "weit entfernten" Hautbefall mit beinflussen können. Auf der anderen Seite deutet ein abfallender AST-Wert auch auf eine Abnahme der Immunantwort hin, der aber nur die B-Zell-Aktivität greifbar macht, also einen anderen Bereich des Immunsystems. Die Therapiezusage an einen operativen Eingriff zu koppeln ist grundsätzlich sicher problematisch, vielleicht hilft ein klärendes Gespräch mit dem ja sehr wohlmeinenden Kollegen?

Die Angst vor Regressen ist sicher ein ganz zentrales Problem in der Psoriasis-Therapie, da es schnell um enorme Summen geht. Die Regeln für eine Verordnung von Biologika sind aber sehr klar geregelt und für jedes neue Biologikum muss seitens des Arztes geprüft werden, ob er sich innerhalb der Zulassung befindet. Dann droht auch kein für die Krankenkassen erfolgreiches Regressverfahren. Von Bedeutung hierfür sind die Vortherapien, besonders die "klassischen Immunsuppressiva" wie MTX und CyA sowie Fumaderm und evtl. Neotigason. Erst danach oder bei Vorliegen von ebenfalls klar definierten Gegenanzeigen ist eine Biologika-Therapie möglich. Von Bedeutung sind natürlich auch Begleiterkrankungen, die vielleicht ebenfalls eine Biologikagabe rechtfertigen würden wie eine behandlungsresistente Arthritis oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

mit freundlichen Grüßen, Dr. med. Ansgar J. Weyergraf

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    • defi
      By defi
      Hallöchen,
      ich lese hier schon seit einigen Jahren und hab mir einige tipps von euch abgeschaut und jetzt dachte ich meld ich mich hier doch auch mal und schreib ein paar takte, Schaden kann es nicht.
      Erstmal ein wenig über mich selbst, ich heiße Kevin bin 23 Jahre jung und komme aus Ba-Wü, ich hab eine abgeschlossene Lehre als Zimmermann hinter mir und arbeite nach wie vor auch noch begeistert in diesem Beruf.
      Da ihr alle selbst ganz gut bescheid wisst wie PSO das Leben beeinflusst und der großteil von euch das selbst schon durchgemacht haben spare ich mir einfach mal den "mimimi" teil und komm direkt mal zu meinen bisherigen Behandlungen.
      - Bestrahlungstherapie (Kaum machbar wärend der Arbeit)
      - Verschiedene Salben und äuserliche behandlungen (bei einem 10 stunden tag im dreck?)
      - Fumaderm (hat 1 Jahr gut geholfen danach andauernder Flash & Magenkrämpfe)
      - Ciclosporin (schreibt man das so?? ^^)
      - MTX (Abgebrochen wegen sehr hohen Leberwerte)
      Bevor ich mir das anhören muss: Nein ich trinke keinen Alkohol wärend einer Therapie
      In den Pausen gönn ich mir jedoch mal nen glaß Jacky <3
      Das ganze hat sich etwa über 4 Jahre so hingezogen und war eine üble Achterbahnfahrt,
      zum teil war ich zu stur um einfach mal später zur arbeit zu gehen zum anderen war es mir auch
      nicht immer möglich die Dinge zu beeinflussen. Sprich den ganzen Tag auf der Baustelle abends dan noch eventuelle lange Fahrzeiten wegen auswärts Baustelle dan hat der Doc eben schon zu
      Auch zu anfang dachte ich "achwas bischen haut das ist halt ausschlag das geht schon wieder weg" und hab die ganze sache mehr oder weniger ignoriert bis ich dan mal endlich zum Hautarzt bin.
      Zu stolz, zu dickköpfig, viel zu stur ... und jetzt bereue ich es, zu lange gewartet, zu lange nichts getan, zu lange gedacht "Der Herr gibt es, und der Herr nimmt es"
      Mein aktueller stand ist recht schwammig, ich warte derzeit auf meine Blut ergebnisse bzw. auch auf das "okay" von der Krankenkasse um endlich Biologics zu bekommen. Ich denke Stelara wird es werden, Ich hoffe nächste woche kann es dan los gehen (zwangspause wegen MTX) bis dahin hänge ich etwas in der Luft. Krank geschrieben und am Langeweile schieben
      Ich habe auch geplant hier im Forum ein kleines Biologic Tagebuch zu führen, ich weiß nicht ob das jemand helfen könnte, aber mir hilft es bestimmt das aufzuschreiben um es einfach losgeworden zu sein.
      Falls noch fragen im raum stehen immer raus damit, ich freue mich immer über Post
      mfg Kevin
    • Enno 48
      By Enno 48
      Hallo liebes Forum
      Bin neu hier und suche etwas Rat und Entscheidungshilfe. Habe seit ca. 1Jahr PSA eventuell unerkannt schon länger... Bis jetzt sind paar Finger- und Zehengelenke betroffen, nehme tgl. Diclo (was gegen die Schmerzen hilft, aber die Entzündung wohl nicht wirklich aufhält) und soll jetzt MTX bekommen. Bei dem Beipackzettel keine leichte Entscheidung!!! Auch meine Frau(Anästhesistin) ist alles andere als begeistert. Wie geht es Euch mit dem Mittel und kann man das auch problemlos absetzen?
      Grüße Enno
    • Supermom
      By Supermom
      Hallihallo,
      dieses Jahr komme ich irgendwie auf keinen grünen Zweig mehr...
      Nachdem ich im Januar aus dem Simponie schleichen musste, weil es einfach nicht mehr wirken wollte, die kalte Lungenentzündung mich aus dem Rennen nahm und überhaupt alles coronamäßig blöd lief... Startete ich einen Versuch mit Embrel, erfolgslos... nun Humira und zusätzlich fährt die Rheumatologin das MTX wieder hoch (was ich hoffte los zu sein) aber es bleibt ein Dauermuskelkater, ein steter schmerzhafter Druck in Gelenken, Muskeln, Sehnen... und ich bin sooooo müde. Die Schilddrüse hat ihre Arbeit auch irgendwie eingestellt und mein Herz geht in Sprüngen... Alles wird geradet ständig kontrolliert und versucht mit Medikamenten in ein Gleichgewicht zu bekommen.
      Manno!!!! Kaum, dass ich über die 50er Hürde gehüpft bin, werd ich zum Frack.
       
      Ich arbeite so gern.. aber in letzter Zeit kann ein Arbeitstag zu einem Berg werden, den ich irgendwie nicht erklommen bekomme... Mag mich selber nicht mehr.
       
      So fertig mit Jammern, jetzt koche ich mir einen Tee und dann gehts in den Wald, dem Sonntag noch ein wenig Sinn geben. Herzlichen Dank fürs "Zuhören"
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