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Biologica und Corona Virus


Gürteltier1976

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Gürteltier1976

Hallo Schuppis,

seit langer, langer Zeit schreib auch ich mal wieder hier. Seit dem ich Humira und jetzt neuerdings Amgevita spritze geht es mir weitesgehend gut bis sehr gut. Abgesehen von gelegentlich trockenen Augen, etwas erhöhter Infektanfälligkeit und Müdigkeit ein/zwei Tage nach der Spritze ist alles ok. Keinerlei Plaques, Gelenke und Sehnen funktionieren. Bei mir läufts so gut, dass ich ein zwei mal die Woche Laufen gehen kann (ca. 10-15 km) und sogar Halbmarathon (1-2x im Jahr) laufen kann. 

Was mir allerdings im Augenblick echt Sorgen bereitet, ist dieses Corona Virus. Es gibt ja dazu weder Impfstoff noch Medikamente die das Virus aktiv eindämmen können. Humira/Amgevita setzen das Imunsystem außer Kraft. Gibt es für uns Patienten bezüglich dieser erhöhten Gefahrensituation eigentlich schon Empfehlungen?  Wie handhabt ihr das?

Der aktuellen Presse ist zu entnehmen, das in China hauptsächlich ältere Menschen und Menschen mit vorgeschädigtem und schwachem Imunsystem versterben. Ich krieg da langsam echt ein mulmiges Gefühl.

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Da ich heute Taltz spritzen sollte habe ich nochmal mit meiner Ärztin in der Uni Ulm Kontakt aufgenommen. Ihre Antwort hat mir Mut gemacht. Deshalb wollte ich sie weitergeben. Bezüglich Taltz

Hallo, also heute meinen Rheumatologen gefragt und der meinte, das ich meine Medis beide ruhig weiternehmen soll und diese erst absetzen bzw.pausieren, wenn sich bei mir irgendwelche Symptome eines In

Stelara wird laut der bei der European Medicines Agency (EMA) vorliegenden Dokumentation in Holland fabriziert, und dann via Belgien und diverse Landesgesellschaften auf den Markt gebracht: Wo

Hallo Gürteltier

Bei der gleichen Medikation mache ich mir nicht die geringsten Sorgen wegen dem Corona Virus. Eine Grippeschutzimpfung habe ich, wichtig finde ich auch regelmäßiges Händewaschen, besonders nach dem Einkaufen. Es ist ja auch nicht so das das Imunsystem ganz heruntergesetzt wird. Meines Erachtens nur ein wenig eingedämmt. Größere Menschenansammlungen sollte man natürlich meiden, was bei einem Arbeitgeber mit knapp 1000 Mitarbeitern natürlich realitätsfremd ist. Bin schon froh das ich das döspaddelige Händeschütteln für mich abgeschafft habe.

Angst bringt einen da nicht weiter. Lebe also genau so wie vor dem Corona Virus.

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vor 25 Minuten schrieb Bibi:

hall, Gürteltier1976 -

es gibt einen Beitrag dazu - am Rande bemerkt - schaue doch bitte mal -

nette Grüsse sendet - Bibi -

Bibi - Gürteltier wollte nichts über die Gürtelrose Impfung, sondern über die Kombination BIOLOGICA und den CORONAVIRUS wissen.

@Gürteltier1976

VanNelle hat schon einiges angeführt, dem ich voll zustimme. Man sieht doch keinem an wie genau er es mit der Hygiene nimmt. Meide Menschenansammlungen, wasche deine Hände und lasse vor allem das überholte Händeschütteln und Küsschen links und rechts sein. Um nur mal einige Vorkehrungen zu nennen.

Gruss Anne

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  • 4 weeks later...

Ich möchte das Thema kurz aufwärmen. Es besteht wissenschaftlicher Konsens darüber, dass mind. ca. 2/3 der dt. Bevölkerung Corona abbekommen werden. Die Frage ist, in welchem Zeitraum. Weiterhin ist heute zu lesen, dass der erste lebensbedrohliche Fall in D bei einer Person ist, die immunsupprimierende Mittel nehmen musste, wg. einer bevorstehenden Organ-OP. Nun nehmen hier ja viele auch Immunsuppresiva, wie auch ich. Ich versuche, Dinge objektiv zu betrachten und dann stelle ich fest, dass ich, wie die meisten anderen auch, wahrscheinlich das Virus bekomme in einer Zeit, in der ich mein Immunsystem drücke. Nun zur Frage: Hatte jmd. schon mal die Möglichkeit, mit seinem Arzt zu sprechen, ob es hinsichtlich Corona und Biologicals Emphelungen gibt? Ich habe erst wieder im Mai Termin.

Danke und VG

Edited by s9874471
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Gürteltier1976

Ja! Hab mit meiner Ärztin am Rheumazentrum in Herne darüber gesprochen. Sie sagt, das das Risiko natürlich deutlich erhöht sei, es aber noch keine Empfehlung gebe mit Adalimub zu pausieren. Ich solle vor jeder Spritze kurz Rücksprache halten, ob sich an dieser Situation was geändert hat. Darüber hinaus: große Menschenansammlung meiden. Kein Stadion etc. 

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vor 11 Stunden schrieb s9874471:

Es besteht wissenschaftlicher Konsens darüber, dass mind. ca. 2/3 der dt. Bevölkerung Corona abbekommen werden. Die Frage ist, in welchem Zeitraum.

Hallo s9874471,

kannst du dafür eine Quelle nennen? Der Virologe Prof. Christian Drosten von der Charité in Berlin hat sinngemäß diese Aussage getätigt. Er hat jedoch vorweg gesagt, dass diese Analyse nur Spekulation ist.

Die Äußerung eines einzelnen Wissenschaftlers ist von "wissenschaftlichem Konsens" weit entfernt.

VG

Psalterium

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Kämpfe auch gerade mit mir ob ich mit Stelara Sonntag beginne, würde mir sicher bald Linderung bringen. Das vorige Biologika habe ich vor 3 Wochen abgesetzt (nach Empfehlung meiner Ärztin), war auch aufgebraucht. Da der ganze Spuk mit Corona aber wohl nach Aussage von Virologen noch bis zum Sommer gehen kann, wäre das echt noch eine lange Leidenszeit. 

Meinen Italienurlaub Ende Mai habe ich schon abgesagt, echt eine blöde ungewisse Zeit. Mache mir eigentlich keine Sorgen wg. einer möglichen Infektion hier in Bayern, bin aber schon vorsichtig.

Lg. Lupinchen

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Eine Antwort für uns habe ich hier gefunden:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html

 

Zitat

 

Was sollten Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf beachten

  • Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion, zum Beispiel durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten) und weitere Maßnahmen der Kontaktreduktion (ausführlich beschrieben in Referenz 2: COVID-19: Optionen für Maßnahmen zur Kontaktreduzierung in Gebieten, in denen vermehrt Fälle bekannt wurden )
  • Wichtig ist auch eine aktive Information über das Krankheitsbild, die bei der frühzeitigen Selbsterkennung von Symptomen helfen kann.
  • Erkrankte sollten rasch Kontakt aufnehmen zur Hausarztpraxis oder telefonisch zu anderen beratenden Stellen:

    • Beratung hinsichtlich individueller Maßnahmen
    • Beratung hinsichtlich labordiagnostischer Abklärung von COVID-19
  • Wenn in der näheren Umgebung (z.B. im privaten oder beruflichen Umfeld) Fälle von COVID-19 bekannt werden, sollte dies ebenfalls entsprechend mitgeteilt werden, um gezielte diagnostische Maßnahmen zu beschleunigen.

 

Einen wichtigen Punkt finde ich: Wir müssen auch unser Umfeld informieren, auch Kollegen usw. Wenn da alle so sorgsam sind wie man selbst, verringert sich das Risiko einer Ansteckung nochmal. 

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Ich habe die gleiche Frage übrigens auch auf unserer Facebook-Seite gestellt – um zusammentragen, was den Leuten so geraten wird.

Hier eine Aussage:

Zitat

Ich bekomme am Dienstag die ersten Spritzen Cosentyx . Hatte sicherheitshalber in der Praxis nachgefragt, ob das zum jetzigen Zeitpunkt ok ist.
Von Seiten der Praxis gab es keine Bedenken, es wurde mir überlasen zu entscheiden.
Habe unter 2,5 Jahren MTX auch nichts gehabt und werde Dienstag gehen.

 

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vor 28 Minuten schrieb Claudia:
  • Erkrankte sollten rasch Kontakt aufnehmen zur Hausarztpraxis oder telefonisch zu anderen beratenden Stellen:

    • Beratung hinsichtlich individueller Maßnahmen
    • Beratung hinsichtlich labordiagnostischer Abklärung von COVID-19

Na ob das was nützt?

Wenn sich dann doch keiner zuständig fühlt?

https://www.jetzt.de/gesundheit/coronavirus-verdacht-wie-sich-das-leben-in-quarantaene-anfuehlt

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Hallo ihr Lieben, danke für die rege Beteiligung. Sobald ich Infos von meiner (mir sehr geschätzten) Rheumatologin diesbezüglich bekomme, melde ich zurück. Nehme Seit Anfang Januar Cosentyx 150 mg - ein Segen. 

vor 5 Stunden schrieb psalterium:

Hallo s9874471,

kannst du dafür eine Quelle nennen? Der Virologe Prof. Christian Drosten von der Charité in Berlin hat sinngemäß diese Aussage getätigt. Er hat jedoch vorweg gesagt, dass diese Analyse nur Spekulation ist.

Die Äußerung eines einzelnen Wissenschaftlers ist von "wissenschaftlichem Konsens" weit entfernt.

VG

Psalterium

Ich stütze mich auf Aussagen von Prof. Drosten, Dr. Gassen, Prof. Kekule, FDA, usw. . Letztlich kann man über den Zeitrahmen spekulieren, kaum aber über die Mathematik hinter einer jeden Pandemie in einer Herde. So habe ich Prof. Drosten auch verstanden. Nunja, ich möchte mich aber nicht streiten. Es soll jeder für sich entscheiden, welcher Argumentation er folgt. 

Und ja, ich habe keine Panik, wohl aber Sorgenfalten in einem Land, in dem Aussitzen zur Staatsräson geworden ist. 

Euch alles Gute und bleibt gesund. 

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vor 16 Stunden schrieb s9874471:

Sobald ich Infos von meiner (mir sehr geschätzten) Rheumatologin diesbezüglich bekomme, melde ich zurück.

Ja gern, bin gespannt.

Im Moment ist die Empfehlung des Hautärzte-Verbandes: Wer Symptome hat, soll das Medikament absetzen. Alle anderen sollen alles tun, um sich nicht anzustecken. Und für den Hinterkopf, aber nicht als Absetz-Empfehlung: Einige Medikamente machen mehr infektanfälliger als andere. Mehr hier:

https://www.psoriasis-netz.de/medikamente/coronavirus-psoriasis-medikamente.html

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Ich will ja nicht absetzen, sondern müsste beginnen. Nachdem es mir heute Nacht, echt schlecht ging, GsD erst gegen morgen, bin ich echt am überlegen. War noch nie so unsicher, bin sonst immer froh gewesen mit einer Therapie beginnen zu können. Wenn ich bedenke, dass ich mir in der normalen Grippezeit wg. Ansteckung usw. nie Gedanken gemacht habe, verstehe ich mich selber nicht so genau. Bin nicht der ängstliche Typ.

Lg. Lupinchen

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halber Zwilling
vor einer Stunde schrieb Claudia:

Ja gern, bin gespannt.

Im Moment ist die Empfehlung des Hautärzte-Verbandes: Wer Symptome hat, soll das Medikament absetzen. Alle anderen sollen alles tun, um sich nicht anzustecken. Und für den Hinterkopf, aber nicht als Absetz-Empfehlung: Einige Medikamente machen mehr infektanfälliger als andere. Mehr hier:

https://www.psoriasis-netz.de/medikamente/coronavirus-psoriasis-medikamente.html

Liebe Claudia, tausend Dank für Deine zeitnahen Recherchen und Informationen!

Genau das macht dieses Forum so einzigartig! (Die tollen Mitglieder und ihre Beiträge natürlich auch, keine Frage 😉)

Liebe Grüße vom halben Zwilling 

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Tja,das Absetzen oder eben auch nicht, muss jeder für sich entscheiden.  Ich bekomme MTX und Benepali. Habe schön öfter eine mehrwöchige Pause einlegen müssen. Nach Rücksprache mit Rheumatologen ( Zahnwurzelbehandlung etc) Werde jetzt definitiv eine einlegen. Den Arzt nochmal anrufen,aber der wird mir das wohl auch raten.

Viele Grüße

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vor 2 Stunden schrieb Bolek68:

Den Arzt nochmal anrufen, aber der wird mir das wohl auch raten.

Ja, und lass uns seine Antwort mal auch wissen.

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Am 8.3.2020 um 11:48 schrieb Lupinchen:

…..ohjeh. Da kann man nur hoffen das niemand in der Nähe ist der einen anstecken könnte.

Lg. Lupinchen

Verstehe dein Problem nicht so recht. Du hast doch eine Datscha inmitten der Pampa. Da wo du mit Snoopy zu Sylvester hin flüchtest. Dort kannst dich doch einbunkern und den ganzen Corona Mist in Ruhe aussitzen. So einfach ist das. smile emoticon kolobok

Nimm genug Klopapier und Nudeln mit.

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Hier ist am WE Wahl und wie ich heute gehört habe, haben viele Wahlhelfer abgesagt. Kann ich nachvollziehen, bin froh das ich wie immer im Briefwahlzentrum eingesetzt bin. Die zuständige Behörde will sich um die Hygiene in den Wahllokalen kümmern und auch im Briefwahlzentrum Desinfektionsmittel bereit stellen. Es werden viele Menschen in einer Turnhalle sein, dass macht mir keine Sorge, aber da es ein langer Abend/Nacht wird, muss man eben mal das WC aufsuchen und davor graut es mir ein wenig, allerdings nicht nur diesmal. Naja werde meine eigenen Schreiber mitnehmen und mein Desinfektionsmittel. Ich hoffe dann nur noch. dass die Anwesenden sich alle an die Hygienevorschriften halten. Bin da aber optimistisch. Und natürlich das meine Knochen nicht zu sehr aufmucken, verzichte ja noch auf das Stelara. Muss wohl ein paar Ibus einpacken. Ich denke aber Corona wird uns noch lange beschäftigen und da muss ich wohl doch demnächst mal anfangen. Bis die Wirkung eintritt kann ja auch länger dauern. Meine Ärztin meinte auch, dass ich nicht zu lange warten soll. Zzt. geht es noch mit Kortison und Ibus.

Unser kleines Hexenhaus ist noch nicht wirklich bewohnbar, hat auch keine Heizung. Wir machen das zzt. mit einem Gasbrenner, sind daher eher draußen um nach dem Rechten zu sehen und durchzuheizen. Wir nutzen wenn es wärmer wird wieder unseren kleinen Wohnwagen, aber hier ist es gerade nur scheußlich wettermäßig. Mir würde es gelenkmäßig dort noch schlechter gehen und mein Hund kuriert gerade einen Abzess aus und da muss er zzt. noch einen Trichter ertragen, da er sich nicht lecken darf. Schön ist da draußen eigentlich nur die Natur und die Ruhe, die wir aber hoffentlich bald bei schönerem Wetter wieder auskosten dürfen. 

Gruß Lupinchen

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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Die ersten Impfstoffe gegen Covid-19 sind da, und es werden bald mehr. In den nächsten Monaten werden immer mehr Menschen mit Psoriasis sich entscheiden müssen, ob und wann sie sich impfen lassen. Gibt es Gründe, die gegen eine Corona-Schutzimpfung sprechen? Kann man sich impfen lassen, obwohl man ein immunschwächendes Medikament nimmt? Muss das Medikament wegen der Impfung abgesetzt werden? Werde ich mit Psoriasis bei der Terminvergabe bevorzugt?
      ?Dieser Artikel wird von uns fortlaufend aktualisiert. Deshalb lohnt es sich, ihn von Zeit zu Zeit neu aufzurufen.
      Hautärzte und Rheumatologen haben dazu unterschiedliche Empfehlungen. Entzündliche Haut- und Gelenkerkrankungen sind eben verschiedene Krankheiten und die Arzneimittel wirken unterschiedlich gut. Auch liegt es daran, dass es für diese Patientengruppe erst allmählich gesicherten Informationen gibt. Diese vorläufigen Ratschläge können nicht die individuelle Situation der Patienten berücksichtigen. Deshalb solltest du mit der Ärztin oder dem Arzt darüber sprechen, bevor du einen Impftermin vereinbarst.
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      Allgemein gelten Menschen mit Psoriasis als anfälliger für jede Art von Infektionen. Viele von ihnen werden mit Medikamenten behandelt, die das Immunsystem beeinflussen. Die ersten Auswertungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen jedoch, dass das bei Covid-19 nicht zutrifft: Weder Autoimmun-Erkrankte noch Rheumatiker stecken sich deutlich öfters an. Sie müssen nicht auffällig häufiger klinisch behandelt werden und es sterben nicht mehr von ihnen als der Durchschnitt. Die Werte bewegen sich zwischen 1,1 und 1.4. Dagegen sind z.B. alte Menschen bis zu 4 x häufiger betroffen, Diabetiker oder Herzkranke bis zu 2 x so oft. Eine möglich Erklärung: Die Medikamente gegen chronisch-entzündliche Krankheiten schwächen das Immunsystem nicht generell. Sie werden in geringen Dosen gegeben bzw. sehr gezielt auf einzelne Botenstoffe des Immunsystems angesetzt. Deshalb spricht man heutzutage von "immunmodulierenden" anstatt von "immunsuppressiven" Präparaten. Es bleibt aber das Risiko, das alle haben: sich mit dem Coronavirus anzustecken und dadurch möglicherweise schwer, folgenreich und lebensgefährlich an Covid-19 zu erkranken. Überlasse es nicht dem Zufall, ob und wie schwer es Dich trifft.
      Tatsächliche Risikogruppen
      Deutsche Dermatologen haben früh darauf hingewiesen: Es ist nicht die Psoriasis an sich, die das Risiko erhöht, sich anzustecken und schwer zu erkranken, sondern deren typische Begleiterkrankungen. Das haben Auswertungen des RKI inzwischen bestätigt: Es trifft eher und stärker diejenigen, die schwer erkrankt sind an Herzschwäche (Insuffienz), Fettleibigkeit (Adipositias) oder Zucker (Diabetes) und auf Raucher. Deutsche Rheumatologen sehen ein höheres Ansteckungsrisiko zusätzlich dann, wenn die Psoriasis Arthritis gerade besonders aktiv ist oder Patienten mit Kortison täglich ≥10 mg behandelt werden.
      US-Rheumatologen dagegen meinen, COVID-19 verlaufe bei Menschen mit einer Autoimmunerkrankung schwerer als beim Durchschnitt der Bevölkerung und könnte weniger wirksam behandelt werden. Sollten sie langfristig recht behalten, wäre es gut, wenn Du geimpft bist.
      Impfen trotz Psoriasis?
      Wer eine chronisch-entzündliche Krankheit wie Psoriasis hat, sollte (unabhängig von Corona) alle empfohlenen Impfungen durchführen lassen. Das gilt auch dann, wenn man mit einem immunmodulierenden Medikament behandelt wird. Sehr selten kommt es vor, dass Menschen gegen Impfstoffkomponenten allergisch sind. Die können sich nicht impfen lassen. Aktuell ist es besonders wichtig, gegen Grippeviren und Pneumokokken geimpft zu sein. Die greifen, ebenso wie die Corona-Viren, die Atemwege an. Es gibt Untersuchungen, nach denen Menschen mit Grippeimpfung deutlich seltener an Covid-19 erkrankt sind. Mehr zum Thema Impfen findest du unter „Die wichtigsten Impfungen bei Schuppenflechte“.
      Übereinstimmend betonen alle Experten, dass es keine medizinischen Gründe gibt, sich allein wegen einer Psoriasis nicht gegen Corona impfen zu lassen. Das American College of Rheumatology empfiehlt Autoimmun- und Entzündungspatienten, sich so bald wie möglich impfen zu lassen, selbst wenn man aktuell "im Schub" sei.
      Die Reihenfolge, in der geimpft wird, ist in der "Corona-Virus-Impfverordnung" geregelt. Mit schweren Erkrankungen, aber auch mit Psoriasis wirst Du bevorzugt geimpft. Die Regelungen werden regelmäßig aktualisiert. Vorgezogene Termin vereinbarst Du bei der entsprechenden Behörde des Bundeslandes. Bescheinigungen gibt es in der Arztpraxis.
      Die US-Rheumatologen, prognostizieren, dass die Covid-19 Impfung nicht so gut wirkt, wenn jemand ein Medikament einnimmt, mit dem das Immunsystem beeinflusst wird. Das war jedenfalls bei anderen Impfungen bisher so. Trotzdem: Selbst ein etwas weniger wirksamer Impfstoff kann auf jeden Fall einen schweren Verlauf von Covid-19 verhindern. Darin sind sich alle einig.
      Für weitere Fragen, z.B. wie sicher die Impfstoffe sind, mit welchen Nebenwirkungen du rechnen musst und worin sie sich unterscheiden, findest du viele seriöse Informationen im Internet, z.B. beim Gesundheitsministerium.
      Medikamente absetzen? – Expertenmeinungen
      Zur Frage, ob bei Psoriasis-Patienten die Medikamente wegen der Corona-Impfung abgesetzt werden sollten, gibt es unterschiedliche Empfehlungen:
      Aus dem Jahr 2019 stammt eine allgemeine Empfehlung für "Impfen bei Immundefizeinz" , veröffentlicht von einer Expertengruppe des RKI. Auf der Internetseite des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen gibt Dr. Ralph von Kiedrowski seine persönliche Einschätzung für Haut-Patienten ab. Er beschreibt, wie er in der Praxis damit umgeht. Eine "offizielle" Stellungnahme von BVDD, DDG und PsoNet) gibt es bisher noch nicht. Für Rheuma-Patienten, mit denen Psoriasis-arthritis-Betroffene meist verglichen werden, gibt es zwei offizielle Empfehlungen: eine von der Deutschen Rheumatologischen Gesellschaft und eine des American College of Rheumatology.
      Alle Stellungnahmen gehen davon aus, dass der Impferfolg am effektivsten wäre, wenn das Immunsystem rund um die Impfung nicht zusätzlich geschwächt werden würde. Wenn geplant ist, eine neue Therapie zu beginnen, sollte deshalb möglichst die Impfung schon abgeschlossen sein. Für diejenigen, die bereits mit einem Medikament behandelt werden, gibt es unterschiedliche Ratschläge. Warum, erklären wir im Folgenden.
      Bei Schuppenflechte der Haut grundsätzlich absetzen
      Für Betroffene mit einer entzündlichen Haut-Erkrankung wie der Schuppenflechte rät Dr. von Kiedrowski die Therapie vor und nach der Impfung zu unterbrechen. Bei Medikamenten, die in sehr großen Abständen gegeben werden, sollte nach der Hälfte der Zeit geimpft werden. Das Immunsystem solle bei der Impfung möglichst wenig geschwächt sein, um sich gegen das Virus wappnen zu können. Dafür benötige man die Lymphozyten, die durch Psoriasis-Medikamente verringert werden. Das Immunsystem benötige, so von Kiedrowski, 7 bis 10 Tage für eine sichere Impfantwort. Wenn die Therapie fürs Impfen kurzfristig unterbrochen werde, sei „nur selten mit einer Verschlechterung der Grunderkrankung zu rechnen. Das läge vor allem an den hochwirksamen Medikamenten.
      Tipps für Hauterkrankte
      Wer mit einem innerlichen Medikament gegen Schuppenflechte behandelt wird, sollte den Impftermin zeitlich mit der Therapie abstimmen: Dr. von Kiedrowski rät, zwei Wochen vor und nach der Impfung keines der Psoriasis-Medikamente zu verabreichen. Denn das Immunsystem benötigt bis zu 10 Tage, um auf den Impfstoff zu reagieren. Medikamente, die täglich, wöchentlich oder alle 2 Wochen gegeben werden, setzt er für vier Wochen ab. Ist der Behandlungsintervall länger, z.B. alle 4, 6, 8 oder 12 Wochen, wird die Therapie nicht unterbrochen. Der Impftermin sollte dann möglichst genau in der Mitte liegen. Um die zweiwöchige Pause nach der Impfung einzuhalten, könne das Medikament bedenkenlos eine Woche später verabreicht werden. Das gilt für den ersten und den zweiten Impftermin.
      Die Abstände zwischen Erst- und Zweitimpfung sind bei den Impfstoffen unterschiedlich. Deshalb haben wir eine Übersicht erstellt, wie Du optimal Impftermine und Therapie miteinander abstimmen könntest. Bitte sprich das rechtzeitig mit der Ärztin oder dem Arzt ab. Es können medizinische Gründe vorliegen, die andere Abstände nötig machen. Nur, wenn du das vor der Terminvergabe abgeklärt hast, hast du eine Chance, dass Dein persönlicher Wunsch berücksichtigt wird.
      Bei Gelenk-Psoriasis grundsätzlich nicht absetzen
      Für Betroffene mit einer entzündlichen Gelenkerkrankung wie der Psoriasis arthritis raten die deutschen wie die US-amerikanischen Rheumatologen das Gegenteil: Die Medikamente sollten wegen einer Corona-Schutzimpfung grundsätzlich nicht abgesetzt werden. Das Risiko, dass die Erkrankung wieder aufflammt, wird als „erheblich eingeschätzt“. Das ist nachvollziehbar: Leider wirken Medikamente gegen die Gelenk-Psoriasis immer noch deutlich schlechter als gegen die Haut-Psoriasis. Das bestätigte uns auch Dr. von Kiedrowski aus seinem Praxisalltag. Die Sorge vor einem Wieder-Aufflammen der Erkrankung könnte bei den Rheumatologen auch aus einem anderen Grund größer sein, als bei den Dermatologen: Rheumatologischen Erkrankungen seien teilweise mit schweren Organschäden verbunden, so Dr. Fabian Proft von der Charité in Berlin.
      Tipps für Gelenkerkrankte
      Die deutschen Rheumatologen raten, alle Medikamente weiter anzuwenden, wenn geimpft wird. Einzige Ausnahme ist ein Wirkstoff, der nicht bei Psoriasis Arthritis verschrieben wird: Rituximab.
      Die US-amerikanischen Rheumatologen dagegen empfehlen nur, alle Biologika und Ciclosporin weiter anzuwenden. Bei Methotrexat (MTX) empfehlen sie zu unterscheiden: Schlägt es gut an, sollte es eine Woche nach der Impfung ausgesetzt werden. Kann damit aber die Krankheit nicht so gut kontrolliert werden, sollte es weitergenommen werden. Ansonsten riskiere man einen erneuten Schub. Die deutschen Impfexperten weisen darauf hin, dass von niedrig dosiertem MTX "keine wesentliche Immunsuppression" zu erwarten sei. Deshalb müsse auch das nicht abgesetzt werden.
      Die US-Experten empfehlen, JAK-Hemmer (z.B.Xeljanz und Rinvoq) generell eine Woche nach jeder Impfung abzusetzen.
      Sehr uneinig sind sie sich bei hoch dosierten Kortikosterioden (täglich ≥20 mg). Die einen empfahlen, das Medikament weiterzugeben, andere würden die Dosis vor der Impfung herabsetzen. Deutsche Impf-Experten verweisen darauf, dass "eine Hochdosis-Glukokortikoid-Therapie über ≥2 Wochen bzw. eine Stoßtherapie mit sehr hohen Dosen als schwer immunsuppressiv" gilt. Deshalb empfehlen die deutschen Rheumatologen, eine Therapie mit Kortisonpräparten (v.a. Methylprednisolon oder Triamconolon) völlig zu vermeiden oder deutlich zu verringern.
      „Kein Evangelium“
      Sympathisch ist, dass diese anerkannten US-Rheumatologen deutlich sagen, dass ihre Aussagen kein „Evangelium“ seien. Zum einen würde sich das Wissen darüber ständig weiterentwickeln. Zum anderen gäbe es große Unterschiede zwischen den Patienten. Wenn also die Mediziner, die Deine Gelenk-Schuppenflechte behandeln, etwas anderes vorschlagen, kann das trotzdem in Deinen Fall richtig sein.
      Tipps zum Weiterlesen
      Die Allgemeinärztin Dr. Ulrike Koock hat in ihrem Blog "Schwesterfraudoktor" 10 Fragen aufgeschrieben und beantwortet, die ihre Patienten immer wieder stellen. Dr. Marc Hanefeld hat sich mit der Kritik an der mRNA-Impfung beschäftigt. Martin Moder von den Science Busters macht ohnehin großartige Videos. Inzwischen hat er auch viel rund um das Thema Corona sehr griffig erklärt. Ein Ausflug zu seinem YouTube-Kanal ist deshalb sowieso alle paar Tage zu empfehlen.
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Die meisten Menschen mit Psoriasis sprechen auf die Corona-Impfung gut an. Das haben Erlanger Forscher in einer Studie herausgefunden. Bei manchen aber reicht die Immunantwort nicht ganz aus. Was ist dann zu tun?
      Schuppenflechte, Rheuma oder Darmentzündungen haben eins gemeinsam: Bei den Erkrankungen reagiert das Immunsystem falsch und überschießend. Dann kommen oft entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz. Forscher des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) an der Uniklinik Erlangen untersuchten, wie gut Betroffene auf eine Corona-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer asprachen.
      "Die Corona-Impfung ist für Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen sogar verträglicher als für Gesunde", schreiben die Wissenschaftler. Reaktionen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Gelenkschmerzen kamen bei Patienten mit Immuntherapien deutlich seltener vor als bei Gesunden. 
      Aber: Nicht alle Patienten mit entzündlichen Erkrankungen sprechen auch ausreichend auf die Corona-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff an. Sie entwickeln dann keinen ausreichenden Immunschutz gegen das Virus SARS-CoV-2. Zum Vergleich: Bei 100 gesunden Probanden entwickelte einer keine neutralisierenden Antikörper. Von 100 Patienten mit einer  entzündlich Erkrankung entwickelten dagegen zehn Menschen keine Antikörper.
      Positiver formuliert, kann man aber auch sagen: 9 von 10 Erkrankten sprechen gut auf die Impfung an.
      Test zwei Wochen nach letzter Impfung
      Dabei waren laut den Forschern nicht die entzündungshemmenden Medikamente die Ursache für das verminderte Ansprechen, sondern die Erkrankung an sich. "Somit gibt es auch keinen Grund dafür, mit der Einnahme dieser Medikamente zum Impftermin zu pausieren", sagen die Leiter der Erlanger Studie.
      Was folgt nun daraus? „Bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen ist es ratsam, die Impfantwort zwei Wochen nach der zweiten Impfung zu bestimmen", meint Dr. David Simon, Assistenzarzt an der Medizinischen Klinik 3 für Rheumatologie und Immunologie des Uni-Klinikums Erlangen.
      "Der wohl beste Weg ist eine neuerliche Impfung idealerweise dann mit einem anderen Impfpräparat", so Simon. Derzeit gäbe es zwar ein starres Impfregime, doch in Zukunft werde es "in gewissen Fällen sicherlich notwendig sein, die Impfstrategie individuell anzupassen, eine neuerliche (dritte) Impfung durchzuführen bzw. auch das Impfpräparat zu wechseln".
      Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Annals of the Rheumatic Diseases“ veröffentlicht.
      Du bist schon geimpft? Wir tragen in einer Langzeit-Umfrage zusammen, ob sich die Psoriasis nach der Impfung verändert hat. Mach mit!  
    • Lupinchen
      By Lupinchen
      Hallo aus Franken,
      es wird sicher in nächster Zeit, beginne aber trotzdem schon mal diesen Thread, neue oder angepasste Apps`s geben. Die meisten werden es wohl installieren und benutzen um ihre Impfung zu dokumentieren. Dazu würde ich es auch nutzen, denn das macht Sinn, für mich. Vorher hat es sich mir nicht erschlossen. Bin eh nicht so der App-Freak. Es geht dabei ja nur um diese einzige Impfung und das kann ich akzeptieren. Mein Impfpass enthält ja schon viele Impfungen, auch welche die ich nicht mehr auffrische, die will ich nirgendwo anders sehen. Dient mir ja auch nur zur Selbstkontrolle und lag sonst bei den anderen Pässen, die man so hat. Natürlich nicht beim Perso...der ist in der Geldbörse.
      Ich möchte aber auch gerne wissen welche ihr sonst noch so um Corona herum benutzt und wozu. Regional läuft da ja auch schon einiges. Habe gerade den Post von Claudia gelesen zu ihrer NW-App....auch interessant. 
      Lg. Lupinchen

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