Jump to content
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
herbert.leichtfuss

Universitätsklinik Bonn

Recommended Posts

herbert.leichtfuss
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo zusammen,

ich habe am 13.03.2019 einen Termin in der Dermatologie der Universitätsklinik Bonn. 

Ich war über etwa drei Jahre Patient in der Ambulanz der Dermatologie der Universitätsklinik Köln und bekam dort Enbrel, Humira, Stelara und Otezla. Im Sommer 2018 hatte ich die Behandlung dort aber abgebrochen. Grund war, dass ich mich dort nach einem Personalwechsel als erwachsener Mensch nicht mehr ernst genommen fühlte. Es war nun eine junge Ärztin für mich zuständig, deren fachliche Eignung ich nicht infrage stellen will, ihre menschliche Eignung aber sehr wohl. 

Enbrel hatte auch nach drei Monaten so gut wie keine Wirkung, Humira musste ich nach drei Wochen schon wieder absetzen, weil die Leukozyten und die Lymphozyten stark zurückgegangen sind, Humira wirkte aber trotzdem noch sehr gut nach, so dass ich erst Monate später Stelara einsetzen musste. Stelara wirkte ebenfalls sehr gut, aber leider gab es nun Probleme mit einem sehr stark schwankenden Lipase-Wert, der teilweise so hoch war, dass ich laut Ärzte Schmerzen haben müsste, aber tatsächlich nie hatte. Der Lipase-Wert kommt von der Bauchspeicheldrüse. Also verlangte man von mir, dass dieses Problem abgeklärt wird, d.h. ich musste die Bauchspeicheldrüse beim Hausarzt und einer niedergelassenen Gastroenterologin per Ultraschalluntersuchung untersuchen lassen. Es wurde nichts gefunden, aber das reichte den Dermatologen in der Universitätsklinik Köln nicht. Also musste ich die Bauchspeicheldrüse in der Gastroenterologie der Universitätsklinik Köln auch noch einmal per Sonographie (Schlauch durch den Mund bis in den Magen) untersucht lassen und dort meinte (!) man dann, eine beginnende chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse erkennen zu können. Immer wenn ich bei der niedergelassenen Gastroenterologin war, war der Lipase-Wert aber fast im Normalbereich, so dass es keine Grundlage für weitere Untersuchungen oder eine Medikation gab. Von einer Untersuchung der Bauchspeicheldrüse durch Einführung einer Sonde in diese wurde auf mir Grund der bisherigen Untersuchungsergebnisse ausdrücklich abgeraten. Laut Gastroenterologin gäbe es nicht selten Fälle, bei denen die Gründe für erhöhte Lipase-Werte nicht ermittelbar seien. Auf Anraten der Gastroenterologin trinke ich nun schon seit über einem Jahr absolut keinen Alkohol mehr, um mögliche Auswirkungen auf die Bauchspeicheldrüse ausschließen zu können; wobei ich eh nie viel getrunken hatte, mittlerweile aber selbst Mon Cheri oder Weinbrandbohnen keines Blickes mehr würdige (wie viel man davon wohl verköstigen müsste, um knülle zu werden). 😉 Trotzdem schwankt der Wert auch heute noch. Für die Dermatologen der Universitätsklinik Köln, die mich von Pontius bis Pilatus laufen ließen, war es trotzdem kein Grund, mir wieder Stelara zu verschreiben. Nach einem Personalwechsel Ende 2017 war nun eine junge Ärztin zuständig, die mir mit ihrer Überheblichkeit schon fast zwei Jahre zuvor sehr unangenehm aufgefallen war. Ich musste nun Otezla nehmen und nach zwei und vier Wochen das Blutbild untersuchen lassen. Nach zwei Wochen waren alle Werte ok, nach vier Wochen waren GOT (über 600) und GPT (über 900) irrsinnig hoch, denn für beide gilt Normalwert unter 50. Otezla musste sofort abgesetzt werden. Nach weiteren vier Wochen war das Blutbild wieder ok, aber auf einmal interessierte es die behandelnde Ärztin überhaupt nicht, weshalb die Werte so hoch waren. Sie wollte einfach wieder mit Otezla anfangen, was ich so nicht hinnahm. Bei Stelara musste ich einen riesigen Aufwand treiben, um den schwankenden Lipase-Wert evtl. erklären zu können und bei Otezla waren die Gründe für die sehr hohen Blutwerte offenbar sch....egal. Da diese Ärztin an Borniertheit nicht zu überbieten ist und auch keine anderen Medikamente als Otezla-Ersatz berücksichtigen wollte, habe ich die Behandlung durch die Dermatologie der Universitätsklinik Köln beendet und mit Daivobet-Gel (vom niedergelassenen Hautarzt verschrieben) notdürftig fortgesetzt. 

Auf Empfehlung meines niedergelassenen Hautarztes hatte ich dann die Helios-Klinik (Universitätsklinik) in Wuppertal aufgesucht. Dort hielt man meine Weigerung der Fortsetzung der Behandlung mit Otezla für richtig. Leider wollte man, dass ich dort drei oder gar vier Tage stationär aufgenommen werde, was ich auch aus beruflichen Gründen ablehnte. Da ich Freiberufler bin, kann ich mich nicht einfach mal für ein paar Tage in eine Klinik legen bzw. nur, wenn es absolut notwendig ist. Da mir der Ablauf einer ambulanten Behandlung (Begutachtung der Haut, Besprechung Vorerkrankungen und möglicher Medikation, Urin- und Blutuntersuchung, abschließende Gespräche mit Übergabe des Rezepts, alle drei Monate Kontrolltermin und dazwischen Blutbildüberwachung durch den niedergelassenen Hautarzt) bekannt ist und als Medikation auch schon Cosentyx bzw. Taltz angekündigt wurde, wäre ein stationärer Aufenthalt überhaupt nicht notwendig gewesen, zumal Wuppertal für mich als Kölner nicht am anderen Ende der Republik ist. Ich hätte jeden Tag nur für wenige Minuten dort sein müssen und ansonsten nur die Zeit totgeschlagen. Aber die Klinik hätte ein Bett belegt gehabt und bei meiner Krankenversicherung abkassieren können, was ich als Sozialversicherungsbetrug verstehe. 

Da ich nun einen Termin in der Dermatologie der Universitätsklinik Bonn habe, befürchte ich, dass ich dort dieselben Erfahrungen machen werde,  d.h. entweder stationär oder keine Behandlung.

Gibt es hier jemanden mit Erfahrungen aus der Dermatologie der Universitätsklinik Bonn, insbesondere mit einer ambulanten Behandlung, sofern es die dort überhaupt gibt?   

bearbeitet von herbert.leichtfuss

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Lupinchen

Das kann man doch vorher klären ob dort ambulant behandelt wird. Ich und einige noch hier gehen in die Rheumatologische Ambulanz, eigentlich falsches Wort dafür, in Erlangen. Da hat man seine Termine und geht dann wieder, die Befunde gibt's später via Mail oder Brief. Rezepte werden bei Bedarf gleich mitgegeben. Für die Dermatologie gilt dort dasselbe. Man muss nur beim ersten Mal via Hausarzt den Termin holen und braucht immer eine Überweisung.

Ich kenne das aus mehreren Uni-Kliniken die so eine Abteilung haben, ich habe es im Web gefunden. 

In Herne, wer aus der Gegend kommt, gibt es eine sehr gute Rheuma-Ambulanz. Dort läuft das genau so.

Gruß Lupinchen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
herbert.leichtfuss

Hallo Lupinchen,

Du hast meinen Eröffnungsbeitrag offenbar nicht verstanden. Zum einen, ich habe kein Rheuma und somit ist Herne und die Behandlungsabläufe dort oder in anderen Rheumatologischen Kliniken für mich aus medizinischen Gründen nicht interessant; obwohl von der Entfernung wäre Herne durchaus noch interessant. Zum anderen war auch ich davon ausgegangen, dass eine ambulante Behandlung in den Dermatologien der Universitätskliniken möglich ist, aber Wuppertal hat gezeigt, dass die ambulante Behandlung der Pso erst nach einer mehrtägigen stationären Aufnahme angeboten wird, die von mir aber aus beruflichen Gründen abgelehnt werden musste und die eigentlich von jedem Versicherten abgelehnt werden müsste, denn diese Vorgehensweise der Universitätsklinik Wuppertal ist doch zum Schaden aller Versicherten. Als Freiberufler muss ich auch noch den "Arbeitgeberanteil" zu KV zahlen, d.h. ich zahle an meine Krankenversicherung 100 % Beitrag und zwar Höchstsatz! Kannst ja mal im Internet recherchieren, wie hoch der Höchstsatz zur KV ist. Da wirste vermutlich blass! Die Kohle für zwölf Monate Krankenversicherung muss man erst einmal verdienen! Da habe ich kein Interesse daran, dass eine Klinik auf Kosten der Allgemeinheit, zu der auch ich gehöre, die Kohle für nix (eine nicht notwendige mehrtägige stationäre Aufnahme!) in den Sack steckt. In der Universitätsklinik Köln habe ich ja gesehen, dass eine ambulante Behandlung vom ersten Tag an möglich ist. Dort musste ich nicht erst einmal mehrere Tage für nix abhängen. Nach einer Begutachtung der Haut, Besprechung der bisherigen Behandlung der Pso sowie weiterer Vorerkrankungen durch mehrere Dermatologen und Abgabe von Blut und Urin (Gesamtzeitaufwand inkl. Wartezeit ca. 1,5 Stunden!) konnte ich wieder heimfahren und Tage später noch einmal zu einem halbstündigen Gespräch und zur Entscheidung über die Medikation kommen. Aber leider ist die personelle Situation dort nicht mehr so, dass ich von denen behandelt werden möchte, obwohl die Universitätsklinik Köln nur acht Km von meiner Wohnung entfernt ist. Trotzdem bin ich bereit bis ca. 100 Km pro Strecke zu fahren.    

Um einen Termin in der Dermatologie oder einer anderen medizinischen Abteilung einer Universitätsklinik zu bekommen, benötige ich nicht den Hausarzt, denn darum kümmere ich mich selber, d.h. ich kann sehr wohl selber telefonieren und auch Mails schicken und dazu auch die Telefonnummern und Mailadressen aus dem Internet heraussuchen. 

Wenn man dann in der Universitätsklinik anruft, um einen Untersuchungstermin zu bekommen, dann heißt das aber noch lange nicht, dass man am Telefon eine verbindliche Auskunft bekommt, ob eine ambulante Behandlung von Anfang an (also nicht wie in Wuppertal erst mehrere Tage stationär und danach ambulant, sondern wie in Köln nur ambulant) möglich ist. Um einen Untersuchungstermin telefoniert man schließlich mit Mitarbeitern, die letztlich keinerlei Entscheidungskompetenz haben und genau so sah es auch in meinem Telefonat mit der Universitätsklinik Bonn aus, obwohl die von mir per Mail ausführlich über meine Situation, d.h. berufliche Situation und bisherige Behandlung informiert wurden. Im Telefonat wurde auf meine Frage betr. ambulanter Behandlung seitens der Universität Bonn nur herumgeeiert. Eine brauchbare Antwort habe ich nicht erhalten, d.h ich fahre jetzt übermorgen dort hin und muss dann schauen, was man mir anbietet. Ggf. bin ich dann vergeblich gefahren, weil man dort dieselbe "Einnahmestrategie" fährt wie in Wuppertal. Und aus diesem Grund hatte ich gehofft, hier von anderen Pso-Patienten der Universität Bonn ein paar Infos zu erhalten, was aber scheinbar nicht möglich ist. 

bearbeitet von herbert.leichtfuss

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
herbert.leichtfuss

Übrigens, es geht nicht nur um die Kosten für einen nicht benötigten, mehrtägigen stationären Aufenthalt in einer Klinik, sondern auch um meine Einnahmen. Wenn ich drei, vier Tage für nix in einer Klinik bin und dort die Zeit totschlage, indem ich irgendwelche Magazine (Stern, Bunte, Praline .....) wälze, dann habe ich für diese Zeit auch keine Einnahmen. Die Honorare in der IT sind nicht gerade gering. Auch diesbezüglich kannst Du ja mal recherchieren, wie hoch die Tageshonorare von IT-Beratern sind. Da hätte niemand die Lust, mehrere Tage in einer Klinik "abzusitzen", wenn die eigentliche Leistung auch ambulant erfolgen kann. 

Kann sich jeder mal Gedanken machen,  ob man einer Klinik zu Einnahmen in Höhe von mehreren Tausend Euro verhelfen will, denen eigentlich keine Leistungen (Pflegetagessatz für was?) gegenüberstehen, wenn gleichzeitig die eigenen Einnahmen um mehrere Tausend Euro geringer ausfallen. 

bearbeitet von herbert.leichtfuss

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und dich später registrieren. Wenn du schon einen Account bei uns hast, logg dich ein, um deinen Beitrag mit deinem Account zu verfassen.
Hinweis: Dein Beitrag wird von einem Moderator freigeschaltet, bevor er erscheint.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Du hattest schon mal angefangen, etwas zu schreiben. Das wurde wiederhergestellt..   Egal, weg damit.

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtig:

Wir verwenden auf unserer Seite Cookies. Du kannst mehr darüber lesen oder einfach weitermachen.