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Kunamo

Hallo liebe Leidensgenossen,

vor ungefähr 1 1/2 Jahren entwickelte sich aus meiner normalen Psoriasis eine Psoriasis Arthritis und zwar in der rechten Hand.  Zu Zeiten meiner "normalen" Psoriasis wurde ich erst ganz klassisch mit Cremes, später mit Fumaderm behandelt. Seit dem Fumaderm hab ich auch auf der Haut keine Schuppenflechte mehr. Nur die Nägel sind noch betroffen.

 Als dann die PSA anfing, bekam ich Otezla, welches aber nur halb so gut wirkte wie erhofft. Nun bekomme ich Stelara 90mg, welches auch nach der zweiten Spritze ihre Wirkung zeigt. Soweit ja alles gut... ABER 

Nun kommen mir und vor allem meiner Partnerin ziemliche Zweifel auf... Klar es hilft mir und die Schwellung sowie die Schmerzen in den Fingern sind echt besser geworden, doch wie sieht es bei den ganzen "harten" Medikamenten mit den Spätfolgen aus? Ich bin jetzt 26 und mache mir ziemliche Sorgen um meine Gesundheit. 

Außer Fumaderm hab ich bisher alles relativ gut vertragen. Hier und da mal ein wenig Kopfschmerzen und andere kleinere Nebenwirkungen, aber gesund kann das auf Dauer ja auch nicht sein oder? Die Nebenwirkungen von Stelara sind ja wirklich nicht ganz ohne!

Ich würde ja gerne etwas softeres, natürliches verwenden, sowas wie Weihrauchkapseln. Doch habe ich ehrlich gesagt ziemlich Angst das es ohne Stelara alles wieder so schlecht wird wie davor. 

Wie steht ihr zu der Sache? Oder hat euch was "natürliches" auch geholfen?

Liebe Grüße,

bearbeitet von Kunamo

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Pfui Spinne

Moin,

mir hat noch nichts geholfen, weil ich sozusagen Psoriasis-Anfänger bin (erst vor kurzem diagnostiziert, MTX steht kurz bevor). Ich habe aber schon ein paar andere Sachen durch und sehe das mit den Nebenwirkungen folgendermaßen:

1. Es muss nicht zwingend zu Nebenwirkungen kommen, was natürlich auch von der persönlichen Vorgeschichte, Umweltfaktoren, eigenem Verhalten, Glück usw. abhängt.

2. Es spricht bei PSA nach meinem Verständnis nichts dagegen, den harten Stoff probeweise abzusetzen und mit anderen Mitteln zu experimentieren. Dann kriegt man ggf. vorübergehend wieder mehr Symptome, aber daran krepiert man ja nicht gleich.

3. Wenn oben 2. nichts bringt und man Sorge um Nebenwirkungen hat, muss man sich halt entscheiden, was einem lieber ist: Psoriasis oder Nebenwirkungen. Hilft nix.

Gruß

PS

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Julianutzu

Hey.

ich bin jetzt 21 jahre und habe PSA mit 18 1/2 bekommen. die arthritis hat sich innerhalb von ca 2 monaten so schlimm ausgebreitet in den Füßen, Händen, Knienen und im Kiefer (verstehen die ärzte nicht warum im kiefer), dass ich nicht ma mehr treppen hoch kam, weil alles so weh getan hat und die musklen wie dauermuskelkater hatten und kaum noch leistung brachten.

nach erfolglosem 11 wöchigem MTX kam simponie. das habe ich jetzt set 2 jahren.

ICh frag mich momentan auch ob die dauermedikamention wirklich das beste ist, oder ob man auch mit homöopathie etwas hin bekommt. aber ich habe zu große Angst vor den Symptomen die wieder auftreten können.

 

Ich werden den Theard mal mit verfolgen ;)

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Matjes

Hallo Julianutzu,

das Problem ist eher, das die Gelenke zerstört werden, wenn man keine geeigneten Media nimmt, die das verhindern - so wie bei dir grad Simponi.

Glaub mir, ich weiß wovon ich schreibe , bei mir war schon viel zerstört als die Biologics auf den Markt kamen.

Ich hatte vorher auch so einiges durch , auch Homöopathie , diverse Rheumamittel, Mtx usw. , hat mir alles nichts gebracht.

Wenn die Gelenke erstmal zerstört sind , kann man nur noch Schadensbegrenzung machen , das es nicht noch schlimmer wird.

Natürlich macht man sich seine Gedanken, was es evtl. mal an Spätfolgen , Nebenwirkungen etc. geben kann, Da muß dann jeder für sich entscheiden , wo er seine Prioritäten setzt und du bist ja wirklich noch sehr jung.

Wenn du einen guten Arzt hast , sprich mit ihm über deine Befürchtungen dahingehend und frag ihn, was es sonst noch für Möglichkeiten für dich gibt.

Lieben Gruß, Martina

  • + 1

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Julianutzu

@Matjes

Vielen Dank. ich habe übernächste Woche wieder ein Termin bei meinem Rheumatologen in der Charité. ICh hoffe, dass ich da mit einer passenden Lösung raus gehe.

das es bei mir mit grade mal 18 Jahren ausgebrochen ist, hat die ärzte auch sehr überrascht.

Aber ich denke Naturheilkunde und Schulmedizin sollten sich die Klinke in die Hand geben und passend kombiniert werden.

 

leibe Grüße Juliane

  • + 2

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Matjes
vor 32 Minuten schrieb Julianutzu:

 

 

Aber ich denke Naturheilkunde und Schulmedizin sollten sich die Klinke in die Hand geben und passend kombiniert werden.

 

Da bin ich ganz deiner Meinung, das wäre prima, wenn man da einen Weg finden würde.

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Claudia

Hallo Juliane,

da hast Du ja schon ordentlich was durch.

Mehr mit Naturheilkunde macht in Berlin zum Beispiel das Immanuel-Krankenhaus, eine rheumatologische Abteilung haben die auch. Die gehen mit der Erkrankung schon seriös um. Im Sommer machen die auch immer einen Tag der offenen Tür mit Vorträgen und zum Beispiel Schnupper-Minuten in der Kältekammer.

Aber das kannst Du auch nach Deinem Termin in der Charité immer noch überdenken.

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    • Waldmeister
      Von Waldmeister
      Guten Abend!

      ich benötige einen Ratschlag von euch. Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Seit ca. 2 Jahren nehme ich 20mg Methotrexat wegen einer PSA und hatte seitdem keine Probleme mehr mit der Schuppenflechte und auch der Arthritis. Jedoch haben sich bei mir in letzter Zeit in der Nacht durch ungünstiges Liegen durch eine Quetschung zwei Fingergelenke an meiner linken Hand entzündet. Ich kann die beiden Finger nur sehr wenig zur Faust krümmen. Ich war damit bei meinem behandelnden Arzt, der mir sagte, dass die PSA wieder aktiv ist und die Sehnen in der Hand entzündet sind. Er empfahl mir eine erneute (ambulante) Behandlung in der Fachklinik mit einer Empfehlung für weitere Medikation (Biologica).
      Ich würde aber gerne eine alternative Behandlung ausprobieren, da ich schon zuviele andere Medikamente einnehme. Leider hat mir mein Arzt so gut wie nichts zu alternativen Möglichkeiten gesagt. Mir ist klar, dass ich etwas dagegen tun muss, bin mir aber unsicher, wie ich die Entzündung an meiner Hand am besten behandeln sollte. Ich habe schon etwas von Fisch-, Lein-, Flachs- und Kümmelöl und sogar Weihrauch gelesen. Ausserdem frage ich mich, ob evtl. auch Extrakte aus der Heilpflanze der Teufelskralle hilfreich sein könnte (Entzündung der Sehnen). Falls nichts anderes wirkt, werde ich doch in die Fachklinik fahren. Aber ich würde gerne eure Meinung dazu hören.
      Gruss
      Waldmeister
    • Hubertus
      Von Hubertus
      Liebe Leute,
      bisher war ich hauptsächlich passiv hier im Forum unterwegs und habe viele wertvolle Infos und auch Ermutigungen erhalten. Dafür vielen Dank. Nun will ich selber etwas berichten, und zwar meine Erfahrungen mit Biologika. Vielleicht interessiert es ja jemanden.
      Ich bin 49 Jahre alt, Nichtraucher, normalgewichtig und halbwegs sportlich. Pso habe ich seit meiner Jugend, lange nur leicht bis mittelschwer und mit Salben in den Griff zu bekommen. Vor rund 15 Jahren kam eine Gelenkbeteiligung dazu. Seit wenigen Jahren wurden sowohl Haut als auch Gelenke deutlich schlimmer. Äußere Faktoren für diese Schübe kann ich gar nicht erkennen. Dann habe ich mich für eine systemische Therapie enschieden und in relativ geringen Abständen Vieles ausprobiert und aufgrund mangelnder Wirkung oder starker Nebenwirkungen wieder abgesetzt: Fumaderm, MTX, Otezla (Apremilast). Vor einem Jahr  - nach langem Zögern - das erste Biologikum: Cosentyx, was nach kurzer Zeit die Haut extrem verbesserte und die Psorias-Arthritis komplett ausschaltete. Nach etwa acht Monaten ließ die Wirkung allerdings nach, gleichzeitig traten sehr blöde NW auf: Haarwurzelentündungen (kleine Pickel) am ganzen Körper, Hautausschläge und -rötungen, sowie neue Pso-Stellen, zum ersten Mal auch im Gesicht, und die Kopfhaut war wirklich sehr stark betroffen. In einer Tagesklinik wurde ich dann auf Taltz umgestellt; obwohl ein anderer Wirkstoff, wird hier ja dasselbe Interleukin wie bei Cosentyx gehemmt. Trotzdem versprachen sich die Ärzte einen Erfolg. Der blieb leider aus, die NW wurden nur noch schlimmer.
      Gleichzeitig begann meine Psyche extrem zu leiden. Immer wieder depressive Phasen, manchmal fühle ich mich sehr antriebslos, könnte nur heulen. Dazu habe ich hier einen Forumsbeitrag geschrieben. Ich habe diese seelische Krise bisher nur auf die Krankheit geschoben, vor allem auf den Frust, dass die anfängliche exzellente Wirkung des ersten Biologikums so schnell nachgelassen hat bzw. die Haut sogar noch verschlimmerte. Inzwischen habe ich - auch nach der Lektüre einiger Forumsbeiträge hier - den Verdacht, dass die depressiven Phasen auch eine Nebenwirkung des Biologikum sein könnte. (Weiß da jemand mehr?)
      Jedenfalls bin ich nun von Taltz auf Tremfya umgestiegen. Ohne Pause. Meine Dermatologin meinte, das würde nahtlos gehen. Also habe ich vor fünf Tagen meine erste Tremfya-Spritze bekommen. Noch gibt es natürlich keine Veränderungen, aber ich bin voller Hoffnung, dass dieses noch neuere Biologikum hilft und die NW zurück gehen werden.
      Ich werde versuchen, hier regelmäßig zu berichten. Vor allem im Hinblick auf die Nebenwirkungen und die Psyche könnte das vielleicht von Interesse sein? Eventuell gebt mir doch bitte ein Zeichen (Kommentar oder Daumen-hoch), ob ich mein "Tremfya-Prototokoll" weiterführen soll.
      So viel auf die Schnelle.
      Herzliche Grüße in die Runde,
      Euer Hubertus
       
       
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