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Die Würfel sind gefallen

Im kommenden Jahr können wir auf 20 Jahre Selbsthilfegruppe Ostheim zurückblicken. Das ist eine sehr lange Zeit und für mich ein Grund die „Regentschaft“ abzugeben. Damit verbinde ich die Hoffnung und den Wunsch, dass jemand aus unserem Kreis meine Rolle übernimmt und damit das Fortbestehen unserer SHG sichert. Bevor ich die Frage nach der Bereitschaft zur Nachfolge in den Raum stelle, möchte ich kurz umreißen, wie unsere Gruppe organisiert ist, was die Inhalte unserer Arbeit sind und welche Ziele wir verfolgen. Unsere Gruppe besteht aus einem kleineren festen Stamm (ca.14 Personen) und wie es so oft ist, eine Art „Laufkundschaft“, Menschen, die von unserem Kreis gehört haben, die unser Thema anspricht, die aber dann aber nicht dabei bleiben. Wir treffen uns 11 x im Jahr zu Gesprächsabenden und Vorträgen. Dazu kommen (Bade-)Ausflüge, ein Sommerfest und Patientenseminare. Also ein Mix aus Freizeitmaßnahmen und fachgebundenen Veranstaltungen. Unsere Vorträge sind in der Regel sehr gut besucht. Auch auf unserer kleinen Internetseite werden die Expertenauskünfte rege genutzt. Und natürlich nicht zu vergessen: unsere Gruppenreisen an das Tote Meer. Wir betreiben ein kleines Forum im Internet, wo Austausch und Bewertung  unserer Aufenthalte am Toten Meer hinsichtlich der gesundheitlichen Erfahrungen und Veränderungen möglich sind. Das alles waren auch Themen unseres letzten Gesprächsabends. Die Aufgaben der SHG-Führung - das dürfte diejenigen interessieren, die meine Rolle übernehmen wollen, ja am meisten interessieren, sind es: - die genannten Aktivitäten zu initiieren, und dabei als Ansprechpartner  zur Verfügung zu stehen (Veranstaltungsort, Dozenten, Raum….) - Dozenten für Fachthemen zu gewinnen - Termine für unsere Treffen fest- und bekanntzumachen - Internetauftritt - Öffentlichkeitsarbeit - Beantragung von Geldern: Am Runden Tisch der Krankenkassen - Kassenführung und Verantwortung gegenüber Geldgeber /Jahresabschluss - Beratungsgespräche In all den Jahren hat unsere Selbsthilfegruppe Ostheim so einiges auf die Beine gestellt, und ich wünsche mir und hoffe sehr, dass unsere SHG Ostheim unter einer neuen Führung mit frischen Wind und neuen Ideen fortbesteht. Als Ansprechpartner für Menschen mit einer Hauterkrankung die einen Rat und Hilfe benötigen würde ich gerne weiter zur Verfügung stehen. Die Gruppenreisen sollen auf Bitten einiger Betroffener auch weiter organisiert werden. Auch der kleine feste Stamm möchte sich gerne weiter treffen.  Unsere Internetseite werde ich gerne noch zwei Jahr weiter laufen lassen, denn es stehen doch sehr gute Informationen für Hilfesuchende zur Verfügung. Meinem/r / Nachfolger’in  stehe ich in einer Übergangsphase mit Rat und Tat zur Seite Mein Entschluss steht fest. Sollte sich niemand finden, der die Verantwortung für unsere Selbsthilfegruppe übernimmt, werde ich Ende des Jahres 2019 die Gruppe schließen. Lässt sich ein Nachfolger für die Selbsthilfegruppe finden?  

Margitta

Margitta

 

Gesprächsabend

Diese zwei Sprüche habe ich für unseren Gesprächsabend nächste Woche ausgesucht und werde diese im Wechsel auf die Sitzplätze bzw. den Tisch legen für jeden Teilnehmer  In unser Gruppe wird 2019 ein Umbruch sein. Es wird einiges zu besprechen geben!!!   Lasst uns Brücken bauen, und wenn der andere nicht zu uns herüberkommen will, so lasst uns zusehen, ob wir zu ihm gehen können.   In der Gruppe zu arbeiten, das wirst du sehen, bringt sehr viel Spaß und neue Ideen

Margitta

Margitta

 

Apothekerin Margit Schlenk: Autoimmunerkrankungen

Interessanter Vortrag den ich vor 14 Tagen in Frankfurt gehört habe. Fragen der Zuhörer sind im Folgenden rot gekennzeichnet. In der Apotheke soll der Mensch als Mensch im Gesamten betrachtet werden, während es verschiedenste Fachärzte gibt die sich mit verschiedensten Leiden auseinandersetzen wird hier überlegt, wo man den Patienten abholen kann damit alle Aspekte betrachtet werden können. Heilkunst bedeutet, dass der richtige Mensch zur richtigen Zeit das richtige Medikament in der richtigen Dosis und Kombination bekommt. Apotheker sind Medikationsmanager, sie fragen danach was ein Patient einnimmt, wie er sich ernährt und nach Laborwerten, auch die Kombination der Medikamente wird hier auf die Person angepasst. Dafür gibt es die Arzneisicherheitstüte, hier wird kontrolliert ob die Medikamente die man einnimmt zueinander und zu den ebenfalls enthaltenen Laborwerten und Diagnoseblättern passen. Manchmal sieht man dabei Cocktails die nicht zusammen genommen werden sollten, oft liegt das daran, dass sich die Betroffenen von Menschen, die sich nicht mit der Thematik auskennen, oder Zeitschriften beeinflussen lassen. Man sollte grundsätzlich mit allen sprechen, die an der Therapie beteiligt sind, nicht nur mit den Ärzten. Selbsthilfe befähigt Menschen mit Problemen, sich besser um diese zu kümmern und den Druck auf Ärzte zu erhöhen. Hier ist das name dropping hilfreich, man muss zeigen dass man sich auskennt. Die Koordination der Selbsthilfegruppen in Bayern erfolgt durch Frau Stippernitz, Apotheken arbeiten mit ihnen eng zusammen. Vitiligo ist autoimmunbedingt, die Symptome der Haut stehen nicht alleine. Es ist wichtig, zu schauen was sonst noch im Körper los ist und ob andere Zustände mit der Neigung zu tun haben. Auch muss man die Haut optimal und schnell versorgen, hierfür ist wichtig zu bedenken was man keinesfalls einnehmen sollte. Dazu gehören pflanzliche Arzneimittel mit Echinacea, dem roten Sonnenhut; auch homöopathische Mittel in der Dosis D6 sind zu meiden. Echinacea steigert die Immunabwehr, was bedeutet, dass der Körper noch mehr von den Fresszellen angegriffen wird. Bei Vitiligo geschieht das an den Melanozyten, auch bei anderen Autoimmunerkrankungen sollte man die Finger von Echinacea lassen, da das spezifische Immunsystem dadurch gefördert wird. Es kommt zur Antigen-Antikörper-Reaktion – die Hautzellen haben Informationsmoleküle, die sogenannten Antigene, auf der Oberfläche, dann werden Antikörper losgeschickt, um diese zu bekämpfen.   Auch gesunde Menschen sollten die Substanz nicht länger als zwei Wochen einnehmen, sonst wird das Immunsystem geschwächt – es empfiehlt sich eine Schaukeltherapie, also immer abwechselnd zwei Wochen Einnahme und zwei Wochen Pause. Autoimmunerkrankungen können auch durch körpereigene Zustände gefördert werden, beispielsweise durch die Körpertemperaturerhöhung bei Fieber. Fieber ist eine Reaktion, um sich gegen Eindringlinge zu wehren. Sie befördert das spezifische Immunsystem, das wiederum körpereigene Zellen angreift – deshalb sollten Betroffene nicht warten, sondern die Temperatur sehr frühzeitig senken. Wadenwickel, die 1°C kälter sind als die im Mund oder Po gemessene Körperkerntemperatur sind hier eine Möglichkeit, wenn im Mund gemessen wird müssen noch 0,5°C hinzugezählt werden. Ohrthermometer sind immer falsch niedrig und haben nicht so viel mit der Kerntemperatur zu tun. Die Wadenwickel sollten immer für circa zehn Minuten aufgelegt werden, sie helfen die Blutgefäße zu öffnen und so die Temperatur zu senken. Ab 39°C Pflicht müssen sie Paracetamol nehmen, aber bitte keine nichtsteroidalen Anti-Rheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac – diese hemmen das COX-Enzym, das die Stoffe bildet, die Entzündungen auslösen. Es kann zwei Stoffgruppen bilden: .Prostaglandine, die Entzündungen befördern und Schmerzen auslösen, und  Leukotriene, die bald noch wichtiger sind. Hierbei handelt es sich um Entzündungsstoffe, die bei allen autoimmunen Entzündungen zu hoch vorliegen und auch für Schwellungen und Schmerzen sorgen. Betroffene sollten alles meiden, was diese per se schon erhöhten Leukotriene noch weiter fördert. Die Entzündungen liegen bei Asthma in den Atemwegen vor, bei Hashimoto-Thyreoditis in der Schilddrüse und bei Rheuma in den Gelenken. Durch die Einnahme der oben genannten Medikamente wird eine Untereinheit des COX-Enzyms 1 gehemmt, die Prostaglandine bildet – das führt dazu, dass mehr Leukotriene gebildet werden können. Die Arachidonsäure, eine Fettsäure die vor allem in Fleisch enthalten ist, wird zu entzündungsfördernden Stoffen umgebaut – deshalb sollte man wenig Schwein essen und insgesamt darauf achten, möglichst wenig entzündungsfördernde Stoffe in den Körper zu bringen. Wild hat beispielsweise ganz wenig, es ist das gesündeste und nachhaltigste Fleisch. Gegen Fieber und Schmerzen sollten sie neben Ibuprofen und Diclofenac auch keine Acetylsalicylsäure in hohen Dosierungen zu sich nehmen; 100mg im Herzgesundheitsbereich sind kein Thema, aber nichts Hochdosiertes wie Aspirin oder Aspirin Complex – diese Complexprodukte sind ohnehin pharmakologischer Quatsch Was gibt es stattdessen gegen Schmerzen?
Nehmen sie bitte Novaminsulfon, Naproxen fällt in die nichtsteroidalen Mittel. Gegen alles ist ein Kraut gewachsen, es gibt einen pflanzlichen Leukotriensynthesehemmer, der hochdosierte Weihrauchextrakt. Den hat Professor Ammon an der Uni Tübingen bei Morbus Crohn erforscht, mittlerweile wissen wir, dass er alle leukotrienbedingten Entzündungen hemmt. Den kann ihnen jede Apotheke zu 280mg in eine Kapsel abfüllen und es wird dann 3mal täglich eine Kapsel eingenommen. Er ist bei allen Autoimmunentzündungen einsetzbar und ist ein reiner Leukotriensynthesehemmer. Bei Vitiligo kann es zu neuen weißen Flecken kommen wenn sie Fieber haben, deshalb muss es möglichst vermieden und wenn es auftritt schnell bekämpft werden. Auch sollten sie sich gegen alle impfpräventablen Infekte auch wirklich impfen lassen, eine echte Grippeerkrankung führt zu hohem Fieber und gießt so Öl in die autoimmune Entzündungsflamme. In den Genen sitzt ein Informationsmuster für die autoimmune Erkrankung. Durch äußerliche Einflüsse wird entschieden, ob es überhaupt abgelesen wird – eine starke Stresssituation kann zum Beispiel der Auslöser sein. Hier muss auch nicht zwischen emotionalem und Alltagsstress unterschieden werden; die Symptome sind immer die gleichen, eine hohe Cortison- und Adrenalinproduktion und alle Alarmsysteme gehen hoch. Oft tritt die Erkrankung nach einer ganz starken viralen Infektion wie Grippe auf, viele Typ1 Diabetiker haben sie deshalb. Die Neigung zur Autoimmunerkrankung ist vererbt, ob sie zum Tragen kommt ist durch äußere Einflüsse bestimmt. Neben einem Viruseffekt und Fieber kann auch eine Antibiotikaeinnahme der Auslöser sein, das Antibiotikum wirkt wie ein Radiergummi auf der Darmflora, dem immunregulatorischen Ort des Körpers. Die Darmschleimhaut ist ganz stark aufgefaltet, darunter liegen Lymphsysteme und lymphatisches Gewebe – 70% der immunkompetenten Zellen sitzen dort und schauen was da m draußen los ist. Auch das Mikrobiom lebt da, hierbei handelt es sich um Darmkeime, die vor allem lactobacillusbetont sind. Er wird durch die Geburt besiedelt, durch den Schluck Vaginalsekret wo die drin sind.  Die Neigung zu Autoimmunerkrankungen wird durch eine Kaiserschnitt bestimmt, man hat ein erhöhtes Asthma-, Neurodermitis-, Vitiligo- und Diabetes Typ1 Risiko.  Auch die Haut wird beim Durchtritt durch den Geburtskanal mit diesem Sekret imprägniert, nach einem Kaiserschnitt sollte man dem Kind oral Lactobacillus zufügen und es mit kochsalzgetränkten Kompressen einreiben, die mit einem Lactobacillus-Pulver bestreut wurden. Heute werden 40% der Kinder per Kaiserschnitt geboren und werden auch nicht mehr bis zum vierten Monat ausschließlich gestillt. Muttermilch ist nicht steril, die Lactobazillen generieren die weitere Besiedlung des Darms; auch Immunglobuline IgA, die das Autoimmunsystem mit einregulieren, werden so weitergegeben. Durch die Kommunikation der probiotischen Kulturen werden an allen Schleimhäuten Fress- und Killerzellen aufgebaut. Man muss die autoimmunen Prozesse regulieren, damit die Darmflora gestützt ist – deshalb ist die Einnahme von Antibiotika oder Clyntamazin schlecht, die Darmflora ist dadurch ein ganzes Jahr lang geschädigt. Ein unnötig genommenes Antibiotikum kann den autoimmunen Schalter umlegen, um die Stärke der autoimmunen Reaktion zu regulieren sollte man jeden Tag ein vergorenes Milchprodukt wie Joghurt, Dickmilch, Kefir, Quark oder Ayran zu sich nehmen. In Deutschland ist die Milch seit dem Milchsee als gesundes Lebensmittel festgesetzt, obwohl sie das Asthmarisiko durch Kuhmilcheiweiße mit allergenem Potential erhöht. Auch das enthaltene Calcium bindet gesundheitsfördernde Stoffe. Sie sollten ihren Kaffee schwarz trinken und dann irgendwann über den Tag verteilt ein vergorenes Milchprodukt essen. Der Körper merkt auch, was ihm fehlt, deshalb essen Kinder mit Eisenmangel Erde, Schokojunkies haben oftmals einen Magnesiummangel. Schokolade mit 80% Kakao ist gut, um gesund zu bleiben, allerdings auch nur eine Rippe am Tag. Ihre autoimmune Neigung ist schon ausgeprägt, die geben sie aber auch weiter; deshalb sollten sich auch ihre Kinder gegen Grippe impfen lassen. Wenn man sich mit dem Finger an der Haut etwas einritzt, wird es bei 90% der Neigungspatienten weiß. Nicht nur Menschen sind betroffen, sondern auch Tiere haben Autoimmunerkrankungen, zum Beispiel der Eisbär Knut. Bei Menschen ist es die dritthäufigste Erkrankungsgruppe nach Herzkreislauf- und Tumorerkrankungen. Sie sind aber nicht so im Fokus, weil sie den meisten zu kompliziert sind. Wenn man eine Autoimmunerkrankung hat, ist das Risiko erhöht, auch an einer weiteren zu erkranken. Jede Autoimmunerkrankung hat einen speziellen Antikörper. Rheuma zum Beispiel fängt in den Fingern und Füßen an, bei diesen Symptomen sollte man zum  Rheumatologen gehen und die ANA-Antikörper und die cytrullenierten Peptide messen lassen. Das therapeutische Fenster zwischen den ersten Fingergelenksschmerzen und nicht reparablen Schäden beträgt nur sechs Monate.  Wenn sie plötzlich immer und immer mehr zunehmen, sollten sie einen Endokrinologen aufsuchen und die Anti-TTO-Antikörper messen lassen, diese bestimmen die Wahrscheinlichkeit für Hashimoto. Bei Hashimoto ist Jodmangel der Trigger, deshalb sollten sie zur Prävention 100mikrogramm Jodid nehmen. Zwei Portionen fetten Seefisch in der Woche zu essen kann da helfen, Milchprodukte und Rindfleisch waren früher jodidreich, aber seit 2006 kein Beifang mehr an Kühe verfüttert werden darf ist das nicht mehr der Fall. 40% der Kinder haben Jodidmangel, das sind die, die später mal Probleme mit der Schilddrüse bekommen werden. Was bei Autoimmunerkrankungen allerdings tabu ist, ist hochdosiertes Jod, mal Sushi zu essen ist ok und auch mit Jodsalz zu würzen – um eine gefährliche Dosis zu erreichen, müsste man am Tag 20g davon essen. Nahrungsergänzungsmittel mit Jodid gehen nicht. Wenn sie als Vitiligopatient auf einmal Blähungen und Durchfall bekommen müssen sie zum Gastroenterologen und sich auf Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa und Zöliakie, die von Weizengluten getriggert wird, testen lassen. Wichtig ist, dass sie immer mit ihrer autoimmunen Flagge wehen. Wie wird denn der ANA-Antikörper nachgewiesen? Fingerabdruckmoleküle sind wichtig, die Rheumawerte kann man vergessen weil sie nicht aussagekräftig sind. Das bedeutet für sie, dass sie ein spezielles Therapeutikum brauchen, mit dem sie die Autoimmunreaktion in den Griff bekommen können. Früher war das hochdosiertes Cortison als Basistherapie, davon bekommt man aber Osteoporose, weshalb man dann wieder Calcium, Vitamin D  und ein Bisphosphonat braucht. Die natürlichen Moleküle sind Antikörperpräparate, im Blut kursieren die Fresszellen ihres autoimmunen Systems. Die suchen sich die Strukturen, wo der Antikörper sitzt. Die Antikörperpraparate verstopfen im Blut das Maul der Fresszelle und blockieren die Reaktion, das sind die Präparate, die auf –zumab enden. Sie geben dem spezifischen Immunsystem so viel zu fressen, dass kein Platz mehr ist das körpereigene Gewebe anzugreifen. Diese Medikamente sind inzwischen so spezifisch, dass wir bei Rheuma das Humira haben, teurer als das Methotrexat, das für Herz und Niere gefährlich ist. Diese Antikörperpräparate gibt es außer für Vitiligo mittlerweile fast für alles, zum Beispiel das Ocrelizumab bei MS. Das blockiert speziell bei den Nervenleitungsenden, man muss immer abwiegen was riskanter ist – das Medikament oder die Erkrankung. Ich muss immer schauen was die Konsequenz ist, auch wenn eine gesunde Skepsis natürlich nachvollziehbar und sinnvoll ist. Die autoimmune Fressreaktion wird durch diese Präparate gehemmt, aber nicht die Leukotriensynthese, also die Bildung der autoimmunen Entzündungsstoffe.   Homöopathie ist nicht sinnvoll bei Autoimmunerkrankungen, wenn sie den Weihrauch brauchen – die benötigte Dosis kann so nicht erreicht werden. Gibt es da irgendwelche Zusammenhänge mit Johanniskraut? Typischerweise nehme ich das nur im Winter, ich hatte das Gefühl dass es die Vitiligo und meine Stimmung verbessert. Was kann ich denn im Winter stattdessen als ein leichtes Antidepressivum nehmen? Nein, aber von Johanniskraut würde ich ihnen bei einer Autoimmunerkrankung immer abraten. Es ist meines Erachtens bei Menschen mit autoimmunen Hauterkrankungen verboten, denn es erhöht das Risiko für Lichtempfindlichkeit und die phototoxischen Reaktionen bei Neurodermitis und Psoriasis. Man kann vielleicht argumentieren, dass es im Winter, wenn sie keinen Sonnenurlaub machen und nicht ins Solarium gehen in Ordnung ist, aber sie sollten sich lieber ein Lichttherapiegerät kaufen, das blaue Strahlen aussendet. Damit setzen sie sich dann 10 Minuten hin, um ihren Rezeptoren zu zeigen es ist genug Licht da und die Bildung von Melatonin, den Tag-Nacht-Rhythmus und die Bildung vom Glücksneurotransmitter Serotonin zu regulieren. Außerdem sollten sie sich abends ab 20 Uhr nicht mehr mit dem Iphone oder so hinsetzen, da schon eine Stunde ihren Serotoninspiegel senkt. Die Zeit ist hier entscheidend, wenn sie morgens da reinschauen kurbelt das blaue Licht die Melatoninbildung an. Das gilt auch für das Kindle, alles elektronische Licht ist zu später Zeit eher kontraproduktiv. Vitiligopatienten haben ein erhöhtes Risiko für Asthma, Neurodermitis und Heuschnupfen. Wenn sie jeden Morgen um 5 Uhr aufwachen und husten sollten sie sich auf Asthma testen lassen – es handelt sich um ein chronobiologisches Anzeichen, also was wann im Körper abläuft. Auch Psoriasis steht in höherer Korrelation, sowohl an der Haut als auch in den Gelenken.Diabetes Typ 1 kündigt sich schon durch Unterzucker an, das bedeutet, dass der Blutzuckerwert unter 70mg/deziliter liegt. Möglicherweise liegt das an einer zu kohlenhydratarmen Ernährung tagsüber, auch Alkohol hemmt die Restfreisetzung von Glycogen um die Leber. Auch mit Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Zöliakie und Hashimoto gibt es eine Korrelation. Leukotriengetriggerte Migräne und Hirntumore stehen nicht in Korrelation, gehören aber auch dazu. Die Autoimmunerkrankung kann durch Chemie gehemmt werden, gegen Asthma gibt es zum Beispiel Montelukast, aber auch mit Naturheilkunde. Bei autoimmunen Darmerkrankungen wurden hochdosierter Weihrauch und Myrrhe getestet, Gold hilft bei Rheuma. Innovall Cu erzeugt bei Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa die gleiche Entzündungshemmung wie Mesalazin, auch bei Rheuma wird es das geben. Ein anderer Wirkansatz ist die Mikrobiomtherapie. Das Bild der Gesundheit setzt sich aus vielen Puzzleteilchen zusammen. Es hat nie ein Einzelner Recht, für eine optimale Therapie werden integrative Modelle gebraucht – auch Homöopathie gehört dazu. Arzneimittel werden als Instrument für die Gesundheit gebraucht, dieses Instrument darf aber nicht dazu führen, dass die Basis der gesunden Ernährung vernachlässigt wird. Gesundes Essen hat 3 Farben – weiß, braun und bunt. Weiß steht für Milchprodukte und helles Fleisch, die uns Eiweiß und Calcium liefern. Ballaststoffhaltige Lebensmittel wie Kartoffeln und Vollkornnudeln. –Reis oder –Brot sind braun. Bunt, das Obst und Gemüse, vervollständigt unsere gesunde Mahlzeit.   Bei Fibromyalgie, die ebenfalls autoimmunbedingt ist, hilft neben dem Weihrauch eine spagyrische Mischung aus Arnika gegen die Entzündung, Bryonia gegen den dumpfen Schmerz, Rhus toxicodendron gegen den stechenden Schmerz und Brennnessel zum Ausleiten der Entzündung. Da geben sie drei mal drei Sprühstöße in den Mund und einen auf die Triggerpunkte. In der Spagyrik sind keine stofflichen Moleküle mehr enthalten, sondern nur die Pflanzeninfo – deshalb sind hier Wirkstoffe wie Arnika und Bryonia, die man niemals als Tee trinken sollte, nicht mehr giftig.  

Margitta

Margitta

 

Rheuma betrifft nicht nur die Knochen, sondern den ganzen Körper.

Die Erkrankung ist nichts neues, schon älteren Gemälden sieht man die roten Bäckchen und die typischen Veränderungen an den Händen. Die rheumatischen Erkrankungen werden in verschiedene Gruppen aufgeteilt: Bei der Spondylitis anyklosans, dem sogenannten Morbus Bechterew, steift die Wirbelsäule der Betroffenen ein, Kollagenosen sind Bindegewebserkrankungen. Vaskulitiden sind Gefäßerkrankungen und die Gicht ist ein Beispiel für Kristallarthropathien. Es handelt sich bei allen Gruppen um Systemerkrankungen bei denen typischerweise auch die Haut betroffen sein kann, hierzu zählen viele Hauterkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis, Ekzeme und blasenbildende. Hier greift der gleiche Mechanismus wie bei rheumatischen Erkrankungen, sie sind autoimmun und kommen somit vom Immunsystem. Dieses ist essentiell, um Krankheiten zu bekämpfen und uns gegen Bakterien zu schätzen, von denen alles voll ist, die Umgebung, Darm und Haut – sie sind sogar in größerer Zahl vorhanden als Körperzellen. Das Immunsystem ist dazu da, um zu entscheiden, welche der Bakterien wir brauchen und welche uns schaden, hierbei werden jedoch nur bestimmte Strukturen erkannt, abgetastet und gegebenenfalls abgetötet. Die bestimmten Muster auf der Oberfläche ähneln jedoch teilweise den eigenen Strukturen von Haut, Gelenken, Herz und Nieren, weshalb das Immunsystem gerade im angeregten Zustand eigene Strukturen als Fremde erkennt und angreift. Besagte Strukturen hängen von den Genen ab, aus den Erbträgern von Vater und Mutter setzt sich der Bauplan zusammen, der bestimmt wie Körper, Organe, Haut, Knochen und eben auch das Immunsystem aufgebaut sind. Durch Umwelteinflüsse wird das Immunsystem aktiviert, was zu einer Entzündung führt. Diese können ganz unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel einen Wespenstich oder Bakterien die in die Lunge kommen und eine Erkältung auslösen. Bei einer Autoimmunerkrankung erkennt dieser Mechanismus körpereigene Strukturen als fremde und greift das Gewebe an, was wiederum zu Entzündungen führt. Diese machen dann den Schaden, die Flecken die wir bei der Psoriasis an der Haut sehen sind nur ein Bruchteil dessen, was wirklich abläuft. Viele Hautkrankheiten sind Systemerkrankungen, bei denen der ganze Körper betroffen und voller Entzündung ist. Die Haut ist hier das kleinste Problem, sondern die Tatsache dass Organe und Gefäße betroffen sind und ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt, Anämien und Osteoporose besteht, besonders wenn Cortison zur Therapie eingesetzt wird. Auch die Arteriosklerose ist eine Entzündung, bei der die Gefäße langsam verstopfen und so zu einem hohen Risiko für Infarkte führen. Wenn die Immunzellen in der Haut arbeiten wachsen die Hautzellen unkontrolliert, bei Psoriasis platzt die Haut auf. Wenn das Immunsystem aktiviert ist können verschiedene Organe befallen sein, die Haut ist immer nur dabei. Bei der rheumatoiden Arthritis werden die kleinen Gelenke befallen, es handelt sich hier wie bei allen Autoimmunerkrankungen nicht um Krankheiten des Alters. Auch an den Händen zeigen sich Hautläsionen und Verformungen, die Haut glänzt und wird dünn, auch die Fingernägel und natürlich die Gelenke verändern sich. Rheuma kann auch das Auge betreffen, bei vielen Patienten fängt es damit an.  Auch Knötchenbildung in der Haut ist durch die Entzündung möglich und es werden Flecken sichtbar; all das kann bereits vor den Gelenkbeschwerden auftreten. Bis zur Hälfte der Patienten mit Psoriasis vulgaris ist betroffen, häufig an den Fingern, Fingerendgelenken, Nägeln und Sehnen. Die Entzündung greift bestimmte Strukturen an, die Gelenkhaut innen sieht ähnlich aus wie die Haut außen. Auch die Kopfhaut spielt bei Psoriasis oft eine Rolle. Haut Gelenke und Organe hängen alle mehr oder weniger zusammen. Betroffene mit Lupus hatten früher eine Lebenserwartung von circa 5 Jahren, das ist mittlerweile besser. Trotzdem wird bei Sonnenlicht ihr Immunsystem aktiviert, welches Antikörper bildet und Zellen zerstört. Auch kleine Knötchen an der Herzklappe können auf eine Entzündung folgen, genau wie die haut kann auch das Herz angegriffen werden. Die Dermatomyositis, eine Muskelentzündung, geht auf Haut und Knochen. Sie kann Flecken verursachen, die Haut hat Papeln und Rötungen. Vaskulitiden sind Gefäßentzündungen, große Gefäße wie die Aorta können ebenso betroffen sein wie mittelgroße und auch kleinere. Die Gefäße zu den Augen können zugehen, die sind sehr empfindlich und tragen schnell Schäden davon. Bei allen Beschwerden ist es wichtig zu hinterfragen, Biopsien sind auch wichtig. Das Behçetsyndrom ist auch eine Form der Vaskulitis, große Geschwüre können entstehen und Betroffene haben offene Beine und Krampfadern. Das Herz und große Lymphknoten können ebenfalls befallen sein. Oft werden Hauterkrankungen als ein kosmetisches Problem abgetan, es handelt sich aber um Entzündungen bei denen auch die Organe befallen sein können. Gicht tut furchtbar weh, die Beschwerden kommen von der Harnsäure und waren schon bei den alten Ägyptern bekannt. Die Harnsäurewerte sind oft bei Menschen erhöht die etwas Bauch haben und gut essen, im Mittelalter waren nur Adelige und Mönche betroffen die genau das getan haben; die Schmerzen wurden als Strafe Gottes für das liederliche Leben empfunden. Es handelt sich hierbei um ein Wohlstandssyndrom, wenn man mehr isst steigt der Harnsäurewert. Auch schlanke Menschen die viel Bewegung bekommen können betroffen sein, in der Regel sind es aber beleibtere Personen die sich wenig sportlich betätigen. Ludwig XIV beispielsweise litt an Gicht, es gibt die Gichtfinger und auch die Haut kann betroffen sein. Die Knötchen, die sich wegen der Harnsäurekristalle bilden, kann man sich entfernen lassen, wesentlich zielführender ist allerdings eine harnsäuresenkende Therapie. Besagte Kristalle bilden sich, wenn die Harnsäure zu hoch konzentriert ist; sie werden von Entzündungszellen gefressen die kaputt gehen, was dazu führt dass immer Neue kommen – so entsteht eine große Entzündung. Ein Pyoderma gangrenosum tritt häufig in Verbindung mit entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn auf, diese sind generell oft mit Hautkrankheiten verbunden. Die Therapien sind bei Rheuma ziemlich ähnlich wie bei Hautleiden, am Anfang werden nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen und Diclofenac gegeben, diese sind aber keine harmlosen Medikamente. Jährlich gibt es dadurch bis zu 10000 Tote, die meisten verbluten in den Magen hinein. Auch MTX wird oft für die Haut und Gelenke gegeben. Ich habe SLE, also Lupus, und als ich in meiner Rehaklinik ankam war das erste was der Arzt zu mir gesagt hat „sie hören jetzt aber mal auf Diagnosen zu sammeln“. Ich wäre am liebsten gleich wieder nach Hause gefahren, die Symptome sind nun mal da und ich will doch als Betroffener auch wissen was mit mir los ist. Man muss den Ärzten auch mal verzeihen wenn sie einen schlechten Tag haben und etwas flapsig sind. Beim Lupus ist die Diagnosefindung ganz schwer, man braucht bestimmte Antikörper im Blut und dann gibt es noch eine ganze Reihe an Rheumawerten. Manche davon sind spezifisch und hängen mit der Erkrankung zusammen, wenn die positiv sind und man noch ein paar andere Zeichen hat kann man dann diagnostizieren. Einen aggressiven Lupus erkennt jeder, wenn zum Beispiel die Niere kaputtgeht sieht man das. Bei einem leichten Lupus jedoch sind die Antikörper mal positiv und mal nicht, das ist eine ganz gefährliche und schwierige Sache. Die Krankheit muss man auf jeden Fall ernst nehmen, die kann jahrelang schlafen und dann auch wieder ausbrechen. Sonnenlicht sollten sie auf jeden Fall meiden, oft sind die Betroffenen empfindlich gegen Sonnenlicht, haben Gelenkbeschwerden, Hauterscheinungen, verschiedenste Entzündungen und das typische am Lupus sind die Entzündungswerte wie das CRP, die hat man nämlich bei allen anderen Erkrankungen nur da nicht. Mich würde das Auge jetzt nochmal interessieren, da bin ich vorhin nicht so ganz mitgekommen. Es gibt häufig Entzündungen im Auge, oft auch wenn die Haut frei ist. Das können fast alle rheumatischen Erkrankungen auslösen, zum Beispiel  die rheumatoide Arthritis, die Arthritiden, der Bechterew, Lupus, die alle können das Auge auch betreffen weil es einige ähnliche Strukturen hat wie die Haut. Wer erkennt das denn dann, an wen soll ich mich als Patient wenden? Das ist auch ein Problem, ich schicke die Patienten zum Augenarzt und der schickt sie wieder zu mir wenn er etwas rheumatologisches vermutet. Ich überweise sie dann direkt an eine Augenklinik. Macht sich das irgendwie in den Augen bemerkbar, wenn man zum Beispiel einen Schleier vor den Augen hat oder so? Ich kann seit einiger Zeit morgens gar nichts mehr lesen. Allerdings habe ich sowieso viele komplexe Sachen, Psoriasis Vitiligo … Damit sollten sie auf jeden Fall erst einmal zum Augenarzt, außerdem vielleicht zum Hausarzt weil es mit ihrem Blutdruck zusammenhängen könnte. Es ist wichtig herauszufinden, woher das kommt, ob vielleicht eine Entzündung im Auge ist oder eine Durchblutungsstörung. So etwas darf man auf jeden Fall nicht auf die leichte Schulter nehmen so nach dem Motto „was von allein kommt geht auch wieder von allein“. Die Vitiligo ist auch eine Immunerkrankung, sie befällt die Zellen die das Melanin bilden, die Melanozyten. Wenn wir in die Sonne gehen werden sie aktiviert und wir werden braun, die Schwarzen haben sehr viel davon, Schweden beispielsweise fast gar keine. Wichtig ist auch das Vitamin D, im Zusammenhang damit sollte jeder seine Knochendichte messen lassen. Das müssen sie auch nicht unbedingt privat bezahlen lassen wenn der Verdacht auf Osteoporose besteht, besonders bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen, weil die Entzündungen dazu führen können. Wenn ich zum Augenarzt gehe und meine Hauterkrankung erwähne, behandelt er mich dann anders als er es sonst tun würde? Das kommt auf den Augenarzt an, viele schauen nach grauem oder grünem Star und weniger nach Psoriasis, die ist ja auch eher selten. Es gibt aber auch Ärzte, die danach schauen. Die Uniklinik ist natürlich auch sehr gut. Mir wurde mal gesagt dass 20 Minuten Sonnenbad schon ausreichen würden, um den Tagesbedarf an Vitamin D abzudecken. Das ist richtig, man muss sich allerdings natürlich zuerst fragen ob das denn auch gut für die Haut ist wenn man sich dann im Juli in die Sonne legt. Da bekommt man dann vielleicht 20-30000 Einheiten auf, das ist im Winter aber dann auch wieder weg. Vitamin D ist kompliziert, es wird zum Teil durch das Sonnenlicht gebildet, aus Cholesterin umgewandelt, wenn man älter wird funktioniert es weniger gut. Wer eine braune Haut hat, hat es da wieder schwerer denn da kommt es schlechter durch. Der Blutwert sagt genau wo man steht, allerdings auch nur zu diesem Zeitpunkt. Das einzig Gute an Übergewicht ist, dass der Knochenbau gefördert wird und das Risiko für Osteoporose entsprechen niedriger ist. Es kann aber trotzdem sein, dass das Vitamin D bei ihnen niedrig ist, es gibt auch noch andere Faktoren die da reinspielen, Bewegung zum Beispiel. Ich habe mal gelesen dass das Resveratrol in den Weintrauben gegen die Schmerzen bei arthritischem Rheuma helfen soll. Ja es hilft ein bisschen, es gibt pflanzliche Mittel wie Weidenrinde oder Weihrauch die auch helfen. Die haben aber alle nicht nur eine Wirkung, sondern auch Nebenwirkungen, auch da muss man aufpassen. Medikamente, die stark wirken, haben oft auch viele Nebenwirkungen. Referent: Chefarzt Dr. Wasilis Kolows Klinikum Bad Salzungen Zusammenfassung: Amelie Weydringer       

Margitta

Margitta

 

Nahrungsmittelallergien und ihre Therapieansätze

Diese zusammen gefassten Informationen stammen vom Helmholtz Zentrum München und eventuell auch für euch interessant. Wir waren in München und wir fanden es sehr interessant. https://www.helmholtz-muenchen.de/ Man spricht mittlerweile auch von der dritten Epidemie der Allergien. 1870 gab es die erstmalige Erwähnung einer steigenden Prävalenz des Heuschnupfens, 1950 kam das Asthma dazu und heutzutage sind es die Lebensmittelallergien. Allerdings ist nur für die Erdnussallergie bestätigt, dass sie auf dem Vormarsch ist, wichtig ist immer die Frage nach der Prävalenz. Es gibt eigentlich keinen richtigen Therapieansatz, es wird nur geraten das Allergen wegzulassen, worauf oft eine Ernährungsberatung folgt. Hier wird auch erklärt, was man machen soll wenn man es ausversehen zu sich nimmt, welche  Notfallmedikamente es gibt und Erdnussallergiker beispielsweise bekommen eine Adrenalinspritze. Die Ärzte und natürlich auch die Betroffenen wollen aber mehr. Eine Frage lautet beispielsweise: Kann man mit Spritzen eine Hyposensibilisierungstherapie machen wie bei Heuschnupfen und Asthma, die durch Hausstaub und Pollen ausgelöst werden? Das wurde vor 20 Jahren schon mal versucht, aber wegen der hohen Nebenwirkungen wieder fallengelassen. Es gibt aber den Versuch, Allergenextrakte so zu modifizieren, dass diese Nebenwirkungen eliminiert werden können, um die sogenannte subkutane Immuntherapie für die Betroffenen zu ermöglichen. Vor 10 Jahren fing man an, chinesische Kräuter zu definieren und zu extrahieren, hier war man sehr erfolgreich bei Mäusen aber bei Menschen mit schweren Allergien konnte man nicht helfen. Probiotika werden noch viel erforscht, sind aber noch sehr unklar. Orale Immuntherapie Die meisten Studien gibt es zur Erdnussallergie. Den Betroffenen wird ein Hauch von Erdnuss gegeben, jeden Tag etwas, nach 2 Wochen wird die Dosis erhöht – das  geht Schritt für Schritt über Monate, bis schließlich die Zieldosis erreicht wird (ca. eine Erdnuss). Studien wollen die Wirksamkeit der Ansätze testen, was bringt das denn alles? Die Reaktionsschwelle kann hochgetrieben werden, Spuren von Erdnüssen werden nach der Therapie  vertragen. Ab welcher Dosis reagiert der Patient? Getestet wird das durch die Provokation, vor der Therapie und danach wird er dem Allergen ausgesetzt. Die Ansätze sind recht erfolgsversprechend, so konnten 14 Patienten mit einer Reaktionsschwelle von ¼ Erdnuss diese nach einem Jahr Therapie auf zwei bis drei Erdnüsse hochsetzen. Mittlerweile wurden einige Studien dieser Art durchgeführt, wichtig ist, das Interesse der Pharmafirmen zu wecken, denn um Medikamente auf den Markt zu bringen, müssen riesige Studien durchgeführt werden die auch entsprechend viel kosten. Einige Studien sind schon publiziert, zum Beispiel eine Placebo kontrollierte Phase-2-Studie. Manche Testpersonen bekommen über Monate ein Placebo, manche eine Art hochgereinigtes Erdnussmehl. Sie nehmen täglich das Protein in steigender Dosis. Fragen, die sich stellten, waren: Wie ist der primäre Endpunkt? Was wurde genau untersucht? Wo sollte der Unterschied liegen? Getestet wurde am Ende die Anzahl der Patienten, die bei der Endprovokation mehr als 300mg Erdnussprotein vertragen konnten. Folgende Hypothese wurde aufgestellt: Die Placebogruppe wird schlechter abschneiden als die andere. In Gruppe 1 vertrugen 79 Prozent der Patienten diese Menge in der letzten Provokation, jedoch nur 19 Prozent in der Placebogruppe. Als man mit der Provokation bis 600mg hochging, waren es 62 Prozent in Gruppe 1 und in der Placebogruppe 0. Die Wirksamkeit des Therapieansatzes ist sicherlich gegeben und ist auch in vielen kleineren Studien verifiziert worden. Es stellen sich jedoch weitere Fragen nach der Sicherheit des Ansatzes: Wie viele Patienten haben wegen Nebenwirkungen abgebrochen? Wie häufig musste Adrenalin gegeben werden? Die Nebenwirkungen zeigten sich hauptsächlich als gastrointestinale Beschwerden, in der Gruppe 1 hatten fast alle Patienten Nebenwirkungen, auch 50 Prozent der Placebopatienten gaben das an. Deshalb müssen diese Studien placebokontrolliert laufen, es muss klar werden was die Psyche mit uns macht. Adrenalin wurde einmal in Gruppe 1 gegeben. Der Therapieansatz ist sicher mit Nebenwirkungen verbunden, neben den gastrointestinalen auch pulmonale und es besteht die Gefahr, eine eosinophile Ösophagitis zu induzieren. Diese Nebenwirkungen können sowohl in der Steigerungs- als auch in der Haltungsphase auftreten. Vielleicht ist sogar die Heilung möglich, wenn man es über mehrere Jahre therapiert, in einer Studie entwickelten 31 Prozent der Patienten eine komplette Toleranz nach fünf Jahren. Auch hier ist aber die Kontrollgruppe sehr wichtig, da 20 Prozent der Betroffenen sowieso irgendwann eine spontane Toleranz entwickeln.   Die Wirksamkeit des Therapieansatzes ist definitiv gegeben, die Sicherheit könnte jedoch besser sein. Ein weiterer Ansatz ist die Pflastertherapie, auch epikutane Immuntherapie genannt. Die Betroffenen kleben täglich ein Pflaster mit dem Allergen in getrockneter Form in einer Kammer darin auf. Dieses löst sich in Wasser, wenn es aufgeklebt wird, und wird dann in die Haut aufgenommen und den Allergiezellen präsentiert. Hierfür hat sich eine Pharmafirma aus Paris gefunden, die kürzlich ihre Phase-2-Studie vorgestellt hat. Auch hierbei handelt es sich um eine Doppelblindstudie mit Placebo zur Erdnussallergie, es waren auch viele Kinder dabei. 56 Teilnehmer erhielten ein Placebo, 53 eine niedrige Dosis Erdnussprotein und 56 eine hohe Dosis. Endprovokation waren entweder 300mg Protein oder 10mal mehr als am Anfang. In der Placebogruppe vertrugen das 25 Prozent, aus der Gruppe die eine hohe Dosis bekam waren es 50 Prozent, der Unterschied ist also signifikant. Im Vergleich mit oraler Immuntherapie war die orale Therapie wirksamer, jedoch haben weit weniger Patienten die Studie abgebrochen, Nebenwirkungen erfolgten eher auf das Pflaster (Rötung/Schwellung), dafür gab es wenige systemische Nebenwirkungen. Bei der sublingualen Immuntherapie wird Erdnussextrakt unter die Zunge getropft, 1 Minute behalten und dann ausgespuckt oder geschluckt. Auch hier kann die Reaktionsschwelle erhöht werden, die orale Therapie ist aber sehr viel wirksamer. Bei Patienten aber, die ihre Reaktionsschwelle erst durch die sublinguale Therapie gesteigert hatten, bevor sie auf die orale umstiegen, kam es zu viel weniger Nebenwirkungen. Die Wirksamkeit wurde für alle Therapieansätze gezeigt, vielleicht liegt der Schlüssel auch in der Kombination von mehreren Therapieansätzen. Momentan gibt es trotz der vielversprechenden Ansätze noch kein zugelassenes Medikament auf dem Markt, sie sollten auf keinen Fall auf die Idee kommen, zuhause selbst etwas zusammenzumischen und einzunehmen. Zusammenfassung: Amelie Weydringer, Studentin 

Margitta

Margitta

 

Die Haut als Spiegel der Seele

Wir haben mal wieder einen Vortrag zusammen gefasst, allerdings waren wir alle einer Meinung, es war der schlechteste Referent den wir in 20 Jahren hatten. Anmerkungen und Fragen des Publikums sind in Rot gekennzeichnet Die Haut reagiert in vielen Fällen auf psychische Belastungen und wird deshalb als Spiegel der Seele bezeichnet. Um näher dahinterzukommen, sollte man die Funktionen und Struktur der Haut kennen. Sie besteht aus drei Schichten, der Epidermis (Oberhaut), der Lederhaut und der Unterhaut.  Zellen und Gefäße in der Lederhaut sind wichtig für die Verbindung zwischen Haut und Seele. In der Unterhaut wird die Regeneration gesteuert und dort liegen die Fettzellen. Der Anteil der Haut am Körpergewicht beträgt 15-20%.  Wichtige Zellen mit im Zusammenhang mit Juckreiz sind die Mastzellen und eosinophile Granulozyten. Sie haben Rezeptoren für Neuromediatoren, chemische Moleküle die für die Übertragung von Infos zwischen Nervenfasern und Synapsen verantwortlich sind – hierüber entsteht der Kontakt zwischen Psyche und Haut, außerdem setzen sie selbst Neuromediatoren und Zytokine frei. Zudem aktivieren sie die peripheren Nervenfasern, der Austausch erfolgt in beide Richtungen. Mastzellen können Neurotrophine und Zytokine bilden; diese korrelieren bei Menschen mit chronisch entzündlichen Hauterkrankungen mit deren Schwere und dem Juckreiz. Vermehrtes Nervenfaserwachstum führt zu stärkerem Juckreiz, außerdem haben bestimmte Nervenzellen wichtige Funktionen. Manche Nervenendigungen reichen bis ganz  oben, während man früher dachte, dass die gleichen für den Juckreiz verantwortlich sind wie für Schmerzen weiß man heute, dass das nicht zutrifft. Die Vermittlung von Juckreiz erfolgt über eigene Juckreizbahnen im Rückenmark, auch die verantwortlichen Regionen im Hirn sind mittlerweile bekannt. Sie liegen in Stammhirnanteilen und auch emotionalen Gehirnregionen. Die Haut bietet außerdem Schutz, Hülle, Stabilität und Sensibilität.  Pro Quadratzentimeter befinden sich 7-200 Tastkörperchen, vor allem an den Fingerkuppen und Lippen. Eine weitere wichtige Funktion ist die Kommunikation, unter anderem über die Schweißdrüsen (Geruch), Farbe oder Falten (Mimik/Gestik). Sie grenzt uns außerdem von der Umwelt ab und verbindet uns damit ebenso wie die Person innerhalb; die Verbindungen mit dem Gehirn und Nerven werden in der Embryonalentwicklung bereits festgelegt, sie entspringen aus dem Ectoderm. Die Nervenleitungen sind über Rückenmark und ZNS mit unserem Gehirn verschaltet. Deshalb ist es verständlich, dass Krankheiten nicht selten das ZNS und die Haut betreffen, es besteht eine enge funktionelle Verbindung. Taktile reize werden emotional verarbeitet, diese Emotionen führen zu Hautreaktionen. Gänsehaut entsteht beispielsweise durch Kontraktion eines Haarbalgmuskels in der Haut, die nervliche Anregung kommt durch kleinste Nervenleitungen zustande die durch Neuropeptide erregt werden. Ähnlich ist es beim Erröten durch Scham, beides ist direkt mit einer emotionalen Reaktion verbunden. Die taktilen Reize spielen schon bei der Geburt eine wichtige Rolle. Über die Haut wird auch ein Gefühl von Sicherheit und Gemeinschaft als Grundstein für das Vertrauen zwischen Mutter und Kind vermittelt. Berührungen beeinflussen die sexuelle Entwicklung und Stimulationsfähigkeit und sind ein wichtiger Teil der Beziehungspflege. Eine sichtbare Hauterkrankung  hat Auswirkungen auf  das soziale Umfeld, Selbstbewusstsein und Zwischenmenschliches – bei vermuteter Stigmatisierung kommt es häufig zum Rückzug aus Angst vor Ablehnung. Das „Selbst“ spielt in der Tiefenpsychologie eine große Rolle, es besteht aus verschiedenen Anteilen die die Persönlichkeit ausmachen und wird geprägt durch persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Prozesse.  Diese entstehen schon im Säuglingsalter, in dem positiv erlebte Personen sich zu inneren Repräsentanzen wandeln. Besonders für die Mutter-Kind-Beziehung sind ein verlässliches inneres Bild und die damit verbundene Objektkonstanz essenziell. In der Phase, in der ein Säugling sich selbst und seinen Körper beginnt zu begreifen, ist er darauf angewiesen durch Stimulation der haut in Kontakt mit seiner Umgebung zu kommen.  Hauterkrankungen wie Neurodermitis, die in einer frühen Lebensphase entstehen, vermitteln ganz unterschiedliche Empfindungen, von der eigenen haut geht plötzlich auch Unangenehmes aus. Wenn das Gefühl gemeinsamen Wohlbehagens dann verloren geht, wirken sich die Störungen in Vertrauen, Geborgenheit, Bindung, Intimität und Alleinsein auf die Bildung von Körperbild und Selbststrukturen aus. Die Haut spielt auch bei der Beziehungsregulation eine Rolle, wir empfinden den Wunsch nach Nähe, Zärtlichkeit und Bindung, aber auch das Verlangen nach Abgrenzung und Individualität. Wenn dies nicht gelingt, kann es durch eine Hauterkrankung aufgenommen werden. Ungelöste innerliche Konflikte werden auf einer körperlichen Ebene ausagiert. Bereits in der siebten Schwangerschaftsphase hat die Haut des Embryos ihre eigene Funktion, sie wird während der Geburt sehr stimuliert und danach wird darüber Wärme, Berührung und Kontakt empfunden. Während der taktilen Phase ist Stimulation sehr wichtig, und auch in der Pubertät ist die Haut von großer Bedeutung. Häufig kommt es zu Hauterkrankungen wie Akne, was sich natürlich auf das Selbstbewusstsein auswirkt.  Insgesamt fühlen wir uns besonders unter Druck durch die Anforderungen an die Selbstdarstellung und ästhetische Ansprüche. Betroffene haben wenig Selbstbewusstsein und verfallen in eine depressive Stimmung, seelische Belastung beeinflusst den Krankheitszustand und wird über die Haut wiedergespiegelt, die Beeinflussung funktioniert in beide Richtungen. Kratzen kann den Juckreiz vorübergehend lindern, anschließend empfinden die Patienten häufig Scham, was die Stressfaktoren weiter steigert. Die Haut ist ein Immunorgan und hilft in vielfältiger Weise, manchmal neigen die Haut und Abwehrzellen dazu zu sehr zu reagieren, was sich als Allergie bemerkbar macht. Immunzellen können bis in oberste Schichten vordringen und treten in Kontakt mit Nervenendigungen, so entstehen beispielsweise bei Nesselsucht die Quaddeln. Diese kann unter anderem durch eine auf psychischer Ebene nicht zu lösende Konfliktsituation ausgelöst werden. Während bei der Nesselsucht die Mastzellen und Ausschüttung von Histaminen beteiligt sind, spielen die Mastzellen keine besondere Rolle bei Neurodermitis; hier kommt es zu einer Reaktion der T-Lymphozyten, die Botenstoffe ausschütten. Sie werden durch den Kontakt mit Nervenendigungen stimuliert und tragen dazu bei,  dass sich eine Entzündung rasch und heftig entwickelt oder vermindert werden kann. Die Anteile von psychischen Erkrankungen bei Hautpatienten schwanken, bis 25% werden ambulant behandelt und bis 60% stationär. Es gibt eine biologische bzw erbliche Grundlage, durch psychosoziale Einflüsse werden, wie der Name schon sagt, die Psyche und Soziales beeinflusst – oft werden sie als biopsychosozial bezeichnet. Die Haut eröffnet uns eine Vielfalt nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten, zum Beispiel Erröten, Verblassen, Schwitzen oder Zittern – der Versuch, das zu unterdrücken, kann zu Teufelskreisen führen.  Eine psychotherapeutische Behandlung ermöglicht Betroffenen neue Verhaltensweisen. Wie kann eine solche Behandlung aussehen? Unsere Tochter ist 20 und hatte schon mit ca. neun Monaten Probleme bis zum fünften Lebensjahr, da haben wir auch alles Mögliche probiert. Bis sie 14/15 war ging es dann gut, dann kam es zurück und momentan ist es wieder sehr schlimm. Sie ist der Meinung, dass das mit der Ernährung nichts zu tun hat. Wenn ich sie richtig verstanden habe, sollte man vielleicht erstmal von der psychologischen Seite schauen was da im Ungleichgewicht ist? Zusätzlich, ja. Es ist sicher nicht verkehrt, auch nach der Ernährung zu schauen und mehr-gleisig zu fahren, aber die Psyche würde ich davon nicht ausschließen. Durch Psychotherapie wo sie lernt, unbewusstes ans Licht zu holen und sich selbst besser zu verstehen was da gerade auf der psychischen Ebene passiert kann man versuchen etwas zu verbessern. Auch Stress, der ja oft der Auslöser für Neurodermitis ist, wird von jedem unterschiedlich empfunden. Es gibt beispielsweise die ambulante Psychotherapie bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten oder Psychologen, da gibt es halt oft lange Wartezeiten. Sie können sich da auf Wartelisten setzen lassen, es ist wichtig dass sie da immer wieder anrufen und sich in Erinnerung bringen. Je nach Kasse und Antrag bekommen sie dann eine gewisse Anzahl an Sitzungen bewilligt, wenn das nicht reicht können sie in eine Tagesklinik gehen wo sie nachmittags nachhause gehen und dort übernachten, das wird von der Kasse bezahlt. Wie ist denn ihre Meinung zu dem Cortison? Das hilft ja meistens, aber nicht auf Dauer. Es ist gut dass es das gibt, aber es ist auch gefährlich und macht die Haut dünner. Es bekämpft zwar nicht die Ursachen, aber unterbricht erstmal den Teufelskreis. Langfristig sollte man es nicht nehmen, weil es eben Nebenwirkungen hat. Zählt die Schleimhaut, die bei Allergien ja oft betroffen ist, auch zur Haut? Oh ja, das zählt auch dazu. Eine sichtbare Hauterkrankung  hat Auswirkungen auf  das soziale Umfeld, Selbstbewusstsein und Zwischenmenschliches – bei vermuteter Stigmatisierung kommt es häufig zum Rückzug aus Angst vor Ablehnung. Das „Selbst“ spielt in der Tiefenpsychologie eine große Rolle, es besteht aus verschiedenen Anteilen die die Persönlichkeit ausmachen und wird geprägt durch persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Prozesse.  Diese entstehen schon im Säuglingsalter, in dem positiv erlebte Personen sich zu inneren Repräsentanzen wandeln. Besonders für die Mutter-Kind-Beziehung sind ein verlässliches inneres Bild und die damit verbundene Objektkonstanz essenziell. In der Phase, in der ein Säugling sich selbst und seinen Körper beginnt zu begreifen, ist er darauf angewiesen durch Stimulation der haut in Kontakt mit seiner Umgebung zu kommen.  Hauterkrankungen wie Neurodermitis, die in einer frühen Lebensphase entstehen, vermitteln ganz unterschiedliche Empfindungen, von der eigenen haut geht plötzlich auch Unangenehmes aus. Wenn das Gefühl gemeinsamen Wohlbehagens dann verloren geht, wirken sich die Störungen in Vertrauen, Geborgenheit, Bindung, Intimität und Alleinsein auf die Bildung von Körperbild und Selbststrukturen aus. Die Haut spielt auch bei der Beziehungsregulation eine Rolle, wir empfinden den Wunsch nach Nähe, Zärtlichkeit und Bindung, aber auch das Verlangen nach Abgrenzung und Individualität. Wenn dies nicht gelingt, kann es durch eine Hauterkrankung aufgenommen werden. Ungelöste innerliche Konflikte werden auf einer körperlichen Ebene ausagiert. Bereits in der siebten Schwangerschaftsphase hat die Haut des Embryos ihre eigene Funktion, sie wird während der Geburt sehr stimuliert und danach wird darüber Wärme, Berührung und Kontakt empfunden. Während der taktilen Phase ist Stimulation sehr wichtig, und auch in der Pubertät ist die Haut von großer Bedeutung. Häufig kommt es zu Hauterkrankungen wie Akne, was sich natürlich auf das Selbstbewusstsein auswirkt.  Insgesamt fühlen wir uns besonders unter Druck durch die Anforderungen an die Selbstdarstellung und ästhetische Ansprüche. Betroffene haben wenig Selbstbewusstsein und verfallen in eine depressive Stimmung, seelische Belastung beeinflusst den Krankheitszustand und wird über die Haut wiedergespiegelt, die Beeinflussung funktioniert in beide Richtungen. Kratzen kann den Juckreiz vorübergehend lindern, anschließend empfinden die Patienten häufig Scham, was die Stressfaktoren weiter steigert. Die Haut ist ein Immunorgan und hilft in vielfältiger Weise, manchmal neigen die Haut und Abwehrzellen dazu zu sehr zu reagieren, was sich als Allergie bemerkbar macht. Immunzellen können bis in oberste Schichten vordringen und treten in Kontakt mit Nervenendigungen, so entstehen beispielsweise bei Nesselsucht die Quaddeln. Diese kann unter anderem durch eine auf psychischer Ebene nicht zu lösende Konfliktsituation ausgelöst werden. Während bei der Nesselsucht die Mastzellen und Ausschüttung von Histaminen beteiligt sind, spielen die Mastzellen keine besondere Rolle bei Neurodermitis; hier kommt es zu einer Reaktion der T-Lymphozyten, die Botenstoffe ausschütten. Sie werden durch den Kontakt mit Nervenendigungen stimuliert und tragen dazu bei,  dass sich eine Entzündung rasch und heftig entwickelt oder vermindert werden kann. Die Anteile von psychischen Erkrankungen bei Hautpatienten schwanken, bis 25% werden ambulant behandelt und bis 60% stationär. Es gibt eine biologische bzw erbliche Grundlage, durch psychosoziale Einflüsse werden, wie der Name schon sagt, die Psyche und Soziales beeinflusst – oft werden sie als biopsychosozial bezeichnet.  

Margitta

Margitta

 

Efalizumab (Raptiva)

Biologikas sind relativ neue Arzneimittel und es liegen daher keine langjährigen Erfahrungen vor, daher sind Aufmerksamkeit und Vorsicht bei ihrem Einsatz gefordert. Ein Biologikum das wegen Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen wurde ist Raptiva mit dem Wirkstoff Efalizumab. Näheres hierzu unter den folgenden Links: https://www.psoriasis-netz.de/medikamente/tabletten-spritzen/raptiva-efalizumab.html https://de.wikipedia.org/wiki/Efalizumab 

GrBaer185

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TGN1412 - schwere Nebenwirkungen im Jahr 2006; BIA 10-2474 in 2016 ein Todesfall

Biologicas kommen nicht aus dem Bio-Laden, sie sind gentechnologisch hergestellte hochwirksame Antikörper, die im Rahmen einer Risikoabschätzung bei gravierenden Erkrankungen angewendet werden. Sie sind relativ neu und entsprechend sind die Behandlungserfahrungen  begrenzt. Ein extremes Beispiel aus der Entwicklung eines Biologicums: Am 13. März 2006 kam es in einer Phase-I-Studie zu schwerwiegenden Nebenwirkungen an sechs Männern, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/TGN1412 Kein Biologicum, aber auch schwerwiegende Reaktionen beim Arzneimitteltest am Menschen im Jahre 2016: https://de.wikipedia.org/wiki/BIA_10-2474  

GrBaer185

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Beiträge aus der community

Im Folgenden herausgegriffen ein Teil der Beiträge aus der Community im Thema  Biologicas Von Tessa, 12. September 2017 in Kyntheum die ich für grundlegend und sehr interessant halte. ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: sia >100 Beiträge   Benutzer   476 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 15. September 2017 (bearbeitet) Einiges zu den Biologicals wurde ja schon gesagt - teils richtig, teils ein wenig aus dem Zusammenhang. Daher noch meinen Senf. Die Frage war: Hier wurde ja schon angesprochen, dass nicht jedes Medikament bei jedem wirkt. Das ist so, weil der Psoriasis eine sog. 'komplexe polygenetische  Veranlagung' zu Grunde liegt. Das heißt, es sind viele Gene beteiligt. Je nachdem in welcher Kombination die Gene mutiert sind ist die Ausprägung und Schwere der Krankheit anders. Wären es zwei Gene, nennen wir mal A und B, gäbe es drei Kombinationen: beide betroffen AB, A betroffen, B betroffen. Bei drei Genen A, B, C,  wäre 6 Kombinationen denkbar 'nur A', 'nur B', 'nur C',  'A+B', 'A+C', 'B+C', ... es sind aber inzwischen schon 40 Gene identifiziert die betroffen sein können (wahrscheinlich noch mehr) - aber eben nicht alle betroffen sein müssen. (Gene 'kodieren' für Proteine - umgangsp. 'Eiweiße' - das heißt die Gene werden 'abgelesen' und dann wird nach diesem Bauplan in den Zellen ein Protein hergestellt - woraus dann z.B. Hautzellen aufgebaut werden.) Und damit noch nicht genug - neben der nötigen Anlage braucht's auch noch einen Trigger - zumindest für manche Formen. So könnte es sein, dass jemand mit einer leichten Pso der in einem sonnigen Land wohnt kaum jemals Symptome hat. Weiß man nun wie vielschichtig diese Krankheit ist -  viele Gene produzieren nämlich nicht nur ein Protein das in die Haut 'eingebaut' wird, sondern vielleicht wird das auch bei 'innerer Haut' - sprich Darm Verwendung findet, ein anderes auch in den 'Gelenkhäuten' usw. dann überrascht es nicht mehr, dass man etliche Medis braucht und es eine lange Suche sein kann das richtige zu finden. Und da wurde ja schon erwähnt - die Forschung ist da langwierig und damit teuer. Aber damit noch immer nicht genug. Die Herstellung ist auch nicht billig. Während bei vielen Medikamenten ein paar Stoffe unter bestimmten Bedingungen gemischt werden - chemische Reaktionen laufen ab - Medikament fertig ist das bei den Biologicals ein wenig anders. Aspirin besteht aus  21, ein Biological aus ca. 20.000 Atomen. Außerdem muss ein Biological von einer lebenden Zelle produziert werden. Dazu müssen erst einmal  geeignete Zelllinien gefunden werden - z.B. sind das manchmal ovariale Zellen aus Hamstern. Diese Zellen werden dann in großem Stil in Tanks gezüchtet - die Bedingungen sind sehr wichtig - Temperatur, Nahrung, PH, Sauerstoff ....- das Produkt soll ja immer gleich sein. Das alles zusammen macht es so teuer. Und zum Schluss... während es bei z.B. Aspirin ziemlich egal ist ob man das Original schluckt oder ASS ist das bei Biologicals nicht identisch. Ist der Patentschutz abgelaufen dürfen im Prinzip andere Firmen ein Produkt 'nachbauen' - tun sie auch. Da sie aber z.B. schon mit anderen Zelllinien starten ist das  Endprodukt ähnlich, aber eben nicht gleich. Das kann ok sein, oder eben auch nicht (sieh die vielen unterschiedlichen Ausprägungen der Krankheit.) In Deutschland ist bis jetzt kein Austausch möglich.    schaedel hat noch nicht oft geschrieben   Benutzer   1 Beitrag Beitrag melden   Geschrieben 14. Dezember 2017 Der wichtigste Unterschied besteht doch darin, dass der Körper IL17A ausschüttet und die IL17A Blocker wie cosentyx und taltz diese Proteine abfangen bevor sie an den Rezeptor docken. Das IL17A ist wie ein Brief mit einen Befehl zu verstehen der vom Körper abgesendet wird, fängt man den Brief vorher ab kommt er gar nicht erst an und der Enpfänger weiss nicht, dass er den Befehl ausführen muss (in unserem Falle die Entzündung der Haut zu starten).   Bei dem IL17RA Blocker ist es so, dass nicht der Brief abgefangen wird, sondern der Schlitz am Briefkasten verschlossen wird, denn das IL17A dockt am entsprechenden Rezeptor an, deswegen IL17RA.   Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile, sind allerdings nach bisherigem Stand der Forschung der richtige Weg. jedenfalls ist man immerhin soweit und konnte bei den meisten Menschen genau diese beiden Faktoren ausmachen, man muss ja bedenken, dass man nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich eingreifen will, bei den TNF Blockern und IL12+23 Blockern ist der Eingriff viel massiver.    Das Problem sind nur die Resistenzen, es gibt ja Menschen wo cosentyx/taltz gar nicht wirkt weil der Körper es bereits abfängt, der Ansatz ist trotzdem (nach bisheriger Forschung) der richtige nur braucht man dann einen anders gebauten Wirkstoff. Taltz ist wohl so gebaut, dass weniger Menschen Resistenzen entwickeln/bereits haben, bei Cosentyx scheint es mehr "Probleme" zu geben, wobei der Anteil dort immer noch gering ist.   Hatte übrigens freie Auswahl, habe mich für ein komplett "Human" Biologica entschieden und gegen das humanized, obwohl ich glaube, dass Taltz das "bessere" Medikament ist. Brodalumab hätte ich vermutlich auch haben können, aber ich wollte es erstmal mit nen IL17A Blocker probieren. Seit 5 Tagen schwirren die ersten 300 mg Cosentyx durch meinen Körper, die Wirkung trat bereits nach 2 Tagen ein. Taltz ist die nächste Option sollte ich resistent werden, dann würde ich mich auch für ein paar Mäusezellen in den Brückenverbindungen begeistern lassen      HLAB27 >100 Beiträge   Benutzer   125 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 18. Dezember 2017   Nachdem du uns ja nun erklärt hast, welches Interleukin (IL) "erfolgreich" blockiert wird... Bei welche Erkrankungen bzw. Belastungen springt denn speziell das IL-17A in unserem Körper bzw. vor allem unser Immunsystem an??? Da wären also: Allergisches Asthma... Allergische Rhinitis... Antivirale Immunantwort... Also Allergien wie Pollenallergien, Kreuzallergien auf Pollenallergene, sonstige Allergien (z.B. Pilze, Luftverschmutzung,...), Asthma und akute, latente oder persistierende Virusinfektionen. Da es nicht gern gesehen wird, dass ich Links einfüge lasse ich sie weg. Googeln kann jeder von euch selbst unter: "antivirale Immunantwort IL-17a". Desweiteren laufen aktuell Studien zu dem Thema IL-17A (im Bereich Hepatitis) und ob es nun eine tumorfördernde oder auch tumorunterdrückende Wirkung hat. Bisher sind sich die Studien hier uneins und es wird weiter geforscht. Jedem Zytokin in unserem Körper sind Zellen bzw. eine bestimmte immunologische Relevanz zugeordnet. Es gibt eine Menge IL´s und diese stehen untereinander in Verbindung und oft auch in Abhängigkeiten. Das nur mal am Rande, sonst wird es zu immunologisch . Daher wirken auch Cosentyx und Taltz nicht bei jedem gleich, denn nicht bei jedem ist das IL-17A (bzw. die o.g. Erkrankungen bzw. Belastungen) der Auslöser, sondern z.B. das IL-23 oder das IL-6 oder IL-1 oder oder. Ich freue mich für jeden von euch der Erfolg mit einer Biologika-Therapie hat. Dennoch werden mir persönlich hier zu viele Lobeshymnen auf etwas  gesungen was - egal von welchem IL bei den verschiedenen Biologikas - die Vermittlung innerhalb des Immunsystems unterbricht bzw. blockiert und von dem keiner weiß was es für Langzeit-Folgen und Langzeit-Nebenwirkungen (also nach einer z.B.5-jährigen, 10-jährigen oder noch längeren Einnahmezeit) haben wird .   arni >100 Beiträge   Benutzer   227 Beiträge Wohnort: Mönchengladbach Beitrag melden   Geschrieben 18. Dezember 2017 Dem stimme ich Dir zu 100% zu. Eine Lobeshymne würde es von mir niemals geben. Dazu habe ich bereits viel zu viele Erfahrungen mit Biologicals gemacht. Aktuell nehme ich das achte Biological. Es greift in den Körper ein (ist ja auch der Sinn eines solchen Medikaments) und wirklich Langzeiterfahrungen bestehen bei vielen Biologicals noch nicht. Keine Ahnung, ob irgendwann der Bumerang kommt und ich dann auch noch weiß, dass der Auslöser evt. Enbrel, Humira, Remicade und und und...gewesen sein könnte. Wahrscheinlich nicht.  Das viel gelobte Cosentyx hat mir schweren Schaden zugefügt. Das werde ich wohl nie vergessen.  Ich denke, dies muss jedem Anwender solcher Medikamente bewusst sein. Wenn der Leidensdruck aber so groß ist, geht man dieses Risiko ein. Ohne Biological würde ich recht flott zum Pflegefall werden.  Dann lieber ein paar Jahre früher diese Erde verlassen als 30 Jahren mit unerträglichen Schmerzen zu leben. Und falls es so kommen sollte, werde ich mich hoffentlich auch noch an meinen eigenen Leitsatz erinnern.             

GrBaer185

GrBaer185

 

Betriebsausflug SHG Ostheim nach Schleiz/Thüringen

Am 28. Juli 2018 fand unser Ausflug nach Schleiz zu einer anderen SHG statt. Wir starteten mit einem Kleinbus um 8.45 Uhr am Bahnhof Mellrichstadt. Während der 2-stündigen Fahrt auf der Autobahn machten wir einmal Rast. Um 11 Uhr erreichten wir das Ziel in Schleiz bei Kathrin und Andreas Förster. Kathrin leitet dort eine Selbsthilfegruppe für Psoriasis und Neurodermitis. Diese Familie sowie die Mitglieder der dortigen SHG haben uns herzlich empfangen.  Sofort wurden wir mit Getränken versorgt, denn bei einer Temperatur über 30 Grad waren wir darüber sehr dankbar. Wenig später bekamen wir Gegrilltes, wie echte Thüringer Bratwürste, Brätel (Steak) mit diversen Beilagen.  Nachdem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir zum nahe liegenden Bleilochstausee, wo wir eine Schifffahrt unternahmen. Es war eine lustige Fahrt. Wir haben regen Austausch mit der anderen Gruppe gehabt. Neben Sonnenschein waren auch immer wieder Wolken über uns, so dass es auf dem Schiff nicht zu heiß war. Wieder auf festem Boden gönnten wir uns ein kühles Eis.  Wieder zurück bei Kathrins Familie, wurden wir noch mit leckerem Streuselkuchen und frischem Kaffee verwöhnt. Es war ein wunderbares Erlebnis, die Schleizer Gegend zu erkunden. Wir bedankten uns bei Kathrins Familie für die Gastfreundschaft. Um etwa 18 Uhr traten wir die Heimreise an mit Zwischenstopp bei unserer Gruppenleiterin Margitta Hess. Ihr Mann bestellte schon vorab für uns diverse Pizzen, die wir dann genüsslich verspeisten. Den Abend ließen wir in gemütlicher Runde ausklingen. Es war ein schöner, unvergesslicher Tag, den wir - wie immer - unserer lieben Margitta zu verdanken haben.  Verfasser Angela Kraus   Juli 2018 

Margitta

Margitta

 

Juni 2018 - Lungenentzündung begünstigt durch Secukinumab?

GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   241 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben Donnerstag um 16:43 Hallo Tessa,
danke für den Bericht.
Ich spritze Cosentyx seit rund 1,25 Jahren mit sehr gutem Ergebnis für die Haut ( nur wenige  kleine Stellen an der rechten Wade und einer Zehe..
Zwischenzeitlich hatte ich Ausschlag und Juckreiz in den Armbeugen und Kniekehlen, ähnlich einer Neurodermitis, ging wieder weg. Ebenso mit Salbe der Ausschlag in der Leiste und die trockene, rote und spröde Haut am kleinen Finger rechts. An zwei Fingergelenken ist die Haut sehr trocken und wenn ich nicht genug salbe, reißt sie ein. Generell kommt mir die Haut trockener als vor Cosentyx vor.
Zwei Sachen, die nicht mit Cosentyx zusammenhängen müssen: - Im linken Knie gab es beim Aufstehen vom Tisch plötzlich einen Stich, einige Tage später waren die Beschwerden so stark, dass ich nur noch humpeln konnte. Orthopädin: Verdacht auf Plicasyndrom (hatte ich noch nie), MRT: altersentsprechend gesundes Knie, mittlerweile mit gerätegestützter Krankengymnastik wieder schmerzfrei. - Rechte Hand Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom (beim Lenkradhalten und vor allem beim Schlafen kribbeln in der Hand), Handgelenksorthese zum Schlafen, Nervenleitungsgeschwindigkeitsmessung nur leichte Abweichung zw. links und rechts. Mittlerweile keine Beschwerden mehr. Vermutlich eher muskuläre Verspannung/ Fehlhaltung im Schulterbereich. Hatte am Mi., 6.6.18 abends plötzlich Schüttelfrost und 39,4 °C Fieber. Arzt tippte auf Virus, abhören der Lunge o.B.., kein Husten, keine Erkältung, gab mir vorsorglich falls es nicht besser wird ein Rezept für ein Antibiotikum mit. Fr. leichte Brustschmerzen und etwas Auswurf beim Räuspern, woraufhin ich das Antibiotikum holte und einnahm. Keine Besserung, Fieber ging nur mit Ibuprofen 400 mg runter, bei nachlassen der Wirkung nach ca. 8 Stunden wieder Schüttelfrost und 39,5 °C Fieber. Montag zum Röntgen: bilaterale atypische Lungenentzündung, CRP 249 mg/l, neues Breitbandantibiotikum, das dann nach 2,5 Tagen endlich anschlug. Sprach Arzt auf möglichen Zusammenhang mit Biologicum an und meine von früher von Fumarsäurederivaten und FUMADERM her immer noch niedrigen Lymphozytenwerte (um 650 pro Mikroliter), meinte, auch 30 jährige bekämen Lungenentzündung. Habe mir gestern wieder 2 Cosentyx-Spritzen gesetzt - hoffe, dies war kein Fehler... GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   242 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben Donnerstag um 18:04 Hallo Arni, kannst Du das näher erläutern oder einen Link angeben, falls Du es woanders schon dargestellt hast?
Wäre super, danke! arni >100 Beiträge   Benutzer   227 Beiträge Wohnort: Mönchengladbach Beitrag melden   Geschrieben 29. Juni (bearbeitet) Mal gucken, ob ich das noch alles zusammen bekomme... Es fing an mit einer Kieferhöhlenentzündung Dann kam die trockene Haut. Hab mich 3x tgl. cremen müssen. Habe mich sonst kaputt gekratzt. Mein Bauchnabel ist gerissen und hat sich entzündet. Der nächste Infekt kam Fieberschübe und Schüttelfrost ohne einen Infekt zu haben. Bestimmt 4 Wochen ging so. Dies habe ich heute noch, wenn sich ein Schub ankündigt.  Dann Schmerzen der Weichteile und Gelenke und Muskelschmerzen. Besondern mein Knie schmerzte und wurde dann im Verlauf auch dick.  Lungenentzündung war die nächste Station Dann kam für mich das Schlimmste. Die Schuppenflechte, die vorher gut war, explodierte. Steht auch unter selten Nebenwirkungen im Beipackzettel Ausbruch der Psoriasis. Ich hatte den schlimmsten Psoriasis Schub meines Lebens. Davon habe ich mich erst nach 1,5 Jahren erholen können. Aber nur durch ein neues wirksames Biological.  Es folgten 2x Nasennebenhöhlen-Vereiterungen Consentyx wieder mal ausgesetzt und alle Infekte sind innerhalb von 7 Tagen verschwunden.  Neuer Start mit Secukinumab Wieder einen heftig Infekt und 3x Bindehaut-Vereiterung 2 Abszesse haben sich gebildet   Das war das Ende vom Cosentyx für mich. Ich habe lange aus verschiedenen Gründen daran festgehalten. Aus heutiger Sicht viel zu lang. Meine Rheumatologin würde heute mit Ihren neuen Erfahrungen mit diesem Medikament auch anders handeln. Aber damals, war es der große Renner und kein Arzt hatte Zweifel zugelassen. Selbst heute noch, sehen Dermatologen dieses Medikament als den Durchbruch der Psoriasis Medizin an und sind immun gegen Kritik.    Die meisten Patienten vertragen Cosentyx zum Glück sehr gut und profieren von dessen Wirkung. Es ist immer schwierig abzuklären, wenn man weitere Baustelle hat, ob diese Dinge vom Cosentyx kommen oder völlig unabhängig sind. Fast unmöglich. Dazu müsste man Cosentyx mal aussetzen und gucken. Aber wer setzt schon freiwillig ein gut wirksames Medikament ab mit der Möglichkeit, dass es hinterher nicht mehr so gut wirken wird.  Dir bleibt eigentlich nicht viel übrig als abzuwarten. Wenn sich Deine Nebenerkrankungen häufen und ein anderer Leidensdruck entsteht, dann musst Du handeln.  Wegen Deiner Sehnengeschichte und auch Kniebeschwerden auch mal beobachten ob noch weitere Dinge hinzukommen. Vielleicht unterdrückt Cosentyx auch nicht ausreichend die rheumatologische Seite.  Ich wünsche Dir für heute erst einmal eine Gute-Besserung für Deine Lungenentzündung.  bearbeitet 29. Juni von arni
  GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   242 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben Freitag um 16:56 Hallo Arnhild, zunächst vielen Dank für die ausführliche und sehr interessante Beschreibung Deiner Erfahrungen mit Cosentyx.
Da sind ja einige Parallelen zu mir: trockene, teils rissige Haut, Knieproblem, Juckreiz, Lungenentzündung.
Hast Du die vermutlichen Nebenwirkungen gemeldet?
Noch ohne Lungenentzündung hatte ich bei Novartis (Tel. Nr. aus dem Beipackzettel) angerufen, weil ich mich unglücklich gespritzt hatte (wohl etwas zu tief am Bauch und eine Ader getroffen, gab eine richtige Beule mit später blauem Fleck) und wissen wollte, ob es schlimm ist, wenn Cosentyx aus Versehen in eine Ader gespritzt wird. Die Ärztin, zu der ich durchgestellt wurde, gab mir diesbezüglich Entwarnung. Bei der Gelegenheit schilderte ich auch gleich meine "Nebenwirkungen" und stellte Fragen zur Dosierung.
Ich bekam in Folge umfangreiche Fragebogenunterlagen zu den von mir genannten Nebenwirkungen für meinen Arzt. Dieser füllte sie schnell aus und sah keinen Zusammenhang mit Cosentyx - deckt sich gut mit dem was Du geschrieben hast, für den Arzt ist es DAS fantastische Präparat bei Psoriasis.
Meine atypische Lungenentzündung habe ich auf der im Beipackzettel genannten Web-Seite des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen, www.pei.de  gemeldet. Bisher ohne Reaktion, kann aber noch kommen. Mir geht es soweit wieder gut und ich war heute wieder das erste Mal seit der Lungenentzündung bei der gerätegestützten Krankengymnastik.
Bezüglich arthritischer Beschwerden scheint Cosentyx bei mir "nicht" zu wirken, seit vielen Wochen schmerzt mir am Handballen der linken Hand das Erbsenbein und die Achillessehne links wird auch nicht besser (habe nächste Woche meine vierte Stoßwellenbehandlung). 
Nachdem ich zu Beginn der Cosentyx-Therapie grippale Infekte und Halsschmerzen hatte und das Spritzenintervall deshalb auf fünf Wochen verlängert hatte, bin ich allerdings 'off Label' bei fünf Wochen Spritzenabstand geblieben und meine Haut ist nach wie vor sehr gut (nur vernachlässigbare kleine Stellen). Siehe auch:
Habe mich auch bis zu meiner Lungenentzündung gut gefühlt und gefreut, das Cosentyx bei meiner Haut so super geholfen hat (zuvor im Dez. 2016 PASI von 34,3 und DLQI von 22).
Frage mich halt, wann die nächste Lungenentzündung kommt (meine Vorletzte war 2000 und Anfang 2003). So wie Du denkst, zulange bei Cosentyx geblieben zu sein, so war ich zu lange bei Fumaraten und FUMADERM geblieben, trotz Leuco- und Lymphopenie. Habe nun immer noch verringerte Lymphozytenwerte. Welches Biologikum nimmst Du jetzt Arnhild? Alles Gute und viele Grüße!
  GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   242 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben Gestern um 14:54 Hallo Bettina, ich wurde weder auf Lungenembolie noch auf Lupus erythematodes noch auf einen DIL gecheckt.    
Geröntgt wurde ich jetzt zweimal, ersten als  nach  4 Tagen (am Montag) immer noch hohes Fieber (39,5 °C) trotz drei Tagen Antibiotikum bestand, mit der Diagnose bilaterale atypische Lungenentzündung, dann eine Woche später zur Kontrolle nachdem ich ein anderes, diesmal Breitbandantibiotikum bekommen hatte. Bei einem Hämatologen (Krankenhaus Neukölln) mit Knochenmarkspunktion war ich vor ca. 22 Jahren wegen der niedrigen Lymphozytenwerte (durch Fumarate) ohne besonderes Ergebnis, neuerlich nicht mehr. Sprach jetzt meinen Internisten auf einen Hämatologen an, ohne dass er dies befürwortete.
Ich frage mich, was ein neuerlicher Hämatologenbesuch bringen soll mit welchen Erkenntnissen und vor allem mit welchen Handlungsfolgerungen. Mir geht es schon wieder recht gut. Ob Cosentyx die Ursache oder eine Mitursache der Lungenentzündung ist kann man halt nicht  sagen. 2000 und 2003 hatte ich auch eine Lungenentzündung ohne Cosentyx. Nachdenklich macht es mich aber schon, da es "kein Schnupfen" ist und aus heiterem Himmel kam, d.h. keine Erkältung, kein Husten und beim Abhören am ersten Tag ohne Befund. Der Arzt dachte an eine Virusinfektion und meinte ein Antibiotikum würde mir nichts bringen.
PS: Ich rauche nicht, bin gegen Pneumokokken geimpft (Auffrischimpfung erst 3 Wochen vor der Lungenentzündung), habe kein Asthma und lebe auch sonst recht gesund. 
Hast Du eine Idee, wie man die Lymphozytenzahl erhöhen/ pushen kann? Ein schönes Wochenende wünscht B.  

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November 2017

GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   240 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 24. November 2017 Hallo miteinander, es würde mich interessieren, wie es Euch mit Cosentyx weiter ergangen ist? Hat der gute Behandlungserfolg angehalten? Habt Ihr Nebenwirkungen? Wie lange sollt Ihr Cosentyx weiter spritzen?   Ich selber spritze mich heute das 12. Mal. Haut im Vergleich zu davor sehr gut. Nebenwirkung ein Jucken und kleine Pickelchen in den Armbeugen. trockene, rissige Haut am kleinen Finger rechts und Entzündung/ rote Haut in der Leiste.  Dermatologe meint, es sehe wie Neurodermitis aus und hat mir eine Zinksalbe mit Hyydrokortison verschrieben. Kleine, linsengroße Hautstellen mit Verhornungsstörungen an Wade und Fuß. Mal trockene, schuppende Hautstelle an Stirn. Allgemein scheint die Haut trockener als vor der Cosentyx-Therapie zu sein. Und etwa drei Kilogramm habe ich zugenommen.

      Geschrieben 24. November 2017 Hallo Donna, vielen Dank für die schnelle Antwort! Wie lange hast Du im Juni ausgesetzt? Wie lange war da der Abstand zwischen den Spritzen? Hast Du dann normal weiter gespritzt, dass heißt alle 4 Wochen oder zunächst den Abstand verkürzt wie beim Therapiebeginn? Aus welchen Gründen wurde Dir das Aussetzen vor der OP empfohlen und wie lange vor der OP durftest Du nicht gespitzt haben? Ich wünsche Dir weiterhin guten Erfolg und keine Nebenwirkungen.
  GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   241 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 26. Dezember 2017 Schöne Weihnachten Jeannette. Wie sieht es bei Dir aktuell mit Wirkung und Nebenwirkungen aus? Spritzt Du Cosentyx in erster Linie wegen einer Psoriasis-Arthritis und daher 150 mg?  Laut Beipackzettel werden bei Plaque-Psoriasis 2 Spritzen mit je 150 mg, also zusammen 300 mg als Einzeldosis empfohlen.
  GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   241 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 24. November 2017 Hallo Heike, wie geht es Dir aktuell? Durch Cosentyx ist meine Psoriasis am Kopf ganz verschwunden. Haare sind bei mir als Mann eh schon lichter, habe da keinen Haarausfall beobachtet Ich würde an Deiner Stelle aber mal den Dermatologen ansprechen wegen dem Haarausfall. Es gibt auch Nebenwirkungen die selten sind und jeder Patient reagiert anders. Für Cosentyx gibt es noch nicht so viel Erfahrung und alle Beobachtungen im Zusammenhang mit der Therapie sollten gemeldet werden.
  GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   241 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 26. Dezember 2017 Schöne Weihnachtsfeiertage zusammen, das Problem mit trockener haut und Juckreiz, vor allem in den Armbeugen, Kniekehlen und Oberschenkeln hab ich auch. Teilweise springt mir die Haut an den Fingern auf.  Mein Dermatologe hat mir dafür eine Salbe rezeptiert. Dafür ist die Psoriasis praktisch verschwunden. Cosentyx spritze ich nun alle 5 Wochen. Ich wünsche schon mal allen einen guten Rutsch!
 

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Spritzenintervall verlängern?!

GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   239 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 12. Juli 2017 (bearbeitet)      Am ‎06‎.‎12‎.‎2015 um 01:57 schrieb Franke70: "Hallo hat jemand schon mal den 4 wöchigen Spriten abstand verlängert, weil das Hautbild sehr gut ist? Mein Doc meinte, ich könnte mal versuchen, evtl. längeres Intervall mit den Spriten oder auf eine Spritze alle 4 Wochen zu gehen."  ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Hallo Franke, das ist eine gute Frage, denn alle Betroffenen werden über den gleichen Kamm geschoren, heißt bekommen nach dem selben Schema die gleiche Dosis Antikörper gespritzt, egal wie groß, schwer sie sind oder wie schlimm ihre Psoriasis ist. Auch spielen Laborparameter bislang keine Rolle für die Dosiswahl, es ist egal wie hoch z. Bsp. der Entzündungswert CRP ist und das Ziel von Secukinumab, das Interleukin 17A wird überhaupt nicht bestimmt. Einmal aus Termingründen und einmal wegen einem fiebrigen Infekt habe ich den Spritzenabstand beim Hautarzt von 4 auf 5 Wochen verlängert.  Die ersten beiden Spritzen (es sind immer zwei Spritzen auf einmal, da die Wirkstoffmenge für eine Anwendung auf zwei Spritzen verteilt ist - warum??) erhielt ich am 13.03.2017.  Seit dem 5. Spritzentermin am 10.04. sollte der Abstand vier Wochen betragen. Da ich einen fiebrigen Infekt mit zweimal abends 38,7 °C  Temperatur und etwas Schleim auf den Bronchien/Lunge links hatte ( Symptome gingen nach Antibiotikum weg), war der 6. Termin erst am 15.5. und wegen Terminschwierigkeiten der 7. Termin erst wiederum nach 5 Wochen am 19.6. Der Dermatologe meinte, eine Woche mehr sei nicht relevant, der Abstand sollte aber nicht größer als 6 Wochen sein. Von einem Absetzen von Cosentyx wegen geringer Nebenwirkungen riet er mir ab, da unklar sei, ob Cosentyx nach einer Pause wieder gut anspreche. Ich hatte zu beginn trockene Lippen und die Haut an den ehemaligen Psoriasisstellen war pergamentartig. Im Leistenbereich heilte die Psoriasis nicht ab, die Haut war weiterhin rot und riss teilweise ein - Antipilzcreme half da, ebenso wie zwischen zwei Fingern, wo die Haut juckte und trocken-rissig war. Der Lippentrockenheit hat sich normalisiert, die früheren Psoriasisherde sind kaum noch von der "normalen" Haut zu unterscheiden, habe das Gefühl, dass die Haut trockener ist. Außerdem das Gefühl geschwollener Augenlieder und ein Jucken in den Armbeugen und der Oberschenkelinnenseite (gerade die wenigen Stellen, die zuvor nicht von der Psoriasis betroffen waren). Ich habe 3 Kilogramm zugenommen und frage mich, ob das vielleicht an Wassereinlagerungen liegen könnte. Erstmals ist bei mir nach einem stechenden Schmerz beim Aufstehen vom Küchentisch ein Plicasyndrom diagnostiziert worden und in der Linken Hand habe ich zeitweise ein kribbeln in den Fingern (Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom, neurologisch nicht erhärtet, vermute nun eher Folge von Fehlhaltung der Schultern, Muskelverspannung). Ich frage mich allerdings auch, ob vielleicht doch ein Zusammenhang mit den Cosentyx-Spritzen besteht. Die Psoriasishaut hat sich bereits nach dem ersten Spritzentermin angefangen zu bessern und ich bin seit einigen Wochen erscheinungsfrei (bis auf die nun neuen roten Pünktchen nach Kratzen aufgrund des Juckreizes in den Armbeugen (s.o.). Fußnägel haben begonnen normal nachzuwachsen. Zuvor hatte ich eine sehr stark ausgeprägte Psoriasis die im Begriff war in eine Erytrodermie überzugehen.  Ich trage seit langem wieder kurze Hemden und konnte erstmals wieder unbeschwert ins Schwimmbad und an den Badesee gehen - super.  Bin gespannt, was mein Dermatologe zu meiner neuen Hautbaustelle in den Ellenbeugen und der Oberschenkelinnenseite sagen wird. bearbeitet 12. Juli 2017 von GrBaer185            GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   239 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 16. Juli 2017 "nach ein halben jahr erscheinungsfreiheit sollte ich die spritzen dann ganz absetzen " +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Hallo kingotto, hast du unerwünschte Nebenwirkungen? Ein Absetzen des Biologikums will sehr gut überlegt sein. Von meinem Dermatologen hatte ich zur Behandlungsdauer keine klare Aussage erhalten. Er sagte, trotz guter Haut solle ich weiter Cosentyx spritzen lassen. Es sei unklar, ob das Biological nach einem Absetzen wieder so gut anspricht. Hat sich angehört nach einer Dauertherapie. Unklar ist mir auch, ob ein Ausschleichen der Therapie möglich ist, indem der Abstand zwischen den Spritzen verlängert wird und/oder nur eine Spritze (statt der üblichen Doppelspritzung) gegeben wird. Hierzu wäre es wichtig, näheres über die Pharmakokinetik zu wissen. Als Laie dachte ich, wie bei anderen Medikamenten würde Cosentyx allmählich aus dem Fettgewebe des Bauches, in das es bei mir gespritzt wird, vom Körper resorbiert und dann allmählich "verwertet" werden und wirken. Mein Arzt meinte, das Cosentyx recht schnell in den Blutkreislauf kommt und das Interleukin 17A auch "schlagartig" verringert. Bis zum nächsten Spritzentermin in vier Wochen würde die Interleukin 17A Menge dann wieder allmählich zunehmen.

  GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   239 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 16. Juli 2017 In der Fachinformation zu Cosentyx (sehr lesenswert) siehe:      https://www.gelbe-liste.de/produkte/cosentyx-150-mg-injektionsloesung-in-einem-fertigpen_885274/fachinformation steht: "In der Psoriasis-Studie 5 (SCULPTURE) wurden 966 Patienten ausgewertet. Alle Patienten erhielten Cosentyx in einer Dosis von 150 mg oder 300 mg in den Wochen 0, 1, 2, 3, 4, 8 und 12. Anschließend wurden die Patienten per Randomisierung entweder einem kontinuierlichen Erhaltungsregime mit monatlich der gleichen Dosis beginnend ab Woche 12 oder einem „Wiederholungsbehandlung bei Bedarf"-Regime mit der gleichen Dosis zugewiesen. Bei Patienten, die die „Wiederholungsbehandlung bei Bedarf" erhielten, konnte das Ansprechen nicht in angemessener Weise aufrechterhalten werden, weshalb ein fixes monatliches Erhaltungsregime empfohlen wird." Es wird also eine ständige, vierwöchentliche Erhaltungsdosis von Cosentyx empfohlen.
  GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   239 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 16. Juli 2017 weiter steht in der oben erwähnten Fachinformation:   "5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften Plaque-Psoriasis

Resorption
Bei gesunden Probanden wurden zwischen 2 und 14 Tagen nach einer subkutanen Einzeldosis von 300 mg in flüssiger Formulierung Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von 43,2 ± 10,4 μg/ml erreicht.
Nach einer subkutanen Einzeldosis von entweder 150 mg oder 300 mg bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurden gemäß einer Analyse der Populationspharmakokinetik 5 bis 6 Tage nach Gabe Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von 13,7 ± 4,8 μg/ml bzw. 27,3 ± 9,5 μg/ml erreicht.
Bei anfänglich wöchentlicher Anwendung im ersten Monat betrug gemäß einer Analyse der Populationspharmakokinetik die Zeit bis zum Erreichen der Spitzenkonzentration 31 bis 34 Tage.
In Datensimulationen betrugen die Spitzenkonzentrationen im Steady-State (Cmax,ss) nach subkutaner Anwendung von 150 mg oder 300 mg 27,6 μg/ml bzw. 55,2 μg/ml. Die populationspharmakokinetische Analyse legt nahe, dass unter monatlichen Dosierungsregimes der Steady-State nach 20 Wochen erreicht wird.
Verglichen mit der Exposition nach einer Einzeldosis zeigte die populationspharmakokinetische Analyse, dass Patienten nach wiederholten monatlichen Erhaltungsdosen einen 2-fachen Anstieg der Spitzenkonzentrationen im Serum und der Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC) aufwiesen.
Eine populationspharmakokinetische Analyse zeigte, dass Secukinumab bei Patienten mit Plaque-Psoriasis mit einer mittleren absoluten Bioverfügbarkeit von 73 % resorbiert wurde. Über alle Studien hinweg wurden für die absolute Bioverfügbarkeit Werte im Bereich von 60 bis 77% berechnet.

Verteilung
Das mittlere Verteilungsvolumen während der terminalen Phase (Vz) nach Gabe einer intravenösen Einzeldosis bei Patienten mit Plaque-Psoriasis lag im Bereich von 7,10 bis 8,60 Liter, was auf eine begrenzte Verteilung von Secukinumab in periphere Kompartimente hindeutet.

Biotransformation
Der Großteil der IgG-Elimination erfolgt über intrazellulären Katabolismus nach einer Flüssigphasen- oder rezeptorvermittelten Endozytose.

Elimination
Die mittlere systemische Clearance (CL) nach Gabe einer intravenösen Einzeldosis bei Patienten mit Plaque-Psoriasis lag im Bereich von 0,13 bis 0,36 l/Tag. In einer Analyse der Populationspharmakokinetik betrug die mittlere systemische Clearance (CL) bei Patienten mit Plaque-Psoriasis 0,19 l/ Tag. Das Geschlecht hatte keine Auswirkungen auf die CL. Die Clearance war dosis- und zeitunabhängig.
Die mittlere Eliminationshalbwertszeit bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde auf Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse auf 27 Tage geschätzt und lag über alle Psoriasis-Studien mit intravenöser Gabe hinweg in einem Bereich von 18 bis 46 Tagen.

Linearität/Nicht-Linearität
Die Pharmakokinetik von Secukinumab nach Einzel- und Mehrfachgabe bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde in mehreren Studien ermittelt, in denen intravenöse Dosen von 1 x 0,3 mg/kg bis 3x10 mg/kg und subkutane Dosen von 1 x 25 mg bis zu mehrfachen Dosen von 300 mg angewendet wurden. Die Exposition verhielt sich über alle Dosierungsregimes hinweg dosisproportional."
  GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   239 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 24. November 2017 Hallo Franke, wie geht es Dir zur Zeit? Was gibt es Neues bei Dir? Spritzt Du noch Cosentyx?   Ich werde heute wieder zwei Cosentyx-Spritzen setzen ( nach 5 Wochen). Hatte vor einer Woche eine Grippeschutzimpfung und habe danach etwas gewartet. Meine Haut ist recht gut. Allerdings habe ich wieder verstärkt ein Jucken an den Armbeugen-Innenseiten und mein kleiner Finger der rechten Hand ist ganz entzündet, ich muss ständig cremen, sonst reißt die Haut auf. Entzündete Haut habe ich auch in der Leiste. Der Dermatologe meint, es wäre wie bei einer Neurodermitis. Ich habe eine Zinksalbe mit Hydrokortison verschrieben bekommen.      

 

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Start am 13.03.2017 - Erfolg und erste unerwünschte und fragliche Nebenwirkungen

GrBaer185 >100 Beiträge   Benutzer   238 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 12. Juli 2017 Schlage mich seit über 40 Jahren mit der Psoriasis herum, die zuletzt immer schlimmer wurde. Mit einem Pasiscore von 34,3 und einem DLQI von 22 lies ich mich dann doch von meinem Dermatologen von einer Behandlung mit Cosentyx überzeugen, da der Hautzustand unerträglich wurde. Die ersten beiden Spritzen (es sind immer zwei Spritzen auf einmal, da die Wirkstoffmenge für eine Anwendung auf zwei Spritzen verteilt ist - warum??) erhielt ich am 13.03.2017 - ich nehme an einer Studie beim Dermatologen teil und wollte mich (diesmal) nicht selber spritzen, da es mir beim MTX zuletzt unangenehm war. Seit dem 5. Spritzentermin am 10.04. sollte der Abstand vier Wochen betragen. Da ich einen fiebrigen Infekt mit zweimal abends 38,7 °C  Temperatur und etwas Schleim auf den Bronchien/Lunge links hatte ( Symptome gingen nach Antibiotikum weg), war der 6. Termin erst am 15.5. und wegen Terminschwierigkeiten der 7. Termin erst wiederum nach 5 Wochen am 19.6. Der Dermatologe meinte, eine Woche mehr sei nicht relevant, der Abstand sollte aber nicht größer als 6 Wochen sein. Von einem Absetzen von Cosentyx wegen geringer Nebenwirkungen riet er mir ab, da unklar sei, ob Cosentyx nach einer Pause wieder gut anspreche. Ich hatte zu beginn trockene Lippen und die Haut an den ehemaligen Psoriasisstellen war pergamentartig. Im Leistenbereich heilte die Psoriasis nicht ab, die Haut war weiterhin rot und riss teilweise ein - Antipilzcreme half da, ebenso wie zwischen zwei Fingern, wo die Haut juckte und trocken-rissig war. Der Lippentrockenheit hat sich normalisiert, die früheren Psoriasisherde sind kaum noch von der "normalen" Haut zu unterscheiden, habe das Gefühl, dass die Haut trockener ist. Außerdem das Gefühl geschwollener Augenlieder und ein Jucken in den Armbeugen und der Oberschenkelinnenseite (gerade die wenigen Stellen, die zuvor nicht von der Psoriasis betroffen waren). Ich habe 3 Kilogramm zugenommen und frage mich, ob das vielleicht an Wassereinlagerungen liegen könnte. Erstmals ist bei mir nach einem stechenden Schmerz beim Aufstehen vom Küchentisch ein Plicasyndrom diagnostiziert worden und in der Linken Hand habe ich zeitweise ein kribbeln in den Fingern (Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom, neurologisch nicht erhärtet, vermute nun eher Folge von Fehlhaltung der Schultern, Muskelverspannung). Ich frage mich allerdings auch, ob vielleicht doch ein Zusammenhang mit den Cosentyx-Spritzen besteht. Die Psoriasishaut hat sich bereits nach dem ersten Spritzentermin angefangen zu bessern und ich bin seit einigen Wochen erscheinungsfrei (bis auf die nun neuen roten Pünktchen nach Kratzen aufgrund des Juckreizes in den Armbeugen (s.o.). Fußnägel haben begonnen normal nachzuwachsen. Zuvor hatte ich eine sehr stark ausgeprägte Psoriasis die im Begriff war in eine Erythrodermie überzugehen.  Ich trage seit langem wieder kurze Hemden und konnte erstmals wieder unbeschwert ins Schwimmbad und an den Badesee gehen - super.  Bin gespannt, was mein Dermatologe zu meiner neuen Hautbaustelle in den Ellenbeugen und der Oberschenkelinnenseite sagen wird. Der Entzündungsparameter CRP, der vor der Behandlung mit Cosentyx immer sehr hoch war, ist nun erstmalig seit langer Zeit wieder mit 3,0 mg/l im Normbereich ( < 5,0 mg/l).

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Allergiezentrum, Atopisches Ekzem, Psoriasis – Was gibt es Neues? Dr. Andreas Eggert Würzburg

Das Allergiezentrum Würzburg ist eine Einrichtung der Uniklinik, Prof Trautmann ist der Leiter des Allergiezentrums Mainfranken. Es handelt sich hierbei um einen Zusammenschluss über die Felder hinaus, hier kann man Allergien steuern. Jede Untergruppe der Allergie kann abgefragt werden, oft ist ja nicht klar was eine Allergie ist, welche Symptome die Betroffenen haben, … Bei Heuschnupfen sind vor allem Augen und Nase betroffen, Bronchien und Lunge bei Asthma; zudem gibt es allergische Beschwerden des Verdauungstraktes. Eine allergische Reaktion der Haut erkennt man beispielsweise an Ekzemen wie Quaddeln und Ausschlag. Schnelle Reaktionen lösen beispielsweise die Birke, Katzen oder Erdnüsse aus: Nach wenigen Minuten erkennt der Antikörper das Allergen, dockt an und  geht an die Mastzelle; die Reaktion geht los.  Steinobst und Kernobst sind Kreuzallergene zu Frühblühern, Betroffene spüren ein Bitzeln auf der Zunge. Bei einer Nickelallergie hingegen handelt es sich um eine langsame Reaktion, das Jucken fängt erst nach ca. zwei Tagen an. Neurodermitis ist primär ein Schichtungsschaden der Haut, dazu gesellt sich ein Fehler des Immunsystems Betroffene haben oft Allergien, aber nicht primär dadurch bedingt. Bei Nesselsucht handelt es sich um eine Fehlkontrolle von gewissen Zellen oder die Reaktion auf Brennnesseln. Allergische Alveolitis ist eine Entzündung des Lungenparenchyms, eine Art Lungenentzündung die  aber allergisch bedingt wird. Zudem gibt es einen Unterschied zwischen Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten. Unverträglichkeiten sind schwierig, denn sie sind schwer zuzuordnen. Eine durch Lebensmittel bedingte Spättypreaktion zeigt sich ca. 24-48 Stunden nach dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittels. Die Beteiligung des Herz-Kreislauf-System kann sich durch einen anaphylaktischen Schock zeigen, dieser ist kritisch und kann tödlich sein, tritt aber äußerst selten auf. Jeder Arzt kann ans Allergiezentrum verweisen, er muss nicht unbedingt Kooperationspartner sein. Zweimal im Jahr gibt es in der Einrichtung eine Fortbildung von und für Kollegen mit Fallvorstellung. Die Therapien im Zentrum sind sehr vielfältig, die Diagnostik erfolgt für klassische Hautallergien in der Hautklinik. Es gibt eine sehr gute und klare Diagnostik, wobei es sich um eine Allergie handelt und wobei nicht. Was als Allergie erkannt wird, ist häufig nicht das, was Ärzte für eine Allergie halten. Wenn sich während der Diagnostik in der Beschwerdeabfragung keine Allergiesymptome herauskristallisieren werden die zuständigen Ärzte hellhörig und blocken die Diagnostik ab – es macht keinen Sinn, Allergietests bei untypischen Symptomen zu machen. Der Brick-Test und Messungen am Blut sind nicht super gut, sie zeigen dass der Patient theoretisch allergisch reagieren kann, das  muss aber nicht wirklich auch passieren. Empfindlichkeiten und Sensibilisierungen werden nachgewiesen, der Körper drückt Allergien weg und wir merken es nicht – es passiert also das, was eine Hyposensibilisierung bewirken soll. An der Empfindlichkeit ändert sich hierdurch nichts, es werden aber beschwichtigende Zellen entwickelt. Regulierende Zellen brauchen wir in fast allen Situationen, um uns nicht selbst auszulösen – jede Reaktion wird irgendwann wieder abgefangen. Sobald eine Reaktion auftaucht, stellt sich die Frage nach dem Auslöser, beispielsweise bei einer Grippe, ob die Quaddeln durch den Infekt selbst oder die Medikamente ausgelöst werden.  Nesselsucht wird auch Nesselfieber genannt, weil viele Kinder die fiebern Quaddeln kriegen. Bevor ein Allergiepass ausgestellt wird, muss sicher sein dass wirklich eine Allergie vorliegt. Im Allergiezentrum ist man sehr vorsichtig mit der Herausgabe von Allergietests, nur wenn sie bewiesen ist oder ein Test zeigt, dass es auch da positiv war gibt es das, ansonsten bekommt der Patient ein Medikament in der Hoffnung, dass er nicht reagiert. Wenn kein Infekt da ist sollte das normalerweise nicht passieren, eigentlich auch mit Fieber nicht, dieses kann wiederum erneut Ausschläge verursachen. Man sollte immer abklären, ob Enzymfehlfunktionen oder Defekte vorliegen, die beispielsweise bei Lactose oder Fructose Probleme bereiten können. Diese können auch bei histaminreicher Kost und Kost, die Histamine ausschütten lässt, auftreten, im Allergiezentrum kümmern sich Gastroenterologen um die betroffenen Patienten. Das Allergen Birke ist hitzelabil, in der Hasel hingegen gibt es sowohl Allergene die hitzestabil sind als auch hitzelabile. In diesem Fall reicht Kochen nicht aus, bei hitzelabilen Allergenen schon. Wenn es sich nicht um eine Allergie handelt muss man weiterschauen, ob es Verwertungsstörungen im Darm gibt. Eine Studie, die an 124 Neugeborenen in Amerika und England durchgeführt wurde, zeigt ein hohes Erkrankungsrisiko, wenn die Eltern an Neurodermitis betroffen sind. Diese Kinder wurden dann innerhalb von drei Wochen nach der Geburt eingecremt, egal womit, Cetaphilcreme, Sonnenblumensaatöl, Aquaphorwundsalbe ... Hauptsache relativ fettig. Es zeigte sich, dass das Risiko halbiert werden kann, wenn man sofort nach der Geburt mit dem Eincremen beginnt. Zudem ist die normale Geburt besser als die Sektio wegen der sogenannten Kässchmiere, die bei der Keimbesiedlung der Haut eine Rolle spielt. Es macht also Sinn, das Kind einzucremen, wenn die Eltern von Neurodermitis betroffen sind. Für die Frage, womit man pflegen sollte, unabhängig ob sich die Frage nach einer Behandlung mit Vaseline, harnstoffhaltigen Salben oder anderem stellt, sollte man immer darauf achten, was in der Haut passiert, welche Stoffe produziert werden, welche Botenstoffe aktiv sind und was mit der Schichtung der haut passiert. Viele sagen ja, dass Vaseline die Haut zu sehr abdichtet oder wegen der Mineralöle schlecht wäre. Es zeigt sich jedoch, dass die Stoffe gegen Bakterien hochgehen, sich die Hautstruktur verbessert und die Differenzierungsmarker besser werden, es gibt weniger Entzündungsinfiltrat und die Widerstandskraft der Haut verbessert sich, es ist also eher wichtig, dass man pflegt und weniger, wie man das tut. Die Basispflege oder Basistherapie sollte ganz akkurat gemacht werden. Die Hälfte der Patienten pflegt die Haut nicht optimal, Männer machen das tendenziell eher schlechter. Es gibt zwei große Systeme: TH1 und TH2.  Bei Schuppenflechte sind spezielle Stoffe wichtig, beispielsweise TNFα, sie ist TH1vermittelt. Neurodermitis hingegen ist TH2vermittelt, IgE und IL-31 spielen hier eine große Rolle. Es stellt sich die Frage, wo ich tief unten drin im Immunsystem angreifen kann. Hierfür gibt es zum Beispiel den Antikörper Dupilumab. Dupilumab ist seit Anfang Dezember lieferbar, zugelassen ist es seit September. Es blockt IL-4α , zwei Zytokine werden geblockt. Es handelt sich um einen Rezeptor-Antagonisten, der Rezeptor ist wie ein Schlüsselloch, IL-4 ist der Schlüssel und Dupilumab ein Kaugummi, der in das Loch gestopft wird. Lebrikizumab und Tralokinumab blocken IL-13. Für eine Studie wurden die Testpersonen in drei Gruppen geteilt, eine Gruppe bekam kein Dupilumab, eine bekam jede Woche 300mg und der letzten Gruppe wurde die gleiche Dosis alle zwei Wochen verabreicht, das ganze ging über 16 Wochen. Begonnen wurde mit der „loading dose“, also einmalig mit der doppelten Menge. Es handelte sich um eine Phase-3-Studie, also einen Schritt vor der Zulassungsstudie. Erforscht werden sollte die Wirkung des Medikaments im Gegensatz zur Kontrolle, die nichts bekommt. Zu Beginn wird nur die Menge überprüft, die vertragen wird, danach dann die Wirkung im gleichen Setting. Die Hälfte der Patienten zeigte eine Besserung von 75%, nur 5-10% zeigten die Nebenwirkung Konjunktivitis, hatten also knallrote Augen, sonst passiert im Prinzip nichts. Nemolizumab, ein Antikörper der irgendwann kommen wird, hat einen Effekt auf das IL- 31, welches beim Juckreiz eine große Rolle spielt. Der Kratzteufelskreislauf beginnt bei einer Entzündung, man kratzt und es kommt zu immer schlimmerem Juckreiz, zudem warten immer mehr Nervenendigungen darauf, dass man sich kratzt. Es stellt sich die Frage, ob eine reine Juckreizblockung reicht, um Neurodermitis zu verbessern. Der Juckreiz kann auf 35-40% verbessert werden. Was immer eine Rolle spielt, ist die Phase-1-Studie zur Dosisfindung. Tralokinumab wird eigentlich bei Asthma gegeben, weil es sich auf das IL13 auswirkt. Bei einer Studie mit 204 Patienten, die weiter Cortison nehmen durften, und verschiedenen Dosierungen zeigte sich die Wirksamkeit dieser Kombination bei Patienten mit Hautleiden; bei erhöhten DPP4-Werten reagieren sie noch besser. Auch die topische Therapie ist ein Behandlungsansatz. Sowohl von außen, als auch von innen kann auf die Haut eingewirkt werden. Botenstoffe, die Zytokine, sprechen von Zelle zu Zelle, sie docken von außen an die Zelle an und sagen „jetzt gehts los“. Sie können von außen aufgesammelt werden wie mit Magneten, auch in der Zelle können Abläufe mit ganz kleinen Molekülen, die in Tablettenform gegeben werden, von uns unterbunden werden. Signale von außen werden in den Zellkern gebracht, dieser muss aktiv werden wann immer ein Körper reagiert. Wenn diese Kommunikation unterdrückt wird, kann auf ganz anderen Ebenen gearbeitet werden, beispielsweise durch Phosphodiesteraseinhibitoren und JAK-Inhibitoren, die Moleküle blocken können. Tofacitinib ist als Creme oder Tablette in Amerika erhältlich, für Neurodermitis als Creme. In Deutschland ist es für Rheuma bereits zugelassen. Es wird in Deutschland noch ein bis zwei Jahre dauern, bis die Präparate wirklich angekommen sind, trotzdem sieht man ein Licht am Ende des Tunnels bei solchen positiven Studien. Außerdem gibt es acht Biologika für Schuppenflechte. Es stellt sich immer die Frage nach einem Mehrwert: Ist das, was kommt, besser als das was wir schon haben? Die Medikamente, die kommen werden, sind cortisonfrei und können relativ rasch die Haut verbessern, weil sie ganz andere Möglichkeiten haben, sie werden aber zu Anfang sehr teuer sein. Wenn sie zugelassen werden sind Biologika automatisch Kassenmedizin, jeder Doktor kann das verschreiben. Oft jedoch haben Ärzte entweder ein anderes Klientel vor Augen, sie wollen geldbringende Patienten und niemanden mit Schuppenflechte, der kein Geld bringt und hohe Behandlungskosten verursacht. Glücklicherweise wohnen wir in Bayern, in Baden-Württemberg zum Beispiel bekommt ein Arzt, der ein Biologikum verschreibt sofort eine Prüfung und muss begründen, weshalb er so handelt. Falls er das nicht kann, muss er die Medikamente aus eigener Tasche zahlen, was er natürlich fürchtet. Das ist zwar zum Teil unverständlich, aber auch manchmal durchaus nachvollziehbar. Wenn jemand an schwerer Psoriasis leidet gibt es einen Leitfaden, der die drei Kriterien Lebensqualität, Körperfläche und  PASI, also wie schwer der Juckreiz ist, wie viel Körperfläche und wie schlimm diese betroffen sind, berücksichtigt. Wenn andere Therapien bereits versagt haben, sind der zweite Schritt Biologika. Auch für die Neurodermitis wird es wohl bald einen solchen Leitfaden geben. Psoriasis vulgaris Es gibt einen Happiness-Report bei Psoriasis, Deutschland ist hier weit abgeschlagen auf dem vorletzten Platz, es klafft eine große Lücke zwischen der allgemeinen Glücklichkeit und der von Psoriasispatienten. Bei vielen wächst über die Jahre der Frust und sie verlieren die Hoffnung, dass es überhaupt noch jemanden gibt, der sich auskennt und ihnen helfen kann. Es gibt vier große Kategorien von ganz neuen Medikamenten die jetzt kommen, und zwar Substanzen die auf: -         Tumornekrosefaktor (TNF) -         IL12/23 -         IL17A -         PDE4 abzielen. Keratinozyten machen die Haut, die verschiedenen Zellen, zum Beispiel Immunzellen hier oder Fresszellen da sprechen miteinander, je nachdem, wo wir mit unseren Medikamenten ansetzen haben wir verschiedene Wirkblöcke. Das Medikament Apremilast beispielsweise wirkt bei einigen ganz hervorragend, bei 70% leider nicht und es treten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Durchfall, Abnahme oder Depression auf. Tofacitinib greift auch da an, das sind die Tabletten die man jetzt hat. TNF-Hemmer sind unter anderem Adalimumab, Etanercept und Infliximab, hierbei handelt es sich um remicade Infusionen. Noch nicht zugelassen ist Certolizumab Pegol.  Es gibt neben den Biologika jetzt auch Biosimilar, welche genauso gut sind wie Biologika aber günstiger. Ein Teil der Patienten muss nach Vorschrift das Biosimilar angeboten bekommen, hiervon kommen sechs Stück im Sommer. Ustekinumab ist ein IL12/23-Hemmer, der Antikörper kann beides blocken. Die IL17A-Hemmer Secukinumab, Ixekizumab und der IL17RA Brodalumab blocken den Rezeptor, sie kleben sozusagen das Schlüsselloch mit Kaugummi zu. Der IL23-Blocker Guselkumab fokussiert sich nur auf das eine, hier sind die noch nicht zugelassenen Präparate Tildrakizumab, Risankizumab und LY3074828 ebenfalls in Studien bekannt. Die Flut von Medikamenten die wir nehmen können wird immer größer und damit auch die Verantwortung für Ärzte, die entscheiden müssen welches Präparat gegeben wird und wieso. Wie wird das entschieden? Zum einen ist ganz am Anfang die allererste Entscheidung, wie schwer der Patient krank ist. Wenn ich merke, er ist schwer betroffen, sei es entweder, dass die in den sichtbaren Arealen stark betroffen ist oder mehr als zehn Prozent der Körperfläche oder der PASI größer zehn oder die Lebensqualität stark gesunken ist, dann bekommt er eine sogenannte first line Therapie, das heißt ein ganz normales Medikament wie Fumarsäure, MTX oder Cyclosporin, das ist der erste Schritt. Wenn er das aber nicht verträgt oder nicht bekommen darf, wie zum Beispiel MTX bei Kinderwunsch, dann würde man ihm ein second line Medikament geben, zum Beispiel die Tablette Apremilast, wenn er sagt „Oh Spritzen geht gar nicht“. Wenn er starke Gelenkbeschwerden hat würde ich auch Apremilast oder Adulimumab probieren, weil sie sich gut auf die Gelenke auswirken. Ustekinumab hat zum Beispiel den Vorteil, dass ich es spritze und sie es sich abholen müssen, das ist gut für Patienten wenn sie sehr unzuverlässig sind und es dann zuhause nur im Schrank liegen würde. Auch der Verkauf auf dem Schwarzmarkt lässt sich dadurch unterbinden, dass das Medikament bei uns im Kühlschrank liegt. Wenn der Patient kommt bekommt er es, wenn nicht dann eben nicht, für eine derartige Verschwendung, dass es nur zuhause liegt und natürlich nicht hilft, ist es auch einfach zu teuer. Die Krankenkasse ist sehr dahinter und schaut ganz genau, wie viele Rezepte da pro Quartal rausgehen,  und ob das mit den Spritzintervallen hinhaut – sonst zahlen wir. Außerdem würde ich immer danach schauen, welches Medikament am längsten auf dem Markt ist. Manche sind schon seit zehn Jahren bekannt, nicht nur gegen Schuppenflechte, sondern auch gegen rheumatoide Arthritis, Rheuma, Morbus Crohn, colitis ulcerosa wird Humira gegeben, auch diese Sicherheitsdaten sind wichtig für mich, damit ich guten Gewissens sagen kann das ist nicht gefährlich. Bei neueren Präparaten ist es deutlich schwieriger als bei älteren, mit denen schon Millionen Patienten behandelt wurden. Auch die Wirksamkeit muss berücksichtigt werden, zum Teil gibt es einen Unterschied wie Tag und Nacht zwischen den verschiedenen Antikörpern. All das bespreche ich natürlich mit meinen Patienten. Die neuen Biologika sind auch für first line zugelassen, das heißt dass ich sie als Ersttherapie verschreiben kann, da muss man natürlich aufpassen dass man sich an die Spielregeln der Kasse hält, und wir geben sie meist wenn ein Therapieversuch vorher gescheitert ist. Viele Patienten haben in ihrer Geschichte ja auch schon Medikamente probiert, die nicht funktioniert haben, da muss man sich natürlich dann auch versichern dass sie richtig genommen wurden, wenn man zehn mg MTX nimmt und nach drei Tagen abbricht, zählt das natürlich nicht als Versuch. Skilerance ist die neue Fumarsäure, dieses neue Produkt ist im Prinzip Fumaderm etwas gereinigt, in Fumaderm waren viele Salze, die man rausgenommen hat. Es wirkt im gleichen Maß wie Fumarsäure und ist einen Ticken billiger, das Nebenwirkungsprofil ist aber leider genauso wie vorher. Dupilumab ist der erste Antikörper, der in Deutschland für die Neurodermitis zugelassen ist – das werden vor allem die Patienten bekommen, bei denen man eine innere Therapie beginnt. Daran sollte man denken, wenn man von außen nicht ausreichend gegen die Hautprobleme ankommt, beispielsweise bei sehr hohem Cortisonverbrauch, der die Haut auch offensichtlich schädigt. Die einzige Alternative wäre Cyclosporin, das ist ein Medikament, das zwar gut vertragen wird und sehr schnell und gut wirkt, aber die Patienten bekommen häufig Bluthochdruck und auf Dauer geht die Niere kaputt. Außerdem lässt es sich wahnsinnig schlecht absetzen. Bis jetzt gab es bei der Schuppenflechte auch gar keine Nebenwirkungen. Schwierig wird es bei jungen Frauen mit Kinderwunsch, die Biologika spritzen. Für Adalimumab liegen gute Daten vor, die besagen, dass es sich nicht auf einen Kinderwunsch auswirkt, offiziell sollte es in einem solchen Fall allerdings ganz klar abgesetzt werden. Wenn jemand unter einem solchen Medikament ein Kind zeugt, kommt sofort ein Brief von der Firma, die genau wissen wollen, wie es dem Kind geht und genaue Daten. Certolizumab Pegol ist ein großer Hoffnungsträger für schwere Psoriatiker, es handelt sich hierbei nur um ein Stück von einem Antikörper, das nicht durch die Plazenta durch kann – allerdings ist es in Deutschland noch nicht zugelassen. Diese Antikörper muss man dann wahrscheinlich immer nehmen oder?
Das ist das nächste große Problem, keine Firma der Welt, die damit richtig viel Geld verdient, wird uns nahelegen damit aufzuhören, die wollen ihre Patienten einstellen und dann ein Leben lang behandeln. Die Antikörper wirken natürlich auch nur, wenn sie sie nehmen. Ärzte fragen sich natürlich auch, wie lange man behandelt, ob man irgendwie ausschleichen kann, ob jeder volle Breitseite braucht … da gab es ganz viele Studien dazu, was passiert, wenn man nur die halbe Dosis nimmt, was mach ich wenn ich wieder hochgehe, was passiert wenn ich absetze, wie lang bleibt die Schuppenflechte weg, wann kommt sie wieder, bei wie viel Prozent bleibt sie ganz weg …. Das ist sehr spannend, eigentlich wäre es Aufgabe der Krankenkassen solche Studien zu initiieren und beispielsweise nach drei Jahren, wenn Patienten keine Anzeichen mehr zeigen, zu überlegen ob man absetzen kann. Wir machen das manchmal mit Patienten, wenn sie beispielsweise keine Lust mehr haben und sagen sie möchten gern weg von der Therapie. Das sind spannende Fragen und wird sicherlich noch Diskussionen geben, da müssen uns aber auch die Gesetzgeber und die Kassen mehr Handlungsspielraum geben. Dr. Anna Martin in Schweinfurt und Dr. Bauer in Haßfurt sind sehr erfahren und kompetent, falls sie einen Ansprechpartner in der Nähe brauchen. https://www.shgostheim.de/

Margitta

Margitta

 

Reha in Westerland - noch ein paar Eindrücke

Moin Moin! Bevor ich mich aus dem Blog verabschiede, möchte ich Euch noch mit ein paar Fotos an der herrlichen Natur teilhaben lassen. Ich möchte auch nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass es sich bei meinen Einträgen um meine ganz persönliche Meinung handelt.  Man trifft hier ja auch immer mal wieder Gäste, die nicht alles gut finden. Sie haben bestimmt ihre Gründe. Aber... ...die wird es immer geben.  ICH finde es hier richtig gut! Tschüß denn und schöne Grüße von der Küste und vom halben Zwilling   

halber Zwilling

halber Zwilling

 

Reha in Westerland

Moin Moin! Heute also ein paar Worte zu Küche und Essen.  Ich meine, da hat ja jeder so seinen eigenen Geschmack und seine Vorlieben. Aber auch da gibt es von meiner Seite nichts zu meckern. Gekocht wird hier noch frisch in eigener Küche. Zur Auswahl stehen mittags täglich • Vollkost • vegetarische Kost • Leichte Vollkost / Reduktionskost Wenn der Arzt es verordnet und es mit der Diätassistentin abgesprochen ist , kann man hypoallergene Kost oder eine angepasste Kost bei Unverträglichkeiten bekommen. Und es schmeckt lecker! Morgens und abends bedient man sich am Buffet. Hierbei sind die Getränke (Kaffee, Tee, Kakao, Saft) mit inbegriffen. Wasser gibt es immer kostenlos. Nachmittags gibt es im Cafe Kuchen und Kaffee ( natürlich nicht kostenlos). Und an einem Kaffeeautomaten kann man zusätzlich den ganzen Tag und abends gegen  Bares seinen Koffeinbedarf abdecken. So, ich hoffe ich habe nichts Wichtiges vergessen. Wenn Ihr Fragen habt, einfach melden. Schöne Grüße von der Küste und vom halben Zwilling       

halber Zwilling

halber Zwilling

 

Reha in Westerland Teil 4

Moin Moin! Da jetzt am Wochenende nur UV und Salben auf dem Programm stehen, nutze ich die Gelegenheit und erzähle mal etwas über die freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter ( andere habe ich hier ehrlich gesagt auch noch gar keine getroffen). Der Empfang an der Rezeption war mit einem guten Hotel vergleichbar. Sehr freundlich und hilfsbereit. Die Putzfrau ist èin Goldstück: ich bat sie um eine Auflage auf die harte Matratze. Als ich 1 Stunde später ins Zimmer kam, hatte ich eine viskoelastische Matratze und ein neues Kissen im Bett. Klasse. Auch die Mitarbeiter im Service sind sehr freundlich und zuvorkommend. Ein Beispiel hierzu: Am Montag kommt "susanne1972" (der eine oder die andere kennt sie hier aus der Comunity), auch hierher in Reha. Ich habe den Service- Chef gefragt, ob sie wohl an unseren Tisch sitzen kann. Obwohl er am Montag frei hat und das Haus rappelvoll belegt ist, hat er alles in die Wege geleitet. Finde ich toll. Morgen berichte ich noch ein wenig über Küche und Essen ... Ich wünsche allen ein schönes Wochenende. Sonnige Grüße von der Küste und vom halben Zwilling 

halber Zwilling

halber Zwilling

 

Reha in Westerland Teil 3

Moin Moin ! Heute erzähle ich mal ein bisschen über meinen Therapieplan. Diese Woche sieht mein Plan noch sehr entspannt aus. Ich muss sagen, dass mir das sehr entgegen kommt, da ich durch die Klima-Umstellung doch ziemlich müde bin. Hauptsächlich für Hände und Füße  bekomme ich zunächst eine 4 Tage "Schock-Therapie". Das bedeutet morgens und abends CT-Creme. (Das C steht für Chlorhexidindigluconat + T für Triamcinolonacetonid ). Abends kommt zusätzlich noch Karison Salbe obendrauf und alles in Folie verpackt. Ab heute nur noch Salbe ohne Folie. Und dann gehts Tag für Tag ans Ausschleichen. Tagsüber und bei Juckreiz gibt es Tannolact Fettcreme. Jeden Tag ein Starksolebad und anschließend UV. Ich bin so gespannt wie es nach dem Ausschleichen sein wird! Ja und für das körperliche und seelische Wohl stehen sportliche Betätigungen auf dem Programm.  Zum einen natürlich MTT (medizinische Trainingstherapie) in einer gut ausgestatteten "Folterkammer", die von kompetenten Physiotherapeuten betreut wird. Zum anderen kann man, wenn man möchte, das Schwimmbad und die Sauna nutzen. Ich werde heute smovey walk testen. Walking am Strand mit Gewichtringen. Und für die Psyche gibt es heute Nachmittag noch 2 Meditationseinheiten. Und wenn ich Glück habe, wieder einen perfekten Sonnenuntergang. Sonnige Grüße vom halben Zwilling   

halber Zwilling

halber Zwilling

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